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Ausblick auf die Handelswoche Dax und Commerzbank - Das darf jetzt nicht passieren. 

17.04.2017, 09:27  |  12336   |   |   

Die geopolitische Großwetterlage hat sich in den letzten Wochen massiv eingetrübt und nimmt den Aktienmärkten die Luft zum Atmen. Sicherheit ist Trumpf. Der Goldpreis als ein wichtiger Gradmesser der Befindlichkeiten an den Finanzmärkten hat sich auf den Weg gen Norden gemacht und derzeit sieht es danach aus, als ob sich an diesem Bild so schnell nichts ändern wird. Im Worst-Case-Szenario droht eine weitere Verschärfung der geopolitischen Großwetterlage. Von konjunktureller Seite stehen in der neuen Handelswoche keine wirklich richtungsweisenden Termine an. Die Aktienmärkte können sich - ob sie nun wollen oder nicht - ganz dem Thema Politik zuwenden...

Die laufende Konsolidierung hat sowohl den Dax als auch die Commerzbank-Aktie an wichtige charttechnische Marken gebracht. Eine Ausweitung der Konsolidierung droht beiden, aber noch besteht „Hoffnung“…

Schauen wir uns zunächst den Dax an. Der finale Schritt kam nicht. Der signifikante Ausbruch auf neue Höhen blieb dem Dax verwehrt. Mit dem aktuellen Rücksetzer kristallisiert sich zudem eine imposante Doppel-Top-Formation immer deutlicher heraus. Insofern kommt der wichtigen Unterstützung bei 11.850 Punkten nun eine große Bedeutung zu. Unter diese Marke sollte der Index nicht fallen. Passiert das, ist mit einer Ausweitung des Abwärtspotentials auf zunächst 11.450 Punkten zu rechnen, möglicherweise wird dann auch mehr daraus. Im bullischen Idealfall halten bereits die 12.000 Punkte. Auf der Oberseite limitiert der massive Widerstandsbereich 12.200 / 12.400 Punkte.

Kurzum: In der aktuellen Gemengelage drängen sich aus unserer Sicht keine Neuengagements auf. Eine Auflösung der aktuellen Situation sollte zuvor abgewartet werden. Die Lage, in der sich der Dax derzeit befindet, ist nicht ohne Brisanz. Dass sich der Index noch oberhalb der 12.000 Punkte bewegt, ist sicherlich als ein gutes Zeichen zu bewerten. Es darf aber nicht darüber hinwegtäuschen, dass sich ein gewisses Abwärtspotential aufgebaut hat. Verschärfen sich die geopolitischen Risiken, könnte sich dieses Abwärtspotential endgültig entladen… Ein striktes Risikomanagement ist jetzt unerlässlich. Erst ein signifikanter Ausbruch über die 12.400 Punkte wäre ein deutliches Statement des Dax mit Blick auf die Fortsetzung der Aufwärtsbewegung. 

Kommen wir zur Commerzbank-Aktie. Vom Zwischenhoch bei 9,0 Euro hat sich die Aktie bereits ein gutes Stück weit entfernt. Dass sie das massive Unterstützungscluster im Bereich um 8,5 / 8,7 Euro ebenfalls unterschritten hat, ist ein deutliches Warnsignal. In den nächsten Tagen steht nun die zentrale Unterstützungszone 8,0 / 7,7 Euro vor einer gewaltigen Bewährungsprobe. Diese Zone muss halten, will die Aktie nicht Gefahr laufen, noch einmal den Bereich um 7,0 Euro zu sehen. Zu den positiven Aspekten gehört, dass bei der Commerzbank-Aktie noch immer der mittelfristige Aufwärtstrendkanal intakt ist. 

Kurzum: Die 7,7 Euro müssen halten. Das ist von elementarer Bedeutung. Anderenfalls droht ein Test der 7,0 Euro. Auf der Oberseite ist die Aktie nun von massiven Widerständen gedeckelt. Stellvertretend sei auf den Bereich um 8,5 Euro und um 9,0 Euro verwiesen. 


 

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