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Frohe Weihnachten? Breitscheidplatz - 19.Dezember 2017

Gastautor: Rainer Zitelmann
19.12.2017, 13:50  |  1062   |   |   

Wasserwerfer, viele Absperrungen, Poller hinter Weihnachtsbäumen versteckt, Krankenwagen, offensichtliche Zivilfahnder, traurige Gesichter, schlimme Erinnerungen. Über drei Mannschaftswagen der Polizei prangen die Lichter mit dem Wort "Weihnachtsmarkt".

Ich war heute dort. Vor einem Jahr, kurz vor dem Anschlag, war ich auch ganz in der Nähe, zwei Minuten vom Ort des Schreckens entfernt. Da war noch alles normal - oder schien so. Wir wussten ja nicht, dass ein Krimineller und Terrorist, der seit langem im Visier der Behörden war, einen schrecklichen Terroranschlag vorbereitete.

Beim Gang über den Kudamm gehen mir Fragen durch den Kopf. In diesen Tagen wird viel darüber diskutiert, wie mit den Opfern und den Angehörigen umgegangen wird. Und warum Angela Merkel erst ein Jahr nach dem Anschlag mit ihnen spricht. Fühlt sie sich irgendwie verantwortlich und wich dem Gespräch deshalb so lange aus?

Merkel direkt für den Anschlag verantwortlich zu machen, ist unfair. Aber sie von aller Verantwortung frei zu sprechen, wird der Sache auch nicht gerecht. Kanzler und andere Staatsoberhäupter reklamieren gerne und schnell die Verantwortung für alle möglichen Dinge, mit denen sie nichts oder nur wenig zu tun haben, wenn diese positiv sind. So etwa für die gute Wirtschaftslage (zu der Merkel jedoch wenig beigetragen hat). Politiker tragen jedoch auch eine Mitverantwortung für Fehlentwicklungen. Die Verantwortung liegt darin, zu lange weggesehen zu haben, zu lange Probleme bagatellisiert zu haben und Prioritäten falsch zu setzen.

Mir gehen die Bilder von den Angehörigen und Überlebenden durch den Kopf, die am Sonntag in einer ergreifenden Dokumentation im Fernsehen gezeigt wurden: Von dem Mann, der verzweifelt im Baumarkt Schrauben einsortiert, weil er irgendwie vergessen will, was er erlebt hat. Von der Angehörigen, die sich entschieden hat, bei der Feuerwehr anzufangen, die ihr geholfen hat. Von dem Mann, für den der Breitscheidplatz für immer der "Eingang zur Hölle" bleiben wird, wie er sagt. Von dem Mann, der alle Zeitungsausschnitte über das Versagen der Behörden und der Politik in einem dicken Ordner sammelt, sorgfältig eingepackt in Plastikfolien. Sie alle leben in der schrecklichen Gewissheit, dass der 19. Dezember 2016 hätte verhindert werden können.

All die Absperrungen und der massive Sicherheitseinsatz heute wirkten hilflos auf mich. Sicherheit soll suggeriert werden, wo es keine gibt. Die Wahrscheinlichkeit, dass hier und heute, am 19. Dezember 2017 am Breitscheidplatz Berlin, ein weiterer Terroranschlag stattfinden wird, ist vermutlich geringer als zu jeder anderen Zeit und an jedem anderen Platz. Terroristen schlagen niemals dann und dort zu, wo man es erwartet. All die Maßnahmen sind keine Taten, sie sind weniger - sie sind die Illusion einer Tat.



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Kommentare

Meine Wut auf die wohl unfähigste Regierung auf dieser Erde , ist grenzenlos. Die Verantwortlichen der Umvolkung sollen ihrer gerechten Strafe nicht entkomen.
Als Nachtrag : Die Reisekosten Ordnung gilt natürlich nur für die Opfer. Sie gilt auch für die Schwerstverletzten des Anschlages gilt. 40 Milliarden pro Jahr für Asylbewerber stehen dagegen. Ursprünglich wollte uns die Regierung ja weismachen dass ein betrunkener polnischer LKW fahrer das alles verursacht hätte. Lügen über Lügen. Trotzdem hat diese kriminelle Kaste die sich Regierung nennt immer noch Rückhalt bei der Bevölkerung. Wer kann dies verstehen? Ich nicht. Für den Anschlag und die anderen Attacken auf unser Gemeinwohl ist nur eine Person in Verantwortung zu ziehen: Angela Merkel. http://www.achgut.com/artikel/die_reisekosten_ordnung_gilt_nur_fuer_die_opfer
den Angehörigen und Opfern des Breitscheidplatzes wurde vor dem Besuch im Kanzleramt mitgeteilt dass nur Fahrtkosten durch öffentliche Verkehrsmitteln übernommen werden. Im Vergleich dazu bekommen Asylbewerber in der Regel Taxifahrten zum Doktor erstattet. Das sagt alles über den verrotteten Zustand dieses Landes aus. Verschwendung und Unfähigkeit, dass zeichnet diese Kanzlerin und ihre Lakaienregierung aus.

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