DAX+0,85 % EUR/USD-0,15 % Gold-0,31 % Öl (Brent)-0,20 %

Digitale Finanzangebote Arztbesuch per Smartphone? Dank Insurtech schon heute möglich!

Gastautor: Markus Jordan
03.05.2018, 13:47  |  795   |   |   

Der Durchschnittsdeutsche hat sechs Versicherungen und gibt dafür im Jahr mehr als 2.100 Euro aus, weiß der Bund der Versicherten (BdV). Während Fragen nach der richtigen Geldanlage für viele Kleinverdiener erst spät zu einem Thema werden, gehen Versicherungen alle an. Eine Haftpflichtversicherung ist die Mindestausstattung, die jeder Mensch in Deutschland haben sollte. Berufstätige sollten sich darüber hinaus gegen Berufsunfähigkeit oder Unfälle versichern. Für Autofahrer ist die KFZ-Haftpflicht sogar vorgeschrieben, eine Vollkasko-Versicherung ist abhängig vom Restwert des eigenen Fahrzeugs ebenfalls sinnvoll. Weitere Policen sind optional, aber alles andere als sinnlos: Die Hausratversicherung sichert das eigene Inventar ab und greift beispielsweise bei Einbrüchen oder Fahrraddiebstahl. Wer zudem häufig verreist, sollte über eine Auslandskrankenversicherung nachdenken, die auch den Rücktransport nach Deutschland ermöglicht.

Darüber hinaus gibt es eine Reihe von Versicherungen aus der Kategorie nützlich, aber nicht nötig: Beispiele sind die Rechtsschutzversicherung oder auch Policen, die Defekte bei Haushaltsgeräten bis hin zu Smartphones abdecken. Die Lebensversicherung galt über Jahrzehnte als sichere Sache, hat aber teilweise an Attraktivität eingebüßt. Als besondere Form der Lebensversicherung kann eine Risikolebensversicherung dabei helfen, Familien im Todesfall des Hauptverdieners abzusichern. Vor allem dann, wenn Immobilien abbezahlt werden müssen, bietet sich ein solches Vorgehen sogar an.

Digitale Assistenten helfen, Versicherungen zu vergleichen

Egal wie Menschen zu Versicherungen stehen, ob sie eher vorsichtig oder entspannt mit potenziellen Risiken umgehen: Über die Jahre sammeln sich in der Regel mehrere Versicherungsverträge an. Dabei den Überblick zu behalten, ist schwer. Wer einen guten Versicherungsmakler hat, kann froh sein. Oft jedoch favorisieren Versicherungsmakler Anbieter, mit denen sie seit jeher eng zusammenarbeiten. Wirklich unabhängig arbeiten nur wenige Makler. Doch gerade bei Versicherungen lohnt es sich, zu vergleichen. Oftmals sind Altverträge völlig überteuert oder bieten keine ausreichenden Leistungen. Doch den Vergleich trauen sich nur die wenigsten Kunden zu: Wer schaut schon gerne ins Kleingedruckte, vergleicht und sucht nach Alternativen? Hier können clevere Startups aus dem Insurtech-Bereich helfen.

Insurtech vereint als Begriff die Worte Insurance (engl. für Versicherung) und Technologie. Beispielsweise bieten Unternehmen wie Clark (► Zum Testbericht) oder Knip an, alle bestehenden Versicherungsverträge zentral auf ihren Plattformen zu bündeln. Der Mehrwert für Kunden: Eine größere Transparenz und Übersicht. Hinzu kommen passgenaue Verbesserungsvorschläge. Reicht ein Versicherungsschutz nicht aus oder gibt es günstigere Angebote, melden sich die smarten digitalen Assistenten. Auch Vertragsoptionen, wie beispielsweise nach Heirat oder der Geburt eines Kindes, berücksichtigen Insurtech-Startups automatisch und gleich für alle Verträge. So wird es leicht, im Versicherungs-Dschungel den Durchblick zu behalten.

Arztbesuch per Smartphone? Dank Insurtech schon heute möglich!

Doch Insurtech ist mehr, als nur die Verwaltung bestehender Versicherungs-Policen. Je mehr Kunden Versicherungs-Apps nutzen, desto eher besteht auch die Möglichkeit, besonderer Tarife und anderer Vorteile. Selbst maßgeschneiderte Versicherungslösungen sind auf digitalem Wege möglich. Dass selbst ein sensibles Thema wie die eigene Gesundheit bei Insurtechs gut aufgehoben ist, zeigt ottonova. Das Startup will als erste digitale Krankenversicherung Top-Leistungen zu günstigen Konditionen bieten und dabei langfristig stabile Beiträge sichern. Mit dabei: Der virtuelle Arztbesuch inklusive Diagnosen, Therapieempfehlungen und sogar Krankschreibungen – digitaler geht Versicherung nicht.

Die beliebtesten Insurtechs:

Ottonova wurde 2015 als digitale Krankenversicherung gegründet. Mit im Team: Mediziner, Informatiker, Mathematiker und erfahrene Geschäftsleute. So soll eine innovative Versicherungs-Lösung für alle entstehen, die beim Thema Krankenversicherung neue Wege gehen wollen, ohne solide Pfade zu verlassen. Ottonova ist Mitglied im Sicherungsfonds und kann sämtliche vertraglich zugesicherten Leistungen lebenslang garantieren.

Clark (► Zum Testbericht) versteht sich als digitaler Versicherungsordner, der zudem noch mitdenkt. Bestehende Policen können leicht zu Clark umgezogen werden. So wird es leicht, Versicherungen zu verwalten und Sparpotenziale zu entdecken. Innovative Software hilft dabei, den Versicherungsschutz zu optimieren. Clark arbeitet mit 160 Versicherungsunternehmen zusammen.

Friendsurance sorgt dafür, dass sich Versicherte zu Gruppen zusammenschließen können, die dann bestimmte Versicherungen gemeinsam nutzen. Ein Teil der Versicherungsbeiträge fließt in einen Topf. Treten Schadensfälle innerhalb der Gruppe auf, werden diese zuerst aus diesem Topf beglichen. Ist der Schaden größer, springen Versicherer ein. Am Ende des Jahres wird der Inhalt des Topfs an alle Versicherten ausgeschüttet. So bekommen Friendsurance-Nutzer bei voller Absicherung einen Teil ihrer Beiträge zurück.

Weitere Insurtechs:

  • mypension (Altersvorsorge)
  • gonetto (Versicherungsvergleich)
  • Fairr (Riester, Rürup oder bav – einfach digital)
  • Schutzklick (Produktversicherungen schnell und einfach)
  • Treefin (Digitaler Finanzassistent)
  • Getsafe (Haftpflicht ohne Papierkram)

 

Schreibe Deinen Kommentar

Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren. Anmelden | Registrieren

 

Disclaimer

Aus der Community
LUS Wikifolio-Index BITCOIN performance Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni
LUS Wikifolio-Index BITCOIN, ETHEREUM & GOLD Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni
LUS Wikifolio-Index BITCOIN performance Index Zertifikat Open-End (LASW)
Chart: arniarni