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Verbraucherschützer Lufthansa-Ticketpreise Fall fürs Bundeskartellamt

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
14.11.2017, 18:36  |  354   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die drastisch gestiegenen Ticketpreise bei der Lufthansa sind nach Ansicht des Chefs des Verbraucherzentrale Bundesverbands (VZBV), Klaus Müller, ein Fall für das Bundeskartellamt. "Wenn die Flugpreise entgegen aller Beteuerungen steigen, war die Übernahme von Air-Berlin durch Lufthansa ein schlechter Deal für die Fluggäste", sagte Müller dem "Handelsblatt" (Mittwoch). "Jetzt ist das Bundeskartellamt gefragt, den Markt und die Preisentwicklung auf den einzelnen Strecken zu prüfen."

Es müsse verhindert werden, dass Lufthansa Ticketpreise unverhältnismäßig in die Höhe treibe. "Ich halte es deshalb für geboten, dass die Behörde jetzt prüft, ob sie ein Verfahren wegen Marktmachtmissbrauchs einleitet." Auch die nordrhein-westfälische Landesregierung sieht das Bundeskartellamt am Zug. "Die künftige Preisentwicklung für Flugreisen auf innerdeutschen Strecken bedarf sicherlich einer genauen Beobachtung", sagte Landes-Verbraucherschutzministerin Christina Schulze Föcking (CDU) dem "Handelsblatt". "Sollte sich der Trend der Preissteigerung wegen des fehlenden Wettbewerbs auf dem innerdeutschen Markt verfestigen, wird das Bundeskartellamt prüfen müssen, ob es eine Sektor-Untersuchung einleitet."


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Kommentare

Nicht das Kartellamt sondern cdu/csu, insbesondere minister dobrint, haben alles getan um dafür zu sorgen. "

Hätte Air Berlin kostendeckend gearbeitet, wäre Air Berlin nicht pleite.
So einfach ist das.
Das Kartellamt setzt auf Wettbewerb, die Kosten und die Folgen sind
den Kartellämtern völlig schnurz.
Und wie bei jedem Wettbewerb ist es so, dass es Gewinner und Verlierer gibt.
Air Berlin ist der Verlierer, Britisch Monarch ebenfalls.
Austrian Airlines und Swiss Air waren auch Verlierer.
Im Verbund mit der LH gehören sie zu den Gewinnern.
Wobei man wissen muss, die heutige Swiss ist etwas anderes
als die frühere Swiss air. Die Swiss air wurde zerlegt und nach ökonomischen Gründen wieder zusammengesetzt zur neuen Swiss. Dasselbe hätte man mit Air Berlin machen können.
Aber der LH gönnte man nicht den ganzen Brocken sondern nur einen Teil.
Ähnliches könnte mit der Al Italia passieren.
Man wird sehen. Niemand wird Alitalia mit den ganzen Altlasten
als Ganzes übernehmen wollen und niemand wird sich dazu überreden lassen.

Die Mitarbeiter mit ihren Altverträgen verhindern eine Sanierung, das haben
sie hinlänglich bewiesen.
Alitalia auflösen, neugründen mit neuen Verträgen, so wird es kommen.
oder Al Italia wird zum dauernden Kostgänger der italienischen Steuerzahler
und dank der Überschuldung Italiens letztlich zum Kostgänger der europischen Steuerzahler.
Die Leute vom Kartellamt haben doch eine Macke.
Da geht eine Firma pleite und woran
hat es gelegen?
Ganz einfach,
die zu erzielenden Flugpreise waren nicht hoch genug,
um die Kosten von Airberlin zu decken und einen minimalen Gewinn zu
erwirtschaften.
Und jetzt soll die LH der Airberlin die Pleite nachmachen?
Ja geht es denn noch?

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