Rohstoffe Goldpreis: Kampf um 1.500-Dollar-Marke

Autor: Jörg Bernhard
27.06.2011, 15:20  |  2996   |   |   

Am Goldmarkt herrscht derzeit Hochspannung. Gründe hierfür gibt es zuhauf.
Zum einen, droht die europäische Schuldenkrise immer wieder hochzukochen, und zum anderen ist die psychologisch wichtige Marke von 1.500 Dollar akut gefährdet. Das Argument sicherer Hafen zieht derzeit aber nicht mehr wie gewohnt. Der Dollar gewinnt nicht nur gegenüber dem Euro, sondern auch beim Vergleich mit sechs anderen wichtigen Währungen, ausgedrückt durch den Dollarindex. Dieser markierte heute den höchsten Stand seit vier Wochen – und das ist erfahrungsgemäß eher schlecht für Gold. Für europäische Goldfans hat dies den Vorteil währungsbedingter Wertsteigerungen, schließlich wird das gelbe Edelmetall in Dollar gehandelt.  
Aus charttechnischer Sicht ist es wichtig, dass die Marke von 1.500 Dollar erfolgreich verteidigt wird. Sollte dies nicht gelingen, droht eine weitere Abwärtsbewegung, zunächst bis in den Bereich von 1.480 Dollar und danach würde die nächste markante Unterstützungszone bei 1.420 Dollar verlaufen.
Am Montagnachmittag zeigte sich der Goldpreis mit stabilen Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der am aktivsten gehandelte Future auf Gold (August) um 1,90 auf 1.499,00 Dollar pro Feinunze.

Rohöl: Flaue Konjunkturdaten

Um 14.30 Uhr wurden in den USA die persönlichen Einnahmen und Ausgaben der US-Konsumenten (Mai) veröffentlicht. Mit gegenüber dem Vormonat erzielten Wachstumsraten von 0,3 Prozent (Einnahmen) und 0 Prozent (Ausgaben) fielen die Zahlen marginal schlechter als erwartet aus. Der Ölpreis zeigte sich davon relativ unbeeindruckt.
Aus charttechnischer Sicht dominieren bei WTI-Rohöl weiterhin die Bären das Geschehen. Mit 32,5 Prozent nähert sich der Timingindikator der überverkauften Zone. Tiefer notierte der Index zuletzt Anfang Mai. Das damals ausgelöste Kaufsignal erwies sich allerdings nicht als sonderlich ergiebig, schließlich lag der WTI-Future damals mit rund 100 Dollar deutlich über dem aktuellen Kursniveau.
Am Montagnachmittag präsentierte sich der Ölpreis mit nachgebenden Notierungen. Bis gegen 15.00 Uhr (MESZ) ermäßigte sich der nächstfällige WTI-Kontrakt um 0,77 auf 90,39 Dollar, während sein Pendant auf Brent um 1,07 auf 104,05 Dollar zurückfiel.

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