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Wie man in Cannabis-Aktien investiert – der komplette Guide

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
19.10.2018, 23:04  |  2582   |   |   

Der weltweite Markt für Cannabis wächst und wächst. Weltweit gab man 2017 laut ArcView Market Research und BDS Analytics 9,5 Milliarden USD aus. Man erwartet, dass die Gesamtsumme bis 2022 auf 32 Milliarden USD ansteigen wird, was einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate von 27,5 % entspricht.

Bei dieser Art von Wachstum ist es kein Wunder, dass viele Investoren in börsennotierte Cannabis-Aktien investieren wollen. Aber was ist da der beste Ansatz? Hier sind sieben wichtige Schritte. Man muss:

  1.  die einzelnen Cannabisprodukte verstehen und unterscheiden können.
  2.  die verschiedenen Arten von Cannabis-Aktien kennen.
  3.  sich über das Risiko von einer Anlage in Marihuana bewusst sein.
  4.  genau wissen, was man von einer Cannabis-Aktie erwartet.
  5.  die besten Marihuana-Aktien und ETFs gegeneinander abwägen.
  6.  sorgfältig investieren.
  7.  aufmerksam die sich ändernde Dynamik der Branche verfolgen.

Hier nun alles, was man über diesen Prozess aus sieben Schritten für eine Investition in die rasant wachsende Marihuana-Branche wissen muss.

1. Die einzelnen Cannabisprodukte verstehen und unterscheiden können

Es gibt zwei große Kategorien von Cannabisprodukten: medizinisch verwendetes Marihuana und Marihuana zum Freizeitgebrauch. Und innerhalb dieser beiden Kategorien gibt es wiederum mehrere spezifische Arten von Produkten.

Medizinisch eingesetztes Marihuana ist derzeit in 30 US-Bundesstaaten und in mehreren Ländern der Welt, darunter in Kanada und Deutschland, weitgehend legal. Ein Rezept von einem Arzt ist in der Regel erforderlich, damit Patienten medizinisches Marihuana erhalten. Es wird häufig bei Angstzuständen, Depressionen, Schmerzen und Stress verschrieben.

Medizinisch verwendetes Marihuana, auch als medizinisches Cannabis bezeichnet, kann eingeatmet werden, indem man entweder getrocknete Blüten- oder Vaping-Konzentrate raucht. Es kann auch über verzehrbare Produkte konsumiert werden, oder über Getränke, die mit Cannabis angereichert sind. Es gibt sogar Cremes und Lotionen, die Marihuana oder chemische Inhaltsstoffe aus Cannabis enthalten.

Eines der am häufigsten in der Medizin verwendeten Marihuana-Produkte ist Cannabidiol (CBD). CBD ist eine von vielen Chemikalien in der Cannabispflanze, die als Cannabinoide bekannt sind. Es hat allerdings nicht die psychoaktiven Eigenschaften eines anderen wichtigen Cannabinoids, Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC), sondern scheint mehrere potenzielle gesundheitliche Vorteile für sich verbuchen zu können. Im Juni 2018 genehmigte die U.S. Food and Drug Administration (FDA) das erste CBD-basierte Medikament, Epidiolex, zur Behandlung von zwei seltenen Formen der Epilepsie, dem Dravet-Syndrom und dem Lennox-Gastaut-Syndrom (LGS).

Die FDA hat drei THC-basierte Medikamente – Marinol, Cesamet und Syndros – für die Behandlung von Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie zugelassen. Marinol und Syndros erhielten auch die Zulassung zur Behandlung von AIDS-bedingter Anorexie. Allerdings werden alle drei Medikamente mit synthetischem THC und nicht mit Verbindungen aus Cannabispflanzen hergestellt.

Marihuana für den Freizeitgebrauch ist derzeit in neun US-Bundesstaaten und dem District of Columbia für Erwachsene zugelassen. Uruguay hat Cannabis bereits 2013 auf nationaler Ebene legalisiert. Das kanadische Parlament stimmte für die Legalisierung von Marihuana für den Freizeitgebrauch, der kanadische Marihuana-Markt wird jetzt im Oktober 2018 eröffnet.

Man kann davon ausgehen, dass viele Konsumenten von Marihuana-Produkten eher die psychoaktiven Eigenschaften von THC bevorzugen. Das Rauchen von Cannabisblüten ist die häufigste Art der Verwendung in den US-Bundesstaaten, die Marihuana zum Freizeitgebrauch legalisiert haben. Allerdings haben sich Vaping-Konzentrate und der Verzehr von Cannabis-Food-Produkten verstärkt durchgesetzt.

2. Die verschiedenen Arten von Cannabis-Aktien kennen

So wie es verschiedene Arten von Marihuana-Produkten gibt, gibt es auch verschiedene Arten von Marihuana-Aktien. Die drei Haupttypen sind:

  • Marihuana-Anbauer: Diese Unternehmen, zu denen Canopy Growth und viele andere gehören, bauen Marihuana an (oft in Innenräumen und Gewächshäusern), ernten die Pflanzen und vertreiben die Endprodukte an Kunden.
  • Biotechs mit Cannabis-Fokus: Biotechs wie GW Pharmaceuticals, die sich stark auf die Entwicklung von Cannabinoid-Medikamenten konzentrieren.
  • Anbieter von Nebenprodukten und Dienstleistungen: Diese Unternehmen unterstützen Marihuana-Züchter, indem sie Produkte und Dienstleistungen wie Hydrokulturprodukte und Beleuchtungssysteme. Verpackungslösungen und Managementdienstleistungen anbieten – ein Kernbereich für etwa Scotts Miracle Gro.

3. Sich über das Risiko von einer Anlage in Marihuana bewusst sein

Die Investition in jede Art von Vermögenswert birgt ein gewisses Risiko. Jedoch birgt die Investition in Cannabis-Aktien gleich mehrere Risiken, über die man sich im Klaren sein muss.

Rechtliche und politische Fragen

Man muss unbedingt im Kopf haben, dass der Verkauf von Marihuana in den USA auf Bundesebene illegal bleibt. Dies bedeutet, dass die Gefahr besteht, dass das US-Justizministerium jederzeit gegen Cannabis-Unternehmen vorgehen könnte, die in Bundesstaaten ihren Betrieb haben, die eigentlich Marihuana entweder für medizinische oder Freizeitzwecke legalisiert haben.

Dieses Risiko wurde im Januar 2018 noch einmal deutlich, als US-Generalstaatsanwalt Jeff Sessions eine Obama-Entscheidung aufhob. Die hatte die US-Bundesregierung weitgehend davon abgehalten, sich in US-Bundesstaaten einzumischen, die Marihuana legalisiert hatten. Staatsanwälte hatten demnach die Weisung, Fälle an lokale Jurisdiktive zu verweisen, wenn es darum ging, Gesetzesbrüche mit Cannabis-Bezug zu verfolgen.

Seitdem hat Präsident Trump öffentlich erklärt, dass er die legislativen Bemühungen unter der Leitung von Senator Cory Gardner aus Colorado unterstützen würde. Dessen Staat erlaubt legales Freizeit- und medizinisches Marihuana. Die Staaten sollen ihre eigenen Marihuana-Gesetze durchsetzen, ohne Angst vor einer Intervention von Bundesebene. Es gibt jedoch derzeit noch keine Garantie, dass diese Gesetzgebung auch in Kraft treten wird.

Darüber hinaus stellt das aktuelle US-Bundesgesetz strenge Beschränkungen für Banken und Finanzinstitute auf, die sich mit Geschäften im Cannabisbereich befassen. Infolgedessen kann es für viele US-Marihuana-Unternehmen schwierig sein, Kapital durch Kreditaufnahme aufzubringen oder überhaupt nur Konten zu eröffnen.

Ungleichgewichte zwischen Angebot und Nachfrage

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