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Aktien Frankfurt Schluss: Kurskapriolen an der Wall Street belasten auch den Dax
Foto: Boris Roessler - dpa

Aktien Frankfurt Schluss Kurskapriolen an der Wall Street belasten auch den Dax

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
06.02.2018, 18:00  |  1063   |   |   

FRANKFURT (dpa-AFX) - Die Anleger am deutschen Aktienmarkt haben angesichts der Turbulenzen am US-Aktienmarkt endgültig kalte Füße bekommen. Zwar kam es am Dienstag nicht zum befürchteten freie Fall, der Dax beschleunigte seine jüngste Talfahrt aber und schloss 2,32 Prozent tiefer mit 12 392,66 Punkten. Zum Handelsstart war das Börsenbarometer allerdings noch in Richtung 12 200 Zähler abgesackt. Seit seinem Rekordhoch bei 13 596 Punkten vor zwei Wochen hat der Dax nun fast 9 Prozent eingebüßt.

Für den Index der mittelgroßen Werte MDax ging es am Dienstag um 1,85 Prozent auf 25 238,79 Punkte nach unten. Der Technologiewerte-Index TecDax fiel um 2,89 Prozent auf 2479,93 Zähler.

Die nach der Rally der vergangenen Monate bereits herrschende leichte Katerstimmung war am Freitag nach starken US-Wirtschaftsdaten endgültig gekippt. Vor allem die Lohnentwicklung hatte Ängste vor einer stärker als erwartet anziehenden Inflation verstärkt. Das würde die US-Notenbank zwingen, die Leitzinsen schneller als bisher geplant zu erhöhen, um die Preissteigerung zu dämpfen. Steigende Zinsen wiederum gefallen Investoren nicht - sie verteuern neue Kredite und hemmen so das Wachstum.

Insgesamt bleiben Anleger denn auch nervös. Die Wall Street schwankte am Dienstag stark. Der US-Leitindex Dow Jones Industrial fiel zuletzt um ein halbes Prozent, nachdem er zwischenzeitlich zugelegt hatte. Kurzfristig könnten die Kurse zwar einen Boden gefunden haben, sagten die Chartexperten von Index-Radar. Nach dem starken Anstieg seit der letzten größeren Korrektur Anfang 2016 stünden Investoren allerdings unter Druck, Gewinne zu sichern. Das könnte die Wall Street nochmals deutlich belasten, was auch die Börsen Europas wieder stärker unter Druck bringen würde.

Anlagestratege Ulrich Stephan von der Deutschen Bank sieht aber weiterhin nur eine Gegenbewegung im heiß gelaufenen Aufwärtstrend. "Historisch gesehen sind Korrekturen von 10 bis 15 Prozent nichts Ungewöhnliches"./mis/he

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