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Vermögensverwalter desinteressiert Frankfurt bleibt Frankfurt: Schwarm bleibt vorerst aus

08.03.2017, 17:56  |  1447   |   |   

Der Brexit wird die Vermögensverwalter wohl doch nicht von London nach Mainhattan treiben. Die Vorstandsvorsitzenden der großen Vermögensverwaltungsgesellschaften setzen weiterhin auf New York, London und Peking. 

Laut einer PWC-Studie, die der "FAZ" vorliegt, lautet die Antwort auf die Frage "Welche Städte halten Sie für die Wachstumsaussichten Ihrer Gesellschaft in den kommenden 12 Monaten für am wichtigsten?" nicht Frankfurt. Nur zwei Prozent der 185 Befragten sahen die Mainmetropole für die nächsten zwölf Monate als wichtige Stadt für Kapitalanlagen an.

Tatsächlich wurde Frankfurt noch unbedeutender als Sofia und Moskau eingestuft. Stattdessen sahen sieben Prozent der Studienteilnehmer Berlin als wichtige Stadt für Kapitalanlagen an. Damit landete die deutsche Hauptstadt hinter New York, London, Peking, Hongkong, Shanghai und Singapur auf Platz 6. Somit schwindet vorerst die Hoffnung, dass Deutschland zukünftig eine führende Rolle als neues Finanzzentrum einnehmen könnte. 

Als wichtigste Wachstumsländer für Fondsgesellschaften wurden die USA (54 Prozent), China (28 Prozent) und Deutschland (25 Prozent) genannt. Weniger Potential hätten dagegen die Länder Singapur, Russland und die Vereinigten Arabischen Emirate. Für Vermögensverwalter scheinen die USA das neue gelobte Land zu sein, denn 2016 wurden die Staaten von gerade mal 39 Prozent als wichtigste Quelle für Unternehmenswachstum angesehen.  

Immerhin beurteilen die Top-Vermögensverwalter ihre Branche als Wachstumsmarkt. 92 Prozent der Studienteilnehmer gehen davon, dass das Jahr besser abgeschlossen wird, als 2016. Die politischen Unsicherheiten scheint man zunächst auszublenden. Dies mag auch daran zu liegen, dass Vermögensverwaltung eher langfristig orientiert ist.

Eine Aussage darüber, ob Frankfurt als zukünftiges Finanzzentrum Europa bereits abgeschrieben werden kann, wäre trotz allem mehr als verfrüht.

 



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