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    US-Quartalssaison  42881  0 Kommentare Schwache Zahlen, schwacher Ausblick: Diese Halbleiteraktie geht auf Talfahrt!

    GlobalFoundries, der viertgrößte Auftragsfertiger der Welt, kann mit seinen Quartalszahlen nicht überzeugen: Der KI-Boom geht an dem Unternehmen spurlos vorbei. Auch der Ausblick auf das kommende Quartal ist kraftlos.

    Für Sie zusammengefasst
    • GlobalFoundries enttäuscht mit Quartalszahlen
    • KI-Boom geht am Unternehmen vorbei
    • Ausblick für kommendes Quartal schwach

    Vor den mit Spannung erwarteten Zahlen des Halbleiterzulieferers Applied Materials am Donnerstagabend hat sich am Dienstag mit GlobalFoundries ein weiteres Unternehmen der Branche mit seinen Quartalszahlen zu Wort gemeldet. Der 2009 von Halbleiterhersteller AMD abgespaltene Auftragsfertiger ist nach Taiwan Semiconductor, Samsung Electronics und United Microelectronics der viergrößte unabhängige Chip-Fertiger der Welt und ist erst im Oktober 2021 an die Börse gegangen.

    Der Chip-Boom geht an GlobalFoundries vorbei

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    Trotz des Halbleiterbooms insbesondere bei hochleistungsfähigen High-End-Halbleitern kann GlobalFoundries mit seinen Zahlen nicht überzeugen. Zwar traf das Unternehmen mit Erlösen in Höhe von 1,85 Milliarden US-Dollar die Erwartungen, allerdings bedeutet das gegenüber dem Vorjahr einen Rückgang von zwölf Prozent.

    Noch schlimmer kam es beim Gewinn. Der übertraf mit 0,64 US-Dollar pro Aktie zwar die Schätzungen der Analysten um fünf Cent, im Jahr zuvor hatte das Unternehmen allerdings noch einen Gewinn von 1,44 US-Dollar pro Aktie erwirtschaftet – das entspricht einem Rückgang von 55 Prozent. Aufgrund von Margeneinbußen hat es den Nettogewinn noch schlimmer getroffen, der gab sogar um 58 Prozent von 668 auf 278 Millionen US-Dollar nach.

    Ausblick deutlich unter den Erwartungen

    Die Halbleiterindustrie ist bekanntermaßen äußerst zyklisch, Nullrunden oder sogar Umsatzrückgänge werden Unternehmen daher häufig verziehen – wenn die zu erwartende Schwäche nicht allzu groß ist. Genau das Gegenteil legt aber der Ausblick für das kommende Quartal nahe: Mit einer Umsatzschätzung von 1,52 Milliarden US-Dollar (Midpoint-Guidance) hat das Unternehmen den Analystenkonsens von 1,77 Milliarden US-Dollar meilenweit verfehlt.

    Noch härter kommt es beim ohnehin schon deutlich geschmolzenen Gewinn. Der soll nur noch zwischen 40 und 106 Millionen US-Dollar beziehungsweise 0,07 bis 0,19 US-Dollar pro Aktie betragen. Hier hatte der Markt auf 0,48 US-Dollar pro Aktie getippt. Das zeigt, dass GlobalFoundries anders als beispielsweise Technologieführer Taiwan Semiconductor nicht von der durch künstliche Intelligenz ausgelösten Sonderkonjunktur profitieren kann – die Fertigungstechnologie des Unternehmens ist schlicht nicht fortschrittlich genug.

    GLOBALFOUNDRIES

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    ISIN:KYG393871085WKN:A3C6AF

    Aktie handelt mit Verlusten

    Auf das schwache Zahlenwerk, insbesondere aber den dünnen Ausblick, reagiert der Markt verschnupft. In der US-Vorbörse wird das Papier mit einem Abschlag von über fünf Prozent gehandelt. Zeitweise lag die Aktie sogar elf Prozent im Minus.

    Gegenüber dem Jahreswechsel steht aktuell ein Minus von acht Prozent zu Buche, gegenüber dem Vorjahr sogar von knapp 16 Prozent. Das steht in scharfem Kontrast zu Halbleiter-Überfliegern wie AMD und Nvidia – aber eben auch zu Konkurrent TSMC, der sich im selben Zeitraum um 36 Prozent steigern konnte.

    Trotz der heute zu erwartenden Kursverluste sollte der Aktie kein größeres Ungemach drohen. Für Kurse oberhalb von 50 US-Dollar ist der übergeordnete Seitwärtstrend intakt. Erst darunter könnte GlobalFoundries kippen und die im Juli 2022 markierten Allzeittiefs anlaufen.

    Fazit: Es gibt bessere Alternativen

    Auftragsfertiger GlobalFoundries, immerhin die Nummer Vier der Welt, präsentiert ein schwaches Zahlenwerk und einen noch schwächeren Ausblick. Dafür dürfte die Aktie heute deutlich abgestraft werden, zumal die Bewertung höher ist als jene von Branchenprimus Taiwan Semiconductor, der aufgrund seiner Technologieführerschaft bislang der einzige ist, der vom KI-Boom profitieren kann.

    Wer mit einem Investment in der Branche liebäugelt, sich aber abseits von Taiwan Semiconductor und Samsung engagieren möchten, sollte unbedingt einen Blick auf United Microelectronics werfen. Das Unternehmen ist vor GlobalFoundries die Nummer Drei in der Welt – und um einiges günstiger bewertet.

    Autor: Max Gross, wallstreetONLINE Zentralredaktion

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    Verfasst vonMax Gross

    US-Quartalssaison Schwache Zahlen, schwacher Ausblick: Diese Halbleiteraktie geht auf Talfahrt! GlobalFoundries, der viertgrößte Auftragsfertiger der Welt, kann mit seinen Quartalszahlen nicht überzeugen: Der KI-Boom geht an dem Unternehmen spurlos vorbei. Auch der Ausblick auf das kommende Quartal ist kraftlos.

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