1,0 Millionen Sterbefälle im Jahr 2024 / Sterbefallzahlen im Dezember 2024 um 15 % unter dem mittleren Wert der Vorjahre
WIESBADEN (ots) - Im Jahr 2024 sind in Deutschland nach vorläufigen Ergebnissen
des Statistischen Bundesamtes (Destatis) etwas mehr als 1,0 Millionen Menschen
gestorben. Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 %
oder etwa 25 500 Fälle gesunken.
Sterbefallzahlen trotz Alterungseffekt im Jahr 2024 weiter gesunken
des Statistischen Bundesamtes (Destatis) etwas mehr als 1,0 Millionen Menschen
gestorben. Die Zahl der Sterbefälle ist damit im Vergleich zum Vorjahr um 2,5 %
oder etwa 25 500 Fälle gesunken.
Sterbefallzahlen trotz Alterungseffekt im Jahr 2024 weiter gesunken
Aufgrund des zunehmenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung wird seit
mehr als 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in
Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der
Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung
schwächte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war
der Anstieg der Sterbefälle stärker ausgeprägt als in fast allen Jahren zuvor,
die Lebenserwartung sank. Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund
1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 waren die Sterbefallzahlen 2023 erstmals
seit 2019 im Vorjahresvergleich wieder gesunken. Die Lebenserwartung war
zeitgleich wieder angestiegen, hatte jedoch noch nicht das Vor-Corona-Niveau
erreicht (siehe Pressemitteilung Nr. 320 vom 21. August 2024). Die ersten
Ergebnisse für das Jahr 2024 zeigen nun, dass die Sterbefallzahlen auch 2024
weiter zurückgegangen sind und sich der Aufholeffekt bei der Lebenserwartung
weiter fortgesetzt haben dürfte.
Sterbefallzahlen im Saisonverlauf meist im Bereich der Vorjahre oder darunter
Die Sterbefallzahlen sind in der zweiten Januarhälfte 2024 zeitgleich mit der
stärkeren Verbreitung von Atemwegserkrankungen zeitweise über den mittleren Wert
der Jahre 2020 bis 2023 hinaus angestiegen. Das Sterbegeschehen im Januar lag
aber insgesamt im Bereich des Vergleichswertes (+2 %). Die Sterbefallzahlen im
Februar lagen über dem mittleren Wert der vier Vorjahre (+6 %; ohne den
zusätzlichen Schalttag: +3 %). Mit Auslaufen der saisonalen Grippewelle im März
fielen die Sterbefallzahlen dann unter den Vergleichswert der Vorjahre (-6 %).
Auch im April lagen sie darunter (-6 %). Zwischen Mai und Oktober bewegten sie
sich im Bereich des Medians der vier Vorjahre. Nur in einzelnen Wochen, zum
Beispiel während Hitzeperioden, stiegen die Sterbefallzahlen erkennbar darüber
hinaus an. Ab Ende Oktober lagen die Sterbefallzahlen wieder durchgehend unter
dem mittleren Wert der vier Vorjahre - im Dezember war der Abstand mit -15 %
besonders deutlich.
Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2024 teils erkennbar unter dem
mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich
erhöhten Sterbefallzahlen während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis
mehr als 20 Jahren mit einer jährlich steigenden Zahl der Sterbefälle in
Deutschland gerechnet. Gleichzeitig stieg die Lebenserwartung vor Beginn der
Corona-Pandemie tendenziell an. Der Effekt der steigenden Lebenserwartung
schwächte damit den Alterungseffekt ab. In den Pandemiejahren 2020 bis 2022 war
der Anstieg der Sterbefälle stärker ausgeprägt als in fast allen Jahren zuvor,
die Lebenserwartung sank. Ausgehend von einem entsprechend hohen Niveau von rund
1,07 Millionen Gestorbenen im Jahr 2022 waren die Sterbefallzahlen 2023 erstmals
seit 2019 im Vorjahresvergleich wieder gesunken. Die Lebenserwartung war
zeitgleich wieder angestiegen, hatte jedoch noch nicht das Vor-Corona-Niveau
erreicht (siehe Pressemitteilung Nr. 320 vom 21. August 2024). Die ersten
Ergebnisse für das Jahr 2024 zeigen nun, dass die Sterbefallzahlen auch 2024
weiter zurückgegangen sind und sich der Aufholeffekt bei der Lebenserwartung
weiter fortgesetzt haben dürfte.
Sterbefallzahlen im Saisonverlauf meist im Bereich der Vorjahre oder darunter
Die Sterbefallzahlen sind in der zweiten Januarhälfte 2024 zeitgleich mit der
stärkeren Verbreitung von Atemwegserkrankungen zeitweise über den mittleren Wert
der Jahre 2020 bis 2023 hinaus angestiegen. Das Sterbegeschehen im Januar lag
aber insgesamt im Bereich des Vergleichswertes (+2 %). Die Sterbefallzahlen im
Februar lagen über dem mittleren Wert der vier Vorjahre (+6 %; ohne den
zusätzlichen Schalttag: +3 %). Mit Auslaufen der saisonalen Grippewelle im März
fielen die Sterbefallzahlen dann unter den Vergleichswert der Vorjahre (-6 %).
Auch im April lagen sie darunter (-6 %). Zwischen Mai und Oktober bewegten sie
sich im Bereich des Medians der vier Vorjahre. Nur in einzelnen Wochen, zum
Beispiel während Hitzeperioden, stiegen die Sterbefallzahlen erkennbar darüber
hinaus an. Ab Ende Oktober lagen die Sterbefallzahlen wieder durchgehend unter
dem mittleren Wert der vier Vorjahre - im Dezember war der Abstand mit -15 %
besonders deutlich.
Dass die Sterbefallzahlen im Jahresverlauf 2024 teils erkennbar unter dem
mittleren Wert der vier Vorjahre lagen, hängt mit den zeitweise deutlich
erhöhten Sterbefallzahlen während der Corona-Pandemie in den Jahren 2020 bis
Verfasst von news aktuell