checkAd
ROUNDUP 2: Preisbremsen für die Energiekosten akut gesucht
Foto: Georg Henrik Lehnerer - 123rf Stockfoto

ROUNDUP 2 Preisbremsen für die Energiekosten akut gesucht

(Mit sinkender EEG-Umlage 2022, 5. Absatz)

BERLIN (dpa-AFX) - Angesichts happiger Kostensprünge beim Heizen und Tanken werden Preisbremsen für viele Haushalte gesucht - und zwar schon dringend für den nahenden Winter. Die Verbraucherzentralen forderten am Donnerstag die amtierende Bundesregierung auf, noch direkt Vorarbeiten für ein höheres Wohngeld in die Wege zu leiten, um vor allem Menschen mit geringen Einkommen zu unterstützen. In der Diskussion sind daneben auch Steuerentlastungen. Dabei geht es über die akute Preiskrise hinaus um grundsätzliche Weichenstellungen, um eher steigende Energiepreise für mehr Klimaschutz sozial abzufedern.

Der Chef des Verbraucherzentrale Bundesverbands (vzbv), Klaus Müller, forderte eine Erhöhung des Wohngelds, "damit niemand in diesem Winter frieren muss". Dies helfe zielgenau Menschen, die bedürftig sind, verteilt über die ganze Bevölkerung wäre es nicht finanzierbar. Auf die Höhe eines Aufschlags legten sich die Verbraucherschützer nicht fest. Es sollte ein genauer Blick darauf geworfen werden, wie sich die Preise im November entwickeln, sagte Müller. Mit "signifikanten Weitergaben" an die Kunden sei dann wohl im Dezember, Januar, Februar zu rechnen. Das Wohngeld ist ein staatlicher Mietzuschuss, auch Eigentümer, die ihre Wohnungen selbst nutzen, können es bekommen.

Nötig seien zudem Regelungen, um Strom- und Gassperren auszusetzen, die bei säumigen Zahlungen drohen können, sagte Müller und verwies auf ein Vorbild in der Corona-Krise. Die noch amtierende Regierung sei auch "sehr wohl in der Lage, Dinge vorzubereiten", die dann die neue Regierung unmittelbar nach der Kanzlerwahl beschließen könnte. Die Bundesregierung hatte am Mittwoch mitgeteilt, keine zusätzlichen Maßnahmen ankündigen zu können. Müller nannte dies "fahrlässig".

Die Deutsche Umwelthilfe sprach sich dafür aus, die Stromsteuer auf das von der EU erlaubte Minimum zu reduzieren. Außerdem sollte die Ökostrom-Umlage verringert werden - mit Einnahmen, die der Staat aus dem CO2-Preis erhält. In Deutschland sind seit Jahresanfang 25 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Die Energieexpertin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), Claudia Kemfert regte eine "Pro-Kopf-Rückerstattung" der CO2-Abgabe an. Dies würde vor allem Bezieher niedriger Einkommen entlasten, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Denn Haushalte mit niedrigerem Einkommen müssten relativ gesehen einen höheren Anteil davon für Energie aufwenden.


Seite 1 von 2


Kohlendioxid jetzt über den Testsieger (Finanztest 11/2020) handeln, ab 0 € auf Smartbroker.de

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
14.10.2021, 16:50  |  226   |   |   

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

ROUNDUP 2 Preisbremsen für die Energiekosten akut gesucht Angesichts happiger Kostensprünge beim Heizen und Tanken werden Preisbremsen für viele Haushalte gesucht - und zwar schon dringend für den nahenden Winter. Die Verbraucherzentralen forderten am Donnerstag die amtierende Bundesregierung auf, noch …

Nachrichten des Autors

Titel
Titel
Titel
Titel