Lithium-Aktien: Ist 2020 der Zeitpunkt, um 1000 Euro zu investieren?

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
25.10.2020, 09:59  |  2363   |   |   

Bekannte Lithium-Aktien wie Albemarle (WKN: 890167), SQM (WKN: 895007) und Livent (WKN: A2N464) sind seit dem Ende des Lithium-Hypes 2017 in einem Abwärtstrend gefangen. Es war zu einem überraschenden Überangebot an Lithium gekommen, sodass die Kapazitäten der Minenbetreiber zu hoch waren.

Warum sich jetzt jedoch der Wind für Lithium-Aktien drehen könnte, erfährst du in diesem Artikel!

Warum Lithium-Aktien?!

Vor dem Aufkommen der Elektromobilität wurde Lithium vor allem in der Industrie zur Keramik- und Glasproduktion verwendet. Lithium ist jedoch auch ein wesentlicher Bestandteil und daher Namensgeber der Lithium-Ionen-Akkus. Auf absehbare Zeit dürfte sich kein Ersatz für das Leichtmetall finden lassen – ideale Bedingungen für Lithium-Aktien! Auch die viel gehypten Festkörperbatterien setzen im Kern auf Lithium als Ladungsträger.

Aufgrund der immer weiter steigenden Marktanteile von Elektroautos wird mittlerweile über die Hälfte des weltweit abgebauten Lithiums für die Batterieproduktion verwendet. Dieser Trend wird sich aller Voraussicht nach nicht umkehren: Elektroautos erreichen immer bessere Reichweiten und werden gleichzeitig immer günstiger. Und wie Tesla (WKN: A1CX3T) zuletzt beim Battery Day demonstrierte, ist das Potenzial noch lang nicht ausgeschöpft.

Die Verkäufe von Elektroautos sollten also weiter ansteigen. Da überrascht es nicht, dass sich die Hersteller mit Produktionsplänen überschlagen. Allein Tesla will bis 2022 eine eigene Batterieproduktion in einer Größenordnung von 100 Gigawattstunden pro Jahr aufstellen. Bis 2030 sollen es 3.000 Gigawattstunden sein. Volkswagen (WKN: 766403) und andere Hersteller haben sich ehrgeizige Absatzziele für Elektroautos gesetzt. Die Welt braucht daher jedes Kilogramm Lithium, das sie kriegen kann.

Und weiter?

Aktuelle Branchenprognosen deuten jedoch darauf hin, dass es Mitte der 2020er zu einer großen Angebotslücke kommen könnte. Oder anders gesagt: Die Lithium-Lieferanten werden mit den Plänen der Autohersteller womöglich nicht mithalten. Die Batterieproduzenten werden sich also womöglich in wenigen Jahren um das verfügbare Lithium am Markt reißen.

Problematisch ist, dass die Erschließung einer neuen Lithiumproduktion nicht über Nacht möglich ist. Im Gegenteil: Es dauert mehrere Jahre von der Exploration bis hin zum Produktionsstart. Die Investitionen, um einen Lithium-Engpass Mitte der 2020er zu verhindern, müssten daher jetzt geschehen. Industrieexperten zufolge könnten die aktuell getätigten Investitionen jedoch nicht ausreichen.

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