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Umweltministerin Deutsche Klimaziele werden stärker verfehlt

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
18.06.2018, 00:00  |  7107   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Deutschland muss sich darauf einstellen, seine Klimaziele noch stärker zu verfehlen als bislang gedacht. "Die Annahmen, die da zugrundeliegen, sind leider nicht so wahrscheinlich", sagte Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) der "Süddeutschen Zeitung" (Montagausgabe). "Vor allem wurde überschätzt, was die bisherigen Maßnahmen bewirken. Sie reichen schlicht nicht."

Erst vorige Woche hatte die Bundesregierung in ihrem Klimaschutzbericht eingeräumt, dass Deutschland bis 2020 statt der angestrebten 40 Prozent weniger Treibhausgase nur 32 Prozent Minderung gegenüber 1990 erreichen kann. Es könne "sogar noch schlimmer kommen", sagte die SPD-Politikerin nun. Mittlerweile hätten viele andere Länder beim Klimaschutz aufgeholt. "Vorreiter waren wir mal, über viele Jahre", sagte Schulze. "Aber wir sind zu lange stehen geblieben." Damit drohten Deutschland nun "peinliche" Konsequenzen. So müsse sich die Bundesrepublik bei anderen Ländern "freikaufen", weil sie die EU-Ziele nicht einhalte. Schon deshalb brauche es gesetzliche Regeln für die Einhaltung der Klimaziele. Sie gehe aber davon aus, dass auch Angela Merkel Druck mache. "Ich glaube nicht, dass die Kanzlerin zulassen kann, dass wir uns international weiterhin komplett blamieren", sagte Schulze. Von diesem Montag an ist sie Gastgeberin des Petersberger Klimadialogs, eines Treffens von mehr als 30 Umweltministern aus aller Welt. Es dient der Vorbereitung des nächsten Klimagipfels, der im Dezember im polnischen Kattowitz stattfindet.

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Kommentare

einfach alle kohleblöcke die älter als 40 jahre sind abschalten - dann ist das problem gelöst - so gehen alleine 8-9GW an braunkohle-kraftwerken (ca. 50% der instalierten leistung) unverzüglich vom netz.

damit kommen dann die g&d-blöcke auch wieder zu etwas mehr vollaststunden und ev. bekommt siemens auch mal wieder den ein oder anderen auftrag in den nächsten 10 jahren für die unterausgelastete produktion von gasturbinen in berlin (30 stück pro jahr können sie bauen - wenn eine - oder zwei - davon in D pro jahr landet aus der HL-Klasse - dann wäre das ja mal ein anfang - und völlig hinreichend um 2030 60-80% erneuerbare und für den rest im wesentlichen gas einzusetzen ...)
.... "Ich glaube nicht, dass die Kanzlerin zulassen kann, dass wir uns international weiterhin komplett blamieren" ...
Da habe ich keine Angst vor, dass schafft sie problemlos ALLEIN.

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