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WisdomTree Preiskampf zwischen Schieferöl und dem Öl der Scheichs erhöht den Spread zwischen Brent und WTI:

Gastautor: w:o Gastbeitrag
15.02.2018, 11:52  |  1318   |   |   

Die Drosselung der Fördermengen durch die OPEC sorgt für eine Reduzierung der
übervollen Ölbestände und treibt die Ölpreise nach oben, wodurch die
Backwardation-Situation bei Öltermingeschäften anhält. Da 2018 verschärfte
Angebotsbedingungen erwartet werden, werden sich die Ölpreise wahrscheinlich auf
einem hohen Niveau und oberhalb des Trends halten.

Doch nicht alle Ölpreise entwickeln sich gleich. Tatsächlich übertrifft Brent WTI seit Juni
2017, was zu einer Erhöhung des Brent/WTI-Spreads auf 6 USD geführt hat – der
höchste Stand seit 2015.

Durch den steigenden Spread bieten sich Handelschancen für Ölinvestoren. In dieser
Kurzdarstellung untersuchen wir, wie Short and Leveraged Öl-ETPs bei einem
effizienten Handel der Ölpreisbewegungen eingesetzt werden können.

Die Brent-Prämie gegenüber WTI

Der Brent/WTI-Spread ist aufgrund einzigartiger Einflussfaktoren auf Angebot und
Nachfrage – sowohl für Brent als auch für WTI – einer der am häufigsten gehandelten
Spreads auf dem Rohstoffmarkt. Bei Brent handelt es sich typischerweise um Öl aus
der Nordsee, es wird jedoch auch als Referenz für die Ölpreise in Europa, Afrika und
dem Nahen Osten herangezogen. Bei WTI handelt es sich hingegen um in
Nordamerika gefördertes und raffiniertes Öl. Naturgemäß reagiert Brent dadurch im
Gegensatz zu WTI empfindlicher auf geopolitische Risiken, vor allem im Nahen Osten.
In der Vergangenheit war dies ein Haupteinflussfaktor bei der Erhöhung des Brent/WTISpreads.

Der Arabische Frühling, der im Dezember 2010 seinen Anfang nahm, ist ein
Paradebeispiel für ein Ereignis, das zu einer Erhöhung der Spreads führen kann. Die
Spreads erhöhten sich 2011 aufgrund der Sorge über die Auswirkungen einer
regionalen politischen Instabilität auf das Angebot und den Transport von Brent auf
über 20 USD pro Barrel. Heute untermauern die fortgesetzten Spannungen zwischen
dem Iran und Saudi-Arabien den Aufpreis von Brent gegenüber WTI.

Die Drosselung der Fördermengen durch die OPEC hat ebenfalls starken Einfluss auf
die Erhöhung des Brent/WTI-Spreads, da sich die verschärften Angebotsbedingungen
im Preis für Brent niederschlagen. Im Gegensatz dazu bekommen die WTI-Preise
Gegenwind von einem durch Schieferöl verursachten Überangebot, bei dem sich
keine Entspannung abzeichnet. Zusammen mit der Wiedereinführung von USÖlexporten
gegen Ende 2015 ist WTI, wie Abbildung 1 zeigt, jetzt so reichlich
vorhanden wie nie zuvor. Dies wird wahrscheinlich zu erhöhter Besorgnis um ein
Überangebot von US-Öl führen und einen hohen Brent/WTI-Spread aufrechterhalten.

Den Spread handeln

Angesichts dieser unterschiedlichen Preisdynamiken bietet die Divergenz der Brentund
WTI-Ölpreise Handelschancen für Investoren. Das einfache Beispiel für eine
Handelsstrategie unten konzentriert sich auf die Ölpreisbewegungen während des
Hurrikans Harvey.

Der Schaden, der Hurrikan Harvey den Ölraffinerien an der Golfküste von Mexiko
zugefügt hatte, wirkte sich stark auf die Kapazität von US-Raffinerien aus, wodurch die
Nachfrage nach WTI zeitweilig geschwächt wurde. Gleichzeitig kam es bei Brent zu
einem leichten Anstieg der Nachfrage, da europäische Raffinerien die Unterdeckung
aus der US-Benzinproduktion ausglichen. Folglich stiegen die Brent-Ölpreise während
des Hurrikans um fast 2,5 % mehr als die WTI-Preise.

Investoren hätten die Erhöhung des Spreads mithilfe einer einfachen Paarstrategie
handeln können: bei Brent long und bei WTI short gehen. Investoren, für die die
Kapitalerhaltung eine Rolle spielt, könnten Short and Leveraged ETPs in Betracht
ziehen, bei denen gegenüber einer Position ohne Hebeleffekt typischerweise nur ein
Bruchteil des Kapitals erforderlich ist.

Abbildung 2 verdeutlicht den Payoff für eine Long/Short-Strategie mit einem gleich
hohen Investment in unser Boost 3X Leveraged Brent Oil ETP (Tickercode: 3BRL) und
das Boost 3X Short WTI Oil ETP (3OIS) – 50 % des Kapitals fließen also in 3BRL und 50 % in 3OIS. Auf dem Höhepunkt von Hurrikan Harvey (17.–31. August) hätte die Rendite

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