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Kalifornien: Wer wird den größten Cannabis-Markt der Welt beherrschen?

Gastautor: Marc Davis
24.04.2018, 16:20  |  6976   |   

„Über Amerikas Multimilliarden Dollar schweren Markt für medizinisches und Freizeit-Cannabis scheint die Sonne wieder. Das ändert alles.“ Das Zitat stammt von Leith Pedersen, Präsident und Mitgründer von Sunniva Inc (CSE: SNN) (US OTC: SNNVF). Das Start-up ist auf gutem Wege das größte vertikal integrierte Cannabis Unternehmen in Kanada und Kalifornien zu werden.

Pedersen bezieht sich in seinem Zitat auf eine Ankündigung der Trump-Regierung, sich nicht bei Bundesstaaten, die für eine vollständige Legalisierung von Cannabis gestimmt haben, einzumischen. Kalifornien ist der größte Cannabis-Markt der Welt und hat kürzlich Marihuana zum Freizeitkonsum legalisiert.

Die neue Entwicklung ist ein „Game Changer“, der Sunniva die Chance bietet sich den größten Teil des weltgrößten legalen Cannabis Markts – Kalifornien - zu sichern. Sunniva baut eine 46.450 Quadratmeter große Cannabis Farm in Cathedral City, in der Nähe von Palm Springs. Die Anlage befindet sich auf dem neusten Stand der Technik und soll im dritten Quartal diesen Jahres in Betrieb gehen. Sie wird eine der größten ihrer Art in den USA sein. Es wird erwartet, dass der Ertrag des ausgedehnten Gewächshauses bei bis zu 100 Tonnen schadstofffreien Cannabis-Blüten und -ölen von pharmazeutischer Qualität liegen wird.

Es gibt drei wichtige Werttreiber, die dem Unternehmen einen Erstanbietervorteil verschaffen. Sie sollen im Folgenden dargestellt werden:

1.) Einer der kostengünstigsten Züchter von medizinischem Cannabis in Premium-Qualität

Kalifornien macht im wahrsten Sinne des Wortes reinen Tisch. Der Gesetzgeber hat dieses Jahr strenge neue Regeln bezüglich der Nutzung von Pestiziden beim Anbau von Cannabispflanzen verabschiedet. Bis zu diesem Jahr gab es eine mangelnde staatliche Regulierung bei der Qualitätskontrolle. Was bedeutet, dass fast alle der über tausend kalifornischen Cannabis-Apotheken mit Pestizidrückständen verunreinigtes Cannabis verkauft haben. Teilweise sind diese Rückstände sehr schädlich für den Konsumenten. Verschiedene unabhängige Labore haben diese Erkenntnisse in renommierten Fachzeitschriften publiziert.

Dr. Tony Holler, Sunniva’s Vorstandsvorsitzender, ist ehemaliger Arzt und ihn beunruhigen diese systematischen Gesundheits- und Sicherheitsprobleme sehr. Er sagt: „Medien in Kalifornien berichten weiterhin, dass bis zu 85% der heute in Kalifornien verkauften Cannabisprodukte übermäßige Pestizidrückstände und/oder andere Giftstoffe enthalten. Deshalb verpflichtet sich Sunniva nur Cannabis in pharmazeutischer Qualität zu züchten, dass frei von Pestiziden und anderen Chemikalien ist.“ Holler weiter: „Dieses Qualitätsversprechen ermöglicht uns einerseits vertrauenswürdige Sunniva-Marken sowie White-Label-Produkte für andere Marken zu entwickeln. Anderseits können wir so langfristige Lieferverträge mit führenden Cannabis-Händlern eingehen.“


Dr. Tony Holler, Sunniva’s Vorstandsvorsitzender

Sunniva wird eine weitgehend automatisierte, klimakontrollierte Anlage nutzen, die durch Sonnenenergie massiv Kosten spart. Hinzukommt, dass viele der bestehenden kalifornischen Cannabis-Farmen von Regulierungsbehörden geschlossen werden, da sie die neuen strengen staatlichen Richtlinien zu schadstofffreien Cannabisprodukten nicht einhalten können. Allein durch diese Entwicklung ist Sunniva ideal positioniert, um die unvermeidlichen Lieferengpässe auszugleichen.

2.) Ein nicht überlaufener Markt

Sunniva ist ein gut finanziertes professionelles Cannabis Unternehmen und ist dabei Kaliforniens beherrschender Cannabis Züchter zu werden. Der Grund dafür ist, dass Cannabis in den USA gemäß Bundesrecht illegal bleibt. Genauer gesagt: große Pharma-, Alkohol- und Tabakkonglomerate („The Big 3“), die auf dem US-Kapitalmarkt gehandelt werden, dürfen in absehbarer Zeit nicht auf diesem begehrten Multimilliarden Dollar schweren Markt tätig sein.

Trotzdem sind alle sehr darauf bedacht in der Cannabis-Industrie Fuß zu fassen. Zum Beispiel kaufte Constellation Brands (NYSE: STZ) kürzlich eine 10-prozentige Beteiligung in Höhe von 245 Millionen kanadischen Dollars (rund 191 Millionen US-Dollar) an Kanadas führendem Cannabis-Unternehmen Canopy Growth (TSX: WEED). Was bedeutet das? Es bedeutet, dass die „drei großen Branchen“ eine große Geschäftsmöglichkeit wittern und gerade dabei sind in den globalen Cannabis-Markt zu investieren. Da sie an hohe Profite glauben, macht es für die Branchengiganten durchaus Sinn in Kanadas große Cannabis-Züchter zu investieren, solange ihr Aktienkurs noch relativ niedrig ist.

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