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Das Vorstandsinterview Haarausfall ist ein schweres Schicksal – Jetzt macht eine neue Behandlungsmethode Mut

03.10.2012, 21:02  |  17937   |   

Haarausfall ist ein schweres Schicksal – Jetzt macht eine neue Behandlungsmethode Mut - Interview mit dem wissenschaftlichen Vorstand von RepliCel Prof. Dr. R. Hoffmann

Interview mit dem wissenschaftlichen Vorstand von RepliCel Prof. Dr. R. Hoffmann

Kurz zur Unternehmensgeschichte

An den Universitäts-Hautklinik in Marburg hat Herr Prof. Hoffmann über viele Jahre ein Forschungslabor geleitet, welche diverse Aspekte der Haarbiologie untersuchte. Zusammen mit Herrn Dr. Kevin McElwee konnte beobachtet werden, dass spezialisierte Zellen am untersten Pol der Haarwurzel, sog. Tassenzellen, in der Lage waren Haarwachstum zu induzieren und vorhandene Haare zu verdicken. Diese Zellen konnten aus einer kleinen Gewebsprobe isoliert und in Zellkultur millionenfach vermehrt werden.  Diese Beobachtung wurde zum Patent angemeldet und in 2003 im Journal of Investigative Dermatology publiziert.  Schon damals war das Ziel, hieraus eine neuartige Therapie gegen Haarausfall zu entwickeln.

Herr Dr. McElwee wechselte als "Associate Professor" zur University of British Columbia nach Vancouver, wo zunächst die Fa. TrichoScience gegründet wurde. Letztlich kam es zu einem Zusammenschluß mit der Fa. Newcastle und seit ca. 1,5 Jahren wird die Idee einer Haarzelltherapie unter dem Namen Replicel entwickelt.

Warum gab es diese Technologie bisher nicht, wie genau funktioniert es?

Die von uns beschriebenen Zellen waren nicht im Fokus der Wissenschaft und damit kam es auch zu keinen Produktentwicklungen. Lediglich die sogenannten Papillenzellen wurden und werden von konkurrierenden Firmen erforscht. Letztlich sind wir nun auf dem Weg den erzielten Erkenntnissen aus einem Tiermodell zur Anwendung beim Menschen zu übertragen. Dafür wird ein kleines Gewebsstück  (ca. 6 - 8mm) vom Hinterkopf entnommen, die Tassenzellen präpariert und in Zellkultur vermehrt.  Ist eine ausreichende Zellzahl erreicht, werden die Haarwurzelzellen in die Kopfhaut injiziert. Dort sollen die Zellen dann das Haarwachstum anregen.

Ist Ihre Technologie ethisch sauber ? Immerhin sind es ja Stammzellen ?

Stammzellen - na ja.  Wir verwenden körpereigene, adulte Haarwurzel-Vorläuferzellen, welche nichts mit der Diskussion über embryonale Stammzellen zu tun haben. Autologe, sprich patienten-eigene Stamm- bzw. Vorläuferzellen sind ethisch unantastbar und extrem sicher in der Anwendung. Hier ist Deutschland eins der führenden Länder in der Entwicklung sowohl im Bereich der Grundlagenforschung als auch im Bereich industrielle Forschung.

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21.05.19