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DAX-Chartanalyse: Neue Stufe im Trend erreicht

DAX-Chartanalyse Neue Stufe im Trend erreicht

Gastautor: Andreas Mueller
29.01.2017, 12:54  |  12072   |   |   

Die Charttechnik zieht eine Treppenstufe höher im großen Chartbild des Deutschen Aktienindex und untermauert somit das Trendverhalten. Genaue Trigger für die neue Handelswoche lesen Sie hier.

Nach einer sehr spannenden Zeit und dem „Trading in der Range“ bis zum Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Donald Trump (siehe dazu Analyse der Vorwoche ->) befreiten sich die Märkte aus der letzten Seitwärtszone und erreichten neue Verlaufshochs. Ja, sogar Allzeithochs, wie im Dow Jones mit Spannung erwartet und entsprechend medial ausgerollt. Denn er übersprang das erste Mal in seiner Geschichte die Marke von 20.000 Punkten! Auf diesen Kurssprung folgte allerdings kein Abverkauf, wie einige Marktteilnehmer erwarteten, sondern eine erneute Stabilisierung auf einem nun höheren Niveau. Doch dazu nun im Detail mehr, nach einer kurzen Aufarbeitung der Wochengeschehnisse.

 

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Die Wochen-Ideen im Rückblick

 

Wie bereits in der Handelswoche vom 16.1. bis 20.1. startete der DAX unter 11.600 in die Börsenwoche und steuerte sehr schnell auf die 11.520 zu. Dort kam es, ebenfalls wie in der Woche davor, zu einer Stabilisierung und auch gleich zu einem GAP-close. Letztlich sprach dies nur für einen richtungslosen Handel, der sein Augenmerk auf die US-Reaktionen am Aktienmarkt auf die neue Politik des neuen US-Präsidenten Donald Trump lenkte. Besonders war dies dem Dow Jones anzumerken. Er tendierte zwar aufwärts, aber hatte immer wieder im Bereich um 19.830 Probleme, neue Käufer zu begeistern. Im Chartbild stellte sich dies am Dienstagnachmittag wie folgt dar:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Im weiteren Verlauf erfolgte dann der Ausbruch auf der Oberseite, ohne jedoch die 20.000er-Marke zu erreichen. Dies sollte erst am Folgetag wahr werden. Denn hier schaffte der DAX bereits morgens den Sprung über SEINE letzte Barriere vor dem Jahreshoch. Immerhin im fünften Anlauf erst, was sehr beeindruckend wirkte:

 

(hier nachzulesen ->)

 

So ein großer Ausbruch zieht immer eine Menge Orders nach sich, die sich aus Stopp-Orders der Bären (oberhalb des Ausbruchslevels) und Kauf-Orders der Bullen (Einstieg bei Ausbruchssignal) zusammensetzten. Es macht an diesen Stellen wenig Sinn, sofort gegenzusteuern. Denn jeder Rücksetzer wird im ersten Ausbruchs-Run sofort für neue Orders in Ausbruchsrichtungen genutzt. Aus diesem Grund stellte ich am Donnerstag auch die Frage „Ausbruch grandios vollzogen, ab wann shorten?“ in die Tages-Trading-Chancen (hier nachzulesen ->)

 

Ob der DAX nun den Dow Jones inspirierte, ist sicherlich Ansichtssache. Auf jeden Fall sprang der Dow Jones bereits am Mittwoch zur Handelseröffnung dann endlich über die lang angepeilte und bisher noch nie übersprungene Marke von 20.000 Punkten. Ich verfolgte dies live am Trading-PC und bei den einschlägigen TV-Kanälen mit, auf dem ich folgenden Screen zur Untermauerung der dynamischen Bewegung seit der US-Präsidentschaftswahl machen konnte (gepostet auf meinem Facebook-Kanal):

 

 

Auch hier gab es mit Erreichung dieser Marke, genau wie beim neuen DAX-Zweijahreshoch, keinen direkten Abverkauf, sondern eher eine Konsolidierung auf diesem neuen, hohen Niveau.

 

Diese Konsolidierung beschäftigte den DAX dann bis zum Wochenende und verlief oberhalb der 11.800er-Marke und damit rund 150 Punkte über dem Vorwochenniveau vor dem Ausbruch in sicherer Entfernung:

 

(hier nachzulesen ->)

 

Das große Bild im DAX

 

Der DAX verzeichnet, wenn man die größeren Zeiteinheiten zugrunde legt, eine weitere Stufe auf seiner Treppe nach oben. Während die US-Indizes neue Allzeithochs markierten (neben dem Dow Jones auch der S&P 500 und der Nasdaq) sind es bis zum Allzeithoch im Dax noch rund 4,6 Prozent Wegstrecke. Und er legte in den vergangenen drei Monaten bereits um genau 10 Prozent zu!

 

Trotzdem muss man die alte Börsenweisheit anlegen: The trend is your friend, bis dieser gebrochen ist.

 

Zur Visualisierung stelle ich den Stundenchart seit Dezember 2015 dar, aus dem die Konsolidierungszonen sehr gut hervorgehen und die Ausbrüche auf neue Treppenstufen dargestellt sind:

 

 

Stehen wir somit ebenso da, wie mehrfach in den vergangenen 14 Monaten erlebt?

 

Szenarien für die neue Handelswoche

 

Um darauf eine Antwort geben zu können und vor allem konkrete Einstiegspunkte zu erarbeiten, zoome ich wieder in den Chart hinein und verkleinere damit das Sichtfeld.

 

Damit wird noch einmal verdeutlicht, wie schnell und auch wie dynamisch der Ausbruch erfolgte. Man kann die vorherige Treppenstufe der Konsolidierung hier in blau sehr deutlich sehen:

 

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