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WebID Solutions GmbH Wie ein innovativer Ansatz mit tiefgründigem Know-How ganze Branchen digitalisiert

Nicht zuletzt auch pandemiebedingt mussten sich immer mehr Unternehmen und ganze Branchen mit sicheren, digitalen Lösungen für unterschiedlichste Prozesse auseinandersetzen.

Mit dem Ziel, dass Geschäft auch während dem Lockdown aufrecht zu halten.
 

Als Frank S. Jorga 2012 WebID gründete und mit dem Videoidentverfahren die Bankenbranche auf die vielfältigen Möglichkeiten von sicheren, digitalen Lösungen aufmerksam machte, war an keine pandemiegezwungene Digitalisierung zu denken. Im Interview gibt der Gründer und CEO von WebID Einblicke in die Philosophie seines Unternehmens, was Sicherheit für ihn bedeutet und wie man als Pionier einer ganzen Branche stets weiter innovativ bleiben kann.

 

Sicherheit ist das, was sich Kunden von Ihren vielfältigen Lösungen wünschen und bekommen. Wie hat sich ihre Definition von Sicherheit seit der Gründung von WebID verändert?

„Wenn ich etwas gelernt habe, dann, dass es absolute Sicherheit nicht gibt. Menschen, die professionell betrügen wollen, lassen sich immer wieder neue Maschen einfallen oder versuchen neue technologische Entwicklungen zu nutzen. Daher haben wir eine eigene Einheit im Unternehmen, die auch im Austausch mit Behörden wie der Polizei Trends bei Betrugsmaschen antizipiert und unsere Technologie nach den neuesten Standards weiterentwickelt.

Der erste Meilenstein im Rahmen der Gründung von WebID war die Erfindung unseres Videoidentverfahrens. Dieses wurde damals von der BaFin als sicher eingestuft und die Auslegung des Geldwäschegesetzes (GwG) entsprechend auf unser Zutun erweitert, so dass Finanzinstitute es für lang erwartete Online-Prozesse beim Kunden-Onboarding einsetzen konnten. Seitdem haben wir jeden Tag dafür gesorgt, dass es sicher bleibt – daher könnte eine Definition lauten: Sicherheit ist etwas, woran man kontinuierlich arbeitet.“

 

Sie sind nun seit fast einem Jahrzehnt am Markt. Wie hat sich die Zielgruppe für Lösungen von WebID seitdem verändert?

„Ich kam vor WebID aus der Finanzwelt und hatte bereits während meiner Tätigkeit in dieser Branche erkannt, welche Problematik Medienbrüche für effektive Online-Prozesse mit sich bringen. Daher waren unsere ersten Kunden auch Banken. Noch heute sind Finanzdienstleister eine wichtige Zielgruppe, da sie noch immer mit digitalen Identifizierungsverfahren, die den strengen Richtlinien wie dem Geldwäschegesetz (GwG) entsprechen können, unterversorgt sind. Mit unserem besonderen Know-how haben wir seitdem sukzessive weitere Lösungen für Zielgruppen entwickelt, die sichere digitale und datenschutzkonforme sogenannte Know-Your-Customer-Prozesse (KYC) einführen wollen.

Smarte Lösungen auf Basis von Datenbanken, KI, automatisierter oder auch teilautomatisierter Identifikationsverfahren zur Betrugsabwehr im E-Commerce wie z. B. zur Altersverifikation zum Jugendschutz gehören heute zu unserem Portfolio. Generell öffnen sich viele Branchen - selbst Behörden, die nicht immer die schnellsten bei der Digitalisierung sind - unseren Lösungen. Versicherer, Unternehmen der Gesundheitsbranche oder auch Mobilitätsanbieter gehören zu unseren Kunden. E-KYC und digitale Unterschriften sind letztlich für alle Branchen im Zuge von digitalen Prozessen und Online-Services relevant. Deshalb bieten wir mit der Global Trust Technology Platform GTTP inzwischen ein Ökosystem an. Dieses ist nur die logische Konsequenz unserer Marktstärke, da wir alle Beteiligten – Verbraucher, Unternehmen, Provider und staatliche Stellen – zusammenbringen können.“

 

Ihr Portfolio hat sich seit der Gründung enorm erweitert. Wie schafft man es als Unternehmen stets innovativ zu bleiben?

„Indem man sich gute Leute an Bord holt und mit Leidenschaft bei der Sache ist (lacht). Insgesamt haben wir eine gute Managementebene aufgebaut, Nachwuchstalente gefördert und hochqualifizierte Fachleute gewinnen können. Ohne diese wichtigen Säulen wäre WebID nicht so erfolgreich. Sicher profitiert das Unternehmen auch davon, dass wir mit meinem Bruder Sven Jorga nicht nur einen erstklassigen CTO haben, sondern wir beide aufgrund unserer Vertrautheit auch sehr effizient zusammenarbeiten können.

Zudem entwickeln wir uns als WebID mit unseren Kunden gemeinsam stetig weiter. Als Marktführer erwartet man von uns, dass wir immer einen Schritt voraus sind. Gleichzeitig ist es aber auch die Praxis mit den zahlreichen Kunden aus unterschiedlichen Branchen und ihren verschiedenen Anforderungen, dass wir sehr nah am Markt sind und Entwicklungen vorwegnehmen können.“

 

Neobroker und Social Trading Plattformen strömen in die Investmentmärkte. Wie wichtig ist besonders in dieser Branche ein sicheres Tool bei der Konto- und Depoteröffnung, auch im Hinblick auf die Altersverifizierungen?

„Neobroker kommen im Vergleich zu manchen Instituten leicht und unkompliziert daher. Besonders angesichts ihrer einfachen und schnell bedienbaren Apps kann der Gedanke einer „Gamification des Tradings“ aufkommen, die dementsprechend auch besondere Alterskontrollen nach sich zieht. Allerdings darf man nicht vergessen: Auch bei den Neobrokern befinden wir uns im Bereich von Depotbanken und Wertpapierhandel. Diese sind in Deutschland BaFin-reguliert. So kommen hier unsere GwG-konformen Lösungen für Banken und Finanzdienstleister zum Einsatz.

Das Spannende ist ja, dass Neobroker viel frischen Wind in den Wertpapierhandel bringen und augenscheinlich neue Zielgruppen für das Trading begeistern konnten, im Hintergrund aber die gleichen Sicherheitsstandards gelten wie bei den traditionellen Playern.“

 

Neben dem Investmentmarkt mit all den neuen Tradingapps, boomt seit Monaten die Gamingbranche. Wie schafft man es, solchen Entwicklungen auf unterschiedlichen Märkten schnell mit sicheren Lösungen gerecht zu werden?

„Interessanterweise muss man nicht für jede Marktentwicklung eine eigene Lösung entwickeln, das Online-Gaming ist ein gutes Beispiel dafür. Ja, für die Herausforderung, wie man bei altersbeschränkten Spielen das Spieleralter zuverlässig überprüfen kann, haben wir ein Altersverifikationssystem entwickelt, das auch von der Kommission für Jugendmedienschutz KJM positiv bewertet wird.

Auf der anderen Seite haben wir in unserem Portfolio mit WebID AI Ident ein schlankes, vollautomatisiertes Identifizierungsverfahren, das mit KI und Biometrie sicher ist und sich deshalb für vielfältigste Onboarding- und Check-Out-Prozesse eignet. Einer unserer Kunden, eine E-Sport-Liga, wollte durch verifizierte Teilnehmeraccounts Regelverletzungen unterbinden und wir konnten ihm zeigen, wie das mit unserer Lösung zu erreichen ist. Wenn ein Produkt also sauber gebaut ist, dann finden die Anwendungsfälle durchaus auch das Produkt.“

 

Welche Entwicklungen erwarten Sie in den kommenden Jahren? Für welche Branchen werden digitale Identifikations- und Unterschriftsmodelle in Zukunft noch wichtiger?

„Man darf schon ohne Übertreibung sagen, dass E-KYC und E-Signing langfristig für alle Branchen wichtig werden. Nahezu alle Marktteilnehmer werden ins Internet gehen, auch unabhängig von dem Schub, der aktuell durch die Corona-Pandemie bzw. ihren Einschränkungen ausgelöst wurde. Die coronabedingte Dynamik führt uns vor Augen, was alles möglich ist. Wer hätte vor kurzem noch gedacht, dass sich Autohersteller umfassend an Online-Shop-Modellen versuchen? Und diese brauchen – wie alle Online-Services – zuverlässige und nutzerfreundliche KYC-Lösungen.

Gleichzeitig wird sich auch lokal mehr und mehr die Frage nach Papierlosigkeit durch E-Signing stellen. Und das zu Recht. Wer will denn noch 30, 40 oder 80 Seiten von umfangreichen Bau- oder Autofinanzierungen ausdrucken, nur damit eine Unterschrift draufkommt? Wir sehen das heute schon bei unseren Kunden in den Autohäusern – die trotz der Ausdifferenzierung über Online-Shop-Modelle zweifellos fortbestehen werden. Und doch sind E-KYC und E-Signing letztlich nur ein Teilbereich der Frage, wie wir sicher, selbstbestimmt und souverän mit unserer digitalen Identität online und offline unterwegs sein wollen. Soll man den Menschen wirklich wieder und wieder die Ausweisüberprüfung abverlangen? Und gehört zu meiner Identität nicht viel mehr, als auf einem Ausweis – ob nun als Karte oder digital – festgehalten wird? Diese Fragen müssen wir in den nächsten Jahren durch ein Zusammenspiel der staatlich-hoheitlichen digitalen Identität und Leistungen von Unternehmensseite lösen, bevor es möglicherweise der zu starken Kommerzialisierung von dritter Seite zum Opfer fällt. Und bei WebID haben wir schon jede Menge Ideen und Technologien für solche nutzerzentrierten Lösungen parat.“

 

 

Vielen Dank für das sehr angenehme Gespräch.

 

Frank S. Jorga ist Gründer und CEO der auf digitale Identifizierungsverfahren und Online-Signaturen spezialisierten WebID Solutions GmbH. Er verantwortet die strategische Ausrichtung sowie die weltweite Expansion des 2012 gegründeten Unternehmens. WebID ist mit seiner Erfindung der Pionier im Segment der GwG-konformen Video-Identifikation (GwG = Geldwäschegesetz).

 



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Gastautor: Seyit Binbir
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