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Brauchen wir ein neues Geldsystem?

Nachrichtenquelle: Pressetext (PM)
18.08.2018, 12:15  |  735   |   |   

Wien (pts002/18.08.2018/12:15) - Zehn Jahre nach der Lehman-Pleite scheint die Finanzkrise überwunden zu sein. "Eine Finanzkrise ist überwunden, doch die nächste folgt mit Sicherheit", kommentiert der Philosoph Hubert Thurnhofer, der sich seit vielen Jahren mit den fundamentalen Fragen des Finanzsystems beschäftigt. Erst kürzlich ist auf dem Portal ethik-heute.org sein neuester Artikel erschienen: "Brauchen wir ein neues Geldsystem?"
https://ethik-heute.org/brauchen-wir-ein-neues-geldsystem/

In einer Kampagne zur Volksabstimmung haben die Schweizer Initiatoren der Vollgeldinitiative auf die Systemfehler des internationalen Finanzsystems hingewiesen. Doch die Analyse der Schweizer war aus Sicht des Wiener Philosophen nicht tief genug: "Die Vertreter der Vollgeld-Idee gehen von der naiven Vorstellung aus, dass Banken Dienstleistungsunternehmen sind, die ihr Geld mit der Verleihung von Krediten verdienen. Doch spätestens seit Basel III ist es nicht mehr lukrativ, Kredite zu vergeben, und die Banken wollen und müssen Geld verdienen. Mehr denn je spekulieren die Banken daher mit Derivaten. Die Finanzkrise 2007 war nur ein kleines Intermezzo, die Subprime-Krise scheint vergessen zu sein." Das Konzept der Vollgeldinitiative wurde bei der Volksabstimmung am 10. Juni übrigens mit großer Mehrheit abgelehnt - weil es angeblich zu radikal war. Ausgerechnet die Notenbank, die damit mehr Einfluss auf das Geldgeschäft bekommen hätte, hat vor einem "gefährlichen Experiment" gewarnt.

Bereits Anfang 2016 hat Thurnhofer in der Unternehmerzeitschrift a3eco eine Analyse über die finanzindustrielle Revolution publiziert und darauf hingewiesen, dass die industrielle Produktion von Finanzderivaten der Realwirtschaft nicht im Geringsten nutzt. Mehr noch, die finanzindustrielle Revolution hat die demokratischen Strukturen unterwandert und führt eine Eigenleben mit einer entsprechenden Eigendynamik. "Die Finanzbranche ist zur Irrealwirtschaft mutiert", so Thurnhofer.
http://goo.gl/9kkhF5

Während die meisten Experten davon ausgehen, dass die Krise überwunden sei, denkt der Philosoph und Autor des Buches Moral 4.0 intensiv über Alternativen zum bestehenden Finanzsystem nach: "Das bestehende Geldsystem ist mittlerweile mit so vielen Altlasten und systemischen Fehlern beladen, dass es nicht mehr reformierbar ist. Nur eine komplette Neuprogrammierung, ein komplett neues System kann uns eine humanere Zukunft sichern. Erstmals in der Geschichte ist es mit kollektiver Intelligenz und Internet 4.0 möglich, ein neues System parallel zum bestehenden System aufzubauen und zu implementieren." Ein Thesenpapier, das Zeitgeldmanifest, hat der Autor im Februar 2017 online gestellt.
http://goo.gl/Q6fHFR

Hubert Thurnhofer
Moral 4.0
ISBN 9783744890977
http://www.ethos.at
Inhalt: http://wck.me/12ai
Über den Autor: http://wck.me/12aj
Rezensionen auf amazon: http://wck.me/12ak

(Ende)

Aussender: Projekt Ethos
Ansprechpartner: Diana Widra
Tel.: +43 699 1266 0929
E-Mail: office@ethos.at
Website: www.ethos.at

[ Quelle: http://www.pressetext.com/news/20180818002 ]

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