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Fällt der S&P 500 noch auf 3.330 Punkte?

Man kann darüber streiten, ob die Börsen aktuell rational und logisch handeln. Die erste Kursreaktion auf den gestern mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht fiel jedenfalls negativ aus, obwohl der Bericht ...

Fällt der S&P 500 noch auf 3.330 Punkte?
von Sven Weisenhaus

Man kann darüber streiten, ob die Börsen aktuell rational und logisch handeln. Die erste Kursreaktion auf den gestern mit Spannung erwarteten US-Arbeitsmarktbericht fiel jedenfalls negativ aus, obwohl der Bericht selbst positiv gewertet werden kann. Schließlich sank die Arbeitslosenquote im September wieder auf 3,5 %, von 3,7 % im August. Und sie erreichte damit wieder das zyklische Tief vom Juli.

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Eigentlich ist dies ein Grund zur Freude und zum Optimismus. Denn es scheint der US-Wirtschaft noch recht gut zu gehen, wenn die Unternehmen fleißig Mitarbeiter einstellen und neue Arbeitsplätze schaffen. Im September waren es laut dem Bericht immerhin 263.000. Erwartet worden waren im Durchschnitt „nur“ 250.000, nach 315.000 im August. Zudem wurde der Wert für Juli von 528.000 auf 537.000 nach oben revidiert.

Eine sinkende Arbeitslosigkeit führt gewöhnlich zu mehr bzw. höheren Einkommen bei den Haushalten. Passend dazu sind die durchschnittlichen Stundenlöhne um 0,3 % zum Vormonat gestiegen, was exakt die Erwartungen getroffen hat. Im Vergleich zum Vorjahr lag das Plus bei 5,0 %, was leicht unter den erwarteten +5,1 % blieb. Es steht also mehr Einkommen zum Konsum zur Verfügung. Und das führt zu höheren Umsätzen und Gewinnen bei den Unternehmen. Daher ist der positive Arbeitsmarktbericht eigentlich ein Grund für steigende Aktienkurse.

Die Börse quittierte den eigentlich positiven Arbeitsmarktbericht hingegen mit fallenden Aktienkursen. Ist diese Kursreaktion also irrational und unlogisch?

Aus dem Blickwinkel der Geldpolitik betrachtet

Betrachten wir die Angelegenheit aus einem anderen Blickwinkel: Die US-Notenbank Federal Reserve (Fed) hat zwei Mandate. Einerseits muss sie für Vollbeschäftigung Sorgen, andererseits für Preisstabilität.

Vollbeschäftigung erreicht man normalerweise mit niedrigen Zinsen, da diese die Wirtschaft anheizen, sodass mehr Arbeitskräfte benötigt und eingestellt werden. Genau das können wir derzeit auch (noch) beobachten – siehe den Arbeitsmarktbericht. Für Preisstabilität sorgt man im aktuellen Fall der extrem hohen Inflation hingegen mit steigenden Zinsen, welche die Wirtschaft bremsen.

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Gastautor: Sven Weisenhaus
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