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DAX-Chartanalyse: Trading in der Range

DAX-Chartanalyse Trading in der Range

Gastautor: Andreas Mueller
22.01.2017, 12:46  |  9879   |  13   |   

Ein sauberes Chartbild ist die halbe Vorbereitung. So zumindest aus Sicht der Charttechniker, welche sich vornehmlich an folgenden Abläufen und Bildern orientieren. Werfen Sie doch auch einmal einen Blick auf diese Methode!

Die Vorwochenanalyse mit dem Titel „Range ist stärker als Trump“ (hier nachzulesen ->) erschreckt mich heute. Denn erneut verzeichneten wir eine Woche ohne Veränderung im DAX. Schloss der XETRA-DAX am 13.01. noch bei 11.629 Punkten, so ging er in dieser Handelswoche mit 11.630 Punkte aus dem Handel. Was soll man dazu sagen?

 

Diesen übergeordneten Stillstand muss man als Anleger so hinnehmen, als Trader kann man jedoch auf Bewegungen innerhalb der Handelswoche spekulieren. Und diese gab es auch in der vergangenen Woche zur Genüge. Ein kleiner Überblick mit Anhaltspunkten, wohin diese Bewegungen liefen und welche Ursachen sie hatten, gebe ich in dieser Analyse ebenso wie einen erneuten Wochenausblick.

 

Die Woche der Range-Kanten

 

Der Montag startete gleich mit einer starken Bewegung im Deutschen Aktienindex. Während in den USA ein Feiertag und damit kein Börsenhandel stattfand, ging der DAX gleich zum Handelsstart in Deckung. Das Unterschreiten der 11.600 löste entsprechende Stopp-Orders aus und gipfelte bereits zur XETRA-Eröffnung in einem Tief bei rund 11.530 Punkten. Von da an erholte er sich langsam aber stetig, bis auch der letzte Marktteilnehmer dann am Nachmittag das Fernbleiben der amerikanischen Marktteilnehmer bemerkte und die Volatilität schließlich zum Erliegen kam. Letztlich wenig passiert, kann man beim Blick auf die Extrempunkte der vorherigen Handelstage attestieren (siehe dazu Beitrag ->)

 

 

Schon einen Tag später hielt diese untere Begrenzung jedoch nicht mehr. Auslöser war das Thema Brexit, welches erneut auf die Tagesordnung kam und „härter als erwartet“ auf Europa wirken könnte. Damit einhergehend kam es zu weiteren Stopp-Auslösungen und Abgabedruck bis zur nächsten Treppenstufe im Chartbild, der unteren Begrenzung aus Ende Dezember. Dies war in der Vorwochenanalyse mit dem „möglichen Short-Trigger“ und diesem Chartbild vorbereitet worden (Rückblick zur Vorwochenanalyse):

 

 

Recht genau am Ende des roten Pfeils, bei rund 11.420 Punkten, drehte der Markt auf der Stelle und vollzog ein eindrucksvolles Reversal. Es war charttechnisch die untere Range-Kante aus dem Dezember. Aber natürlich gibt es auch eine entsprechende Nachrichte dazu. Englands Premierministerin May outete sich als Europa-Fan bzw. gab diese besänftigende Worte zu Protokoll: „Wollen keine Auflösung der EU, die EU muss Erfolg haben", welche ein schnelles Umdenken der Marktteilnehmer zur Folge hatten. Das morgendliche Ausbruchsniveau war somit schnell erreicht, wie ich hier (zum Nachlesen ->) darstellte:

 

 

Als dieser Bereich zurück erobert wurde, gaben die letzten kurzfristigen Bären auf und der DAX konnte sogar noch im Plus seinen Handelstag beenden. Dies galt auch für den Mittwoch, wo sich der gezeigte Bereich um 11.530 als alte & neue Unterstützung manifestierte, wie HIER (zum Beitrag ->) gezeigt wurde: 

 

 

Oberhalb dieses Bereichs näherten wir uns somit dem kleinen Verfallstag am Freitag, an dem Optionen auf den DAX-Future abgerechnet wurde. Im Vorfeld kristallisierte sich dabei die 11.600 als „Dreh- & Angelpunkt“ heraus. Denn diese Marke +/- wenige Punkte war immer wieder das Ziel einer Bewegung. Man sieht dies im Chartbild mit etwas optischen Abstand (dazu einfach kurz aufstehen, was auch gut für die Durchblutung sein soll, und einen Schritt zurücktreten) recht gut:

 

(auch im Beitrag gezeigt ->)

Und nur wenige Punkte darüber verabschiedete sich dann der DAX zeitgleich mit dem Amtsantritt des neuen US-Präsidenten Trump aus der Handelswoche. Die Antrittsrede von Donald Trump verursachte übrigens nur eine kurze Phase der Volatilität, bevor sich auch in den USA die Märkte in etwa auf Vorwochenschluss einpendelten. Der Euro erklomm zum Dollar in letzter Handelsminute noch einmal die 1,07.

 

Nun muss er liefern

 

Für die kommende Handelswoche ändert sich der Ausblick nicht maßgeblich. Da die Range(s) ziemlich sauber immer wieder an den Begrenzungen angelaufen wurde(n), bieten sie auch weiterhin eine gute Orientierung für den Handel.

 

Daher ist aus dem Stundenchart abgeleitet die 11.530-11.550 wieder meine präferierte Unterstützungszone. Bei einem Bruch (ähnlich dienstags) rechne ich mit Stopp-Auslösungen und schnellem Abgabedruck. Einen Untergang wie Starinvestor George Soros (hier auf w : o  nachzulesen ->) sehe ich jedoch nicht.

 

 

Solange der DAX jedoch darüber notiert, ist die Range sehr gut handelbar. Dazu nutze JFD Brokers und gebe dies hiermit als Quelle der Chartbilder offen an. (Ein paar Infos dazu hier ->)

 

Einen Ausbruch auf der Oberseite erkennt man erst bei Kursen über 11.640 Punkten, da hier mehrfach eine Deckelung des Kurses erfolgte. Es etablierte sich somit die letzte Barriere vor dem Jahreshoch, welches bei einem Ausbruch dann in greifbare Nähe rückt.

 

 

 

Anlass für einen Ausbruch kann sicherlich die Politik des neuen US-Präsidenten und die Umsetzung seiner wirtschaftlichen Pläne sein. In welcher Reihenfolge und welchem Umfang dies geschieht, kann Ihnen leider niemand sagen. Aus diesem Grund halte ich mich als Trader an das Chartbild und reagiere nur auf die Bewegungen, ohne diese vorab erahnen zu wollen. Das ist wesentlich entspannter für den Körper und gesünder für das Konto.

 

Wenn Sie sich somit in dieser Range nicht wohlfühlen, handeln Sie nicht! Ansonsten sind Sie gerne eingeladen, in den Tages-Trading-Chancen meine und weitere Ideen täglich zu verfolgen.

 

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Herzlichen Dank für Ihr Interesse und einen erfolgreichen Wochenstart,

Ihr Andreas Mueller (Bernecker1977)

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Kommentare

Hallo Phil,

mit etwas Abstand kann ich Dir gerne noch meine aktuelle Denkweise nachliefern und ein erstes Fazit zu meinen Worten ziehen:

Der Ausbruchsbereich war skizziert und hier (nicht nur von mir, das sahen viele andere ebenso!) mehrfach besprochen. Von daher lagen eine Menge Orders oberhalb der 11.650 und sorgten so für eine nachhaltige Bewegung. Genau darauf zielten meine Worte ab. Diese klingt auch heute noch nach, denn viele Marktteilnehmer warteten einfach ab und trauten sprichwörtlich dem Braten noch nicht.

Doch nun sieht es jeder, der Ausbruch ist vollzogen:

Bild: 164_20170126104736_2017-01-26_1dax_weekend

Soweit als kleines Fazit, wichtiger ist natürlich, und diesen Punkt nehme ich sehr gerne und dankend für die Zukunft an, der
Ausblick:

Hierzu zoome ich diesen Chart weiter auf uns zeichne eine Trendlinie ein. Solange diese nicht gebrochen ist, verbietet sich Short mit mehr als wenigen Minuten Ausrichtung. Zudem haben wir ein GAP zu gestern, was auch hier zu sehen ist.

BEIDE Hilfsmittel im Chart bilden für mich erst ein Argument, bei Bruch die Shortseite einzunehmen. Als Verkaufssignal 11.845 um präzise zu werden.

Bild: 164_20170126105257_2017-01-26_dax2

Ich hoffe dies gefällt besser ;)

Gruß Bernecker1977
Bitte nicht streiten hier oder die Emotionen überhand nehmen lassen. Das ist sicher nicht zielführend.

Offensichtlich prallen hier unterschiedliche Ansichten (Suche nach Bereichen, wo Bewegung entsteht VERSUS Suche nach konkreten Punkten) aufeinander.

Um die Sache abzukürzen schlage ich vor, dass niemand gezwungen werden sollte etwas gut zu finden oder zu lesen. Und damit entfällt auch die Rechtfertigung der anderen Seite, wie man vorgehen kann. Denn einen heiligen Gral gibt es nicht, zumindest ist er mir in den vergangenen 20 Jahren noch nicht offeriert worden.

Gruß Bernecker1977
Ahja dann erklär mal was du mit der hochwertigen Info anfangen kannst. Wir wollen doch alle lernen.
Es wurde lediglich hochwertig erklärt, wie der Kursverlauf der Vergangenheit war, daraus kann man keinen Nutzen für sich selber ableiten. Man hat ja gesehen die Trendlinien werden willkürlich verletzt, als ob es sie nicht geben würde. Somit kannst du dir wo auch immer eine Trendlinie einzeichnen und an der traden, der Erfolg wird der Gleiche sein.
???

Lies lieber mal nach wie Sups und Reses entstehen... .

Siehe auch Zeiteinheiten und dass nicht jede Order am gleichen Punkt liegt... oder warum glaubst du geht er oft im Einser durch und wird z.B. in höheren Instanzen nicht bestätigt?? Die unterstützenden oder blockenden Orders liegen ja nicht alle am selben Pip drauf.

Manmanman da wird einem hier hochwertige gratis Info von Hauptberuflichen gegeben und die Leute werden zum Tastaturhelden.
Das Problem ist, dass nicht nur keine Strategie hinter dem ganzen Text und Bildern steht, sondern eben die Linien falsch eingezeichnet sind. Die Unterstützungszone wurde jetzt mehrmals unterschritten und wieder zurückerobert. Da muss es doch jedem Leien auffallen, dass die keinerlei Wirkung hat.
So wie hier dargestellt, kann man sich irgend einen x-beliebigen Bereich aussuchen und den als Unterstützung sehen und da entsprechend traden. Eine Unterstützung die keine ist, ist eben falsch gezeichnet, oder es ist eben keine.
Warum? Weil so gezeichnet, ist es keine Strategie, die man auch in Zukunft verwenden kann. Anders gesagt, es ist keine Strategie, die erfolgreich ist, genau das muss es aber sein, damit man an der Börse langfristig Geld verdienen kann. Ich kann mir dauernd irgend welche Bereiche heraussuchen, die aber so viele Fehlsignale generieren, dass es nicht profitabel ist, danach zu traden.
Das bemängel ich ja hier, dass es eben nur Gequatsche ohne Inhalt oder Nutzen ist.

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