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Europa SPD-Europa-Spitzenkandidatin will neues Brexit-Referendum

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
20.10.2018, 01:00  |  982   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die SPD-Spitzenkandidatin für die Europawahl, Katarina Barley, hat die Regierung in London aufgefordert, ein zweites Referendum über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union abzuhalten. "Zu dem Zeitpunkt, als das Referendum stattfand, hatten weder Befürworter noch Gegner eine konkrete Vorstellung, was ein Austritt aus der EU bedeuten würde", sagte die jetzige Bundesjustizministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Samstagsausgaben). "Ich bin der Meinung, dass die Briten noch einmal die Gelegenheit bekommen sollen, über den Brexit abzustimmen."

Barley warnte zugleich vor einem ungeordneten Brexit, sollte es nicht zu einem Vertrag zwischen der EU und Großbritannien kommen. "Die Folgen könnten dramatisch sein", so Barley. Es gäbe für unendlich viele Fragen keine Regelung - vom Status der jeweiligen Staatsbürger bis hin zum Flugverkehr zwischen Großbritannien und dem Kontinent. Zugleich forderte die SPD-Spitzenkandidatin eine "neue Balance" in der europäischen Finanzpolitik. "Jeder Mitgliedstaat muss Verantwortung übernehmen - allerdings ohne dabei drangsaliert zu werden", so Barley. Deutschland dürfe "nicht schulmeisternd oder belehrend werden". Den Ansatz, alle müssten es so machen wie die Deutschen, finde sie "ausgesprochen problematisch". Sie finde es "nicht angemessen", wie mit den Südeuropäern umgegangen worden sei. Barley rief Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) dazu auf, dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron "endlich eine Antwort" auf seine Reformvorschläge für die Euro-Zone zu geben. "Ich wünsche mir von Angela Merkel hier deutlich mehr Entschlossenheit", so die Justizministerin.

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Kommentare

Man sollte auch in Deutschland endlich Cannabis legalisieren.

Uns würde es helfen, entspannt zu bleiben, wenn wir solche Äusserungen lesen.

Und ihr würde es vielleicht auch helfen!
Frau Barley gehört nach meinem Eindruck zu den Politiker(inne)n, bei denen Kompetenz und Eigenwahrnehmung am weitesten auseinanderklafft. So ähnlich wie bei Schulz - höchst bescheidenen Fähigkeiten steht ein aufgeblähtes Ego gegenüber, das sich ohne weiteres als für höchste Ämter geeignet ansieht.
Was die Frau hier von sich gibt, sind Plattitüden und Binsen - banales Zeug, was schon zigfach von anderen gesagt wurde, ohne Wirkung, ohne Informationswert, lediglich dummes Geplapper.
Schön wäre es, wenn die Medien so etwas mal unbeachtet lassen könnten, denn es lohnt nicht, sich gedanklich damit zu beschäftigen.
Die Liste der deutschen Justizminister(innen)
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_deutschen_Justizminister
zeigt, dass die Fußstapfen, in die Barley tritt, viel zu groß für dieses politische Fliegengewicht sind. Das war ja auch schon bei ihrem Vorgänger, dem Maasmännchen, so und zeigt, dass die SPD inzwischen überhaupt keine Politiker von Rang mehr aufzubieten hat. Dass Nahles, Schulz, Stegner, Schwesig & Co. das anders sehen, ist natürlich klar ;) ...

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