Brent C.O. Aufwärtsbewegung gewinnt an Dynamik

15.02.2021, 13:14  |  1077   |   |   

Der Ölmarkt präsentiert sich aktuell in überaus robuster Verfassung. Insbesondere seit Monatsbeginn gewinnt die Aufwärtsbewegung bei Brent C.O. an Dynamik.

Der Ölmarkt präsentiert sich aktuell in überaus robuster Verfassung. Insbesondere seit Monatsbeginn gewinnt die Aufwärtsbewegung bei Brent C.O. an Dynamik. Die Hoffnung auf eine deutliche Belebung der Nachfrageseite treibt die Marktakteure gegenwärtig an.

Diese Hoffnungen manifestierten sich zuletzt in einem knackigen Anstieg bei Brent C.O. auf über 60 US-Dollar. Doch auch andere Parameter „spielten“ mit; wie ein Blick auf die aktuellen Daten der EIA (Energy Information Administration) zeigt. 

Die EIA-Daten waren in der Vergangenheit nicht selten „Stimmungskiller“. Insbesondere das hohe Niveau der US-Rohöllagerbestände limitierte die Aufwärtsbestrebungen.

Schauen wir uns einmal die aktuellen Daten der EIA für die Woche zum 05.02. an. Die EIA gab die US-Rohöllagerbestände per 05.02. mit 469,0 Mio. Barrel an. Damit wurde im Vergleich zur Vorwoche ein deutlicher Rückgang um 6,6 Mio. Barrel verzeichnet. Für die Marktakteure fiel dieser Rückgang überraschend deutlich aus. Diese Entwicklung schlug positiv auf die Ölpreise durch. Der Gesamtbestand in Höhe von 469,0 Mio. Barrel liegt „nur“ noch etwa 2 Prozent über dem für diese Jahreszeit entsprechenden Durchschnittsniveau der letzten 5 Jahre. In diesem Punkt gibt es also mittlerweile eine Entspannung. In den vergangenen Wochen und Monaten lagen die US-Rohöllagerbestände zum Teil 10 Prozent und mehr über diesem wichtigen Vergleichswert. Zudem gab die EIA die Ölproduktion in den USA für die Woche zum 05.02. mit 11,0 Mio. bpd (barrels per day) und damit leicht über dem Niveau der Vorwoche (10,9 Mio. bpd) liegend an. In den letzten Wochen pegelte sich die US-Rohölproduktion im Bereich 10,9 / 11,0 Mio. ein.

Unsere letzte Kommentierung zu Brent C.O. schlossen wir an dieser Stelle mit „[…] Nach der zurückliegenden Aufwärtsbewegung überrascht die aktuelle Konsolidierung bei Brent C.O. aus technischer Sicht nicht. Damit allerdings nicht mehr daraus wird, sollte Brent C.O. die eminent wichtige Marke von 50,0 US-Dollar nicht unterschreiten. Weitere Unterstützungen finden sich bereits bei 54,5 US-Dollar und 52,5 US-Dollar. Auf der Oberseite ist der Sachverhalt klar. Brent C.O. muss über 57,3 US-Dollar (letztes Verlaufshoch) bzw. 60,0 US-Dollar, um die Aufwärtsbewegung wieder anzukurbeln.“ 

Wir haben die aktuelle Konstellation in einem 3-Jahres-Chart dargestellt. Brent C.O. gelang es zuletzt, die Widerstände bei 57,3 US-Dollar und 60,0 US-Dollar zu überspringen. Damit hat sich ansprechendes Momentum aufgebaut. Das frische Kaufsignal zeigte gleich Wirkung. Brent C.O. ist aktuell im Begriff, sich von den 60,0 US-Dollar zu lösen. Der robuste Wochenschluss im Bereich von 62+ US-Dollar nährt die Hoffnung darauf, dass dieses Unterfangen gelingen kann. Potentielle Bewegungsziele auf der Oberseite liegen nun bei 65,0 US-Dollar und 67,0 US-Dollar. Auf der Unterseite sollte es für Brent C.O. idealerweise nicht mehr unter die 57,3 US-Dollar gehen. Weitere Unterstützungen sind bei 54,5 US-Dollar und 52,5 US-Dollar zu finden. 

Kurzum. Das Chartbild hat sich bei Brent C.O. deutlich aufgehellt. Wichtige Widerstände konnten überwunden werden. Die 200-Tage-Linie hat eine untere Trendwende vollzogen und läuft nun wieder gen Norden. Die Bewegung hat zudem fundamentalen Rückenwind. Ein Ausbruch über die 65 US-Dollar würde die Bewegung weiter befeuern. Aus charttechnischer Sicht sollte es nun im besten Fall nicht mehr unter die 57,3 US-Dollar gehen.
 

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2 Kommentare

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Kommentare

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16.02.21 10:36:09
Was den steigenden Ölpreis angeht, würde ich es auch nicht unnötig kompliziert machen. Kalte Jahreszeit bedeutet starke Nachfrage von Öl und Gas, also wird an der Preisschraube nach oben gedreht. Zudem ist nach Corona und auf dem Weg zur Normalität eine anziehende Nachfrage zu erwarten, also sorgt auch dieses einfache Parameter für einen steigenden Ölpreis. So einfach kann Börse sein.

Andrew ;)
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15.02.21 22:38:43
Es gehört schon viel Chuzpe dazu, die Performance von BRENT + WTI seit Jahresbeginn, insbesondere seit Anfang Februar, mit den marginalen Veränderungen der US-Öl-Lagerbestände und mit charttechnischen Effekten pseudewissenschaftlich zu erklären. Schon an der Langatmigkeit der Auslassungen erkennt der Verhaltensforscher, dass der Verfasser der Zeilen sich gequält hat wie Hund. Zwar entwickelt sich der Ölpreis, wie schon öfters dargelegt, multiparametrisch. Dennoch gibt es dominante preisbildende u. quasi ewigkeitswirksame Faktoren. Dazu zählen der Wechselkurs des USD, das Verhältnis zwischen Angebot u. Nachfrage, Beschlusslage der Opec + Russ.Fed. u. nicht zuletzt Krieg od. Frieden. Nicht zuletzt der große André Kostolany hat uns hinterlassen, dass Wissenschaftlichkeit an der Börse nix zu suchen hat. Auch wenn eine Menge Leute ihr Geld damit verdienen, diese These permanent ad absurdum zu führen.

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Brent C.O. Aufwärtsbewegung gewinnt an Dynamik Der Ölmarkt präsentiert sich aktuell in überaus robuster Verfassung. Insbesondere seit Monatsbeginn gewinnt die Aufwärtsbewegung bei Brent C.O. an Dynamik.

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