Haben Sie schon den Value-Blues?

Gastautor: Sven Weisenhaus
27.10.2020, 09:24  |  2133   |   |   

Sehr verehrte Leserinnen und Leser, Sie wissen sicherlich, dass man die Aktienwelt nach unterschiedlichen Kriterien einteilen kann. So kennt man zyklische und nichtzyklische (defensive) Aktien

Sehr verehrte Leserinnen und Leser,

Sie wissen sicherlich, dass man die Aktienwelt nach unterschiedlichen Kriterien einteilen kann. So kennt man zyklische und nichtzyklische (defensive) Aktien, Aktien die eine (hohe, konstante, steigende, …) Dividende bringen und solche die nichts/wenig zahlen oder – gemessen an der Marktkapitalisierung – große und kleine Aktien usw.

Heute soll es aber um eine andere bekannte Unterscheidung gehen: Value (Wert) vs. Growth (Wachstum).

Warum Value und Growth meist zwei getrennte Welten sind

Value-Investing dürfte Ihnen ein Begriff sein – Warren Buffett ist der bekannteste Vertreter dieser Anlagestrategie, bei der es darum geht, möglichst viel (Unternehmens-)Wert zu erhalten für den Preis, den man an der Börse dafür in Form der Aktie zahlt. Und auch Wachstumsaktien sind den meisten unter Ihnen sicherlich seit Langem ein Begriff.

Weniger klar ist, warum Wachstumsaktien keine Value-Aktien sein können und umgekehrt. Tatsächlich sind die Grenzen fließend und es gab auch schon Zeiten, als Wachstumsunternehmen wie Google an der Börse unterbewertet waren, z.B. nach dem Platzen der Dotcom-Blase im Jahr 2000, als die Anleger für eine Zeitlang die Nase voll von wachstumsstarken Technologiewerten hatten.

Aber in der Regel sind Value und Growth zwei getrennte Welten. Das zeigen auch die Zusammensetzungen einschlägiger Indizes (siehe folgende Abbildung), denn natürlich gibt es längst für alle großen Märkte sogenannte Style-Indizes, die Value- bzw. Growth-Aktien separat abbilden.

Growth- und Value-Indizes im Spiegel der Zahlen

(Quelle: FTSE Russell; Stand 30.9.2020. Hinweis: Aus Darstellungsgründen ist die Länge der Balken untereinander nicht proportional.)

Wie zu erwarten, sind Value-Aktien (siehe rechter Teil) bei klassischen Bewertungskriterien wie dem Kurs-Buchwert- und Kurs-Gewinn-Verhältnis besser als Growth-Aktien (links), die wiederum höhere Wachstumskennziffern aufweisen. Die aktuelle Diskrepanz zwischen Growth- und Value-Aktien kommt in dieser Darstellung dadurch zum Ausdruck, dass Growth-Aktien eine deutlich höhere durchschnittliche Marktkapitalisierung erreichen und inzwischen auch nur noch eine klare Minderheit von Aktien zum Growth-Universum gehört.

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