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Freihandel USA-Mexiko-Deal: Raketentreibstoff für die Börse - NASDAQ Composite durchbricht Schallmauer

28.08.2018, 17:30  |  2672   |   |   

Der NASDAQ Composite-Index durchbrach gestern zum ersten Mal in seiner Geschichte die Marke von 8.000 Punkten. Die Einigung über einen Handelsvertrag zwischen den USA und Mexiko war der Hauptauslöser für den Höhenflug.

Die Börse NASDAQ listet unter dem Datum von gestern (27.08.2018) den Punktestand von 8017,89 des NASDAQ Composite-Index (ISIN: XC0009694271) als "statistischen Meilenstein".  Zum ersten Mal in seiner Geschichte durchschlug der größte Aktienindex an der NASDAQ, in dem über 3.000 Tech-Unternehmen gelistet sind, die 8.000er-Marke. 

Parallel zum NASDAQ Composite-Index erreichte auch der S&P 500 am Vorabend in den USA Rekordwerte. Ein Ende der Börsen-Rallye ist bis dato noch nicht in Sicht. Bei den Einzelwerten legten vor allem Autoaktien wie Ford, General Motors und Fiat Chrysler teilweise um fünf Prozent zu.

Infolge der Nachrichten über die Einigung zwischen den amerikansichen Nachbarländern stieg auch der DAX. Man kann davon ausgehen, dass die Einigung positive Effekte für deutsche Autohersteller und -zulieferer hat, da deutsche Auto-Firmen in Mexiko für den Markt in den USA produzieren. Die Kurse der deutschen Autoaktien reagierten kurzfristig positiv mit einem Plus von bis zu drei Prozent.

Das neue USA-Mexiko-Freihandelsabkommen löst das bisherige NAFTA-Abkommen ab, an dem bislang auch Kanada beteiligt war. Es beflügelt die Hoffnung der Marktteilnehmer, dass die internationalen Handelsstreitigkeiten nicht noch weiter eskalieren. Vor allem im Hinblick auf China hoffen die Börsen, dass der Zoll-Krieg nicht zu sehr ins Kontor schlägt und vielleicht sogar eine Einigung zwischen den USA und China möglich ist.

Zwei Fragen beschäftigen die Wall Street zurzeit: Erstens wie lange hält der Deal zwischen den USA und Mexiko? Und zweitens: Wann geht der längste Bullenmarkt in der Börsen-Geschichte zu Ende? Wenn man davon ausgeht, dass die Hausse beim S&P 500 am 09. März 2009 begann, dauert der Bullenmarkt jetzt schon 3.456 Handelstage an. Anfang März 2009 startete nach der Finanzkrise die Aufholjagd der Börsianer. Der S&P 500 konnte vom 9. März 2009 bis heute ein Kursplus von über 300 Prozent verzeichnen.

Quellen:

NASDAQ

Reuters

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4 Kommentare

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Kommentare

Donald Trump hält, was er seinen amerikanischen Wählern versprochen hat: Arbeitsplätze!

Das ist völlig irritierend für unsere Angela Merkel alias Aniela Kazmierczak mit ihrem Credo: "Nach der Wahl ist nicht vor der Wahl!"

Trump wird von Merkels Establishment als Populist diffamiert und gehasst, weil er den Zusammenhang zwischen Schaffung von Arbeitsplätzen und Wählerstimmen beachtet.

"America First!"

Wir Deutsche brauchen eine Regierung und ein Establishment, für die als entsprechende oberste Leitlinie gilt: "Deutschland über alles!" - "Germany First!"

APA, 3.4.2018 US-Präsident Donald Trump hat sich über das seit 1994 bestehende Freihandelsabkommen NAFTA immer wieder kritisch geäußert und mit einem Ausstieg gedroht. Das Abkommen benachteiligt seiner Ansicht nach vor allem die heimische Autoindustrie und kostet Arbeitsplätze in den USA.

Trump sagt was er denkt - und macht was er sagt!

Deshalb wird er von Merkel gehasst. Die Abneigung besteht auf Gegenseitigkeit: Er hasst ihre Immigrationspolitik gegenüber den Europäern. "Sie ist eine Katastrophe für die Deutschen!"
@unnerfrangge

Als unterfränkischer Altersgenosse halte ich es für sehr gewagt, den herrschenden globalzionistischen Finanzkapitalismus mit einem sozialistischen Bullenmarkt zu vergleichen.

Allerdings könnte "what-ever-it-takes" ebenfalls bald im Chaos enden.

Hoffentlich gelingt es Donald Trump das schlimmste zu verhindern, sofern das in USA abgelöste Establishment endlich mal Ruhe gibt. Schlechte Verlierer sind das! Fragen, Kienzle? Nein, Hauser!
Wann geht der längste Bullenmarkt in der Geschichte zu Ende?Eigentlich eine dumme.leicht zu lösende Frage.Der direkte Vorgänger dieses Bullenmarktes war der Kommunismus!Die Notenbank des sozialistischen Systems war das Politbüro.Es entschied in "what-ever-it-takes-fünfjahresplänen,was geschehen soll & wird!Und so geschah es beinahe 5 Jahrzehnte lang,bis der sozialistische Bullenmarkt im Chaos endete!Noch Fragen,Kienzle,nein Hauser(für meine Altersgenossen.)
ABER: Der Deal beinhaltet einen Auflage für die Autobauer ;) - die Autos müssen mit einem Arbeiter-Stundenlohn von 16.- Dollar produziert werden! Und die deutschen Hersteller bezahlen in Mexiko grad mal knapp über 2 Dollar! Das wird nicht so gut enden für den Deutschen Fuhrpark wie man vorerst glaubt ;) - so fürchte ich.

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