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Gift-Anschlag in England Wagenknecht verlangt "seriöse" Aufklärung

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.03.2018, 14:47  |  3792   |  10   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Im Fall des Gift-Anschlags Anfang März auf einen ehemaligen russischen Spion hat Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht eine "seriöse" Aufklärung gefordert. "Bevor hier Schuldzuweisungen angebracht sind, muss erst seriös aufgeklärt werden, wer hinter dem brutalen Mordanschlag steckt", sagte Wagenknecht der "Bild" (Mittwochsausgabe). "Die Tatsache, dass dabei russisches Nervengift verwendet wurde, bedeutet nicht automatisch, dass es auch ein Auftragsmord des russischen Staates war. Es können auch kriminelle oder mafiöse Strukturen dahinterstecken."

Einen Bündnisfall für die Nato sieht Wagenknecht in dem Vorfall nicht. "Wer eine solche Kriegs-Rhetorik an den Tag legt, muss sich fragen lassen, was er damit bezwecken will: Russland ist eine Atommacht, ein militärischer Konflikt ist also komplett ausgeschlossen." Auch eine Verschärfung der Sanktionen gegen Russland lehnt Wagenknecht ab. "Die USA unter Präsident Donald Trump zetteln gerade einen Handelskrieg mit Europa an. Da halte ich es für wenig klug, der deutschen Industrie weitere Absatzmärkte zu nehmen. Wir sollten den Handel mit Russland eher ausbauen, anstatt das Land weiter zu isolieren." Auch einen Boykott der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland durch die deutsche Nationalmannschaft lehnt die Linken-Politikerin ab. "Die Weltmeisterschaft ist ein Sportereignis und wir sollten deutschen Sportlern nicht die Chance nehmen, ihren WM-Titel zu verteidigen", sagte Wagenknecht der Zeitung.

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Kommentare

Oh, man. Wieso sollte Putin denn auch seine Spur in Bezug
auf den Giftgasangriff auf den ehemaligen Kremlspion als Mafiadiktator
verwischen? :keks:

Er hat es aus seiner früheren schmutzigen Tätigkeit als Kremlagent
gelernt, dass sowas als Abschreckung dient. Das macht der Kreml
schon seit Jahrzehnten! :mad:

Wer Oppositioneller sollte auch sonst diesen größenwahnsinnigen Kremlführer als
Bein pinkeln können, die er irgendwie alle nacheinander, auch dank seiner
Sympathisanten im Ausland ausschaltet! :mad:
Natürlich ist Putin nicht " Der Gute " aber was man ihm nicht absprechen kann, ist sein klarer und scharfer Verstand.

Und da wird es für mich rätselhaft.

Ein guter Kommissar geht üblicherweise sehr vorsichtig bei einem Kapitalverbrechen zu Werke und hütet sich vor Vorverurteilungen, da oft auch falsche Spuren gelegt werden.

Vor allen Dingen sucht er nach einem plausiblen Motiv.

Dieses plausible Motiv fehlt mir hier.

Putin liegt sehr viel ( besonders bei autoritären Führungspersonen ausgeprägt ) an der weltweiten Reputation seines Landes. Daher Staatsdoping bei russischen Spitzensportlern ( dumm nur, dass es mit verfeinerten Methoden nachweisbar wurde), oder aber die Vergabe der Fussballweltmeisterschaft ( möglicherweise ist da Geld geflossen).

Dieser Vergiftungsfall ist aber international extrem rufschädigend, und das wäre auch im Vorfeld unschwer zu erkennen.

Ausgerechnet unmittelbar vor seiner Wiederwahl, vor der Entscheidung um Nordstream2
und vor der Fußball-WM. soll Putin ein solch niederträchtiges Verbrechen angeordnet haben?

Das Nervengift kann nach dem Zerfall der Sowjetunion in alle möglichen Hände gelangt sein.

Wozu Geheimdienste , wenn es um "edle staatsnützliche Ziele" geht , fähig sind, haben wir zur Genüge schon erlebt, wobei das Meiste garnicht an die Öffentlichkeit gelangt.

Das schwache Motivargument: Reine Bösartigkeit ? Sehr unglaubwürdig.

Auch das kurze Ultimatum der Briten an Russland ohne die Bereitstellung einer Probe ist sehr befremdlich.

Wem nutzt also diese grausame Tat ?

Cui bono?
curacanne schrieb: Recht hat sie, habe mich auch schon gewundert, wie schnell die Sache Putin angehängt wird.

Wie damals beim Luft-Luft-Abschuss von MH17 über der Poroschenko-Ukraine am 17.4.14. Anlässlich des runden 60.Geburtstag von Dr.Merkel, die schon auf der Lauer lag, um Putin zu beschuldigen und verschärfte Sanktionen zu fordern.
Ich gehe glaube ich, das erste mal mit Frau Wagenkneckt konform. Hut ab!. Ganz im Ernst, warum sollte die Russen denn mit "typisch russischen Giftgas" den Blick auf sich richten. Wenn Putin gewollt hätte, dass der Ex Doppelagent (immerhin für Russland Vaterlandsverräter) weg kommt, dann wäre der so unsichtbar verschwunden und nie wieder aufgetaucht.

Vielleicht hat ja auch sein 2. Arbeitgeber, der MI5 ein Problem mit seinem Ex Mitarbeiter gehabt. Für die war er genauso ein Doppelagent.

Putin ist nicht der Größte Demokrat, aber er ist mir 10x lieber wie unser irrer Freund in Amerika mit dem toten Nerz auf dem Kopf.

Grüße

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