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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag

Gastautor: Börse Stuttgart
27.12.2018, 14:48  |  447   |   |   
STUTTGART (BOERSE STUTTGART GMBH) - Euwax Trends an der Börse Stuttgart Leitindex markiert neues Zwei-Jahres-Tief DAX: Eine "schöne" Bescherung Es ist verrückt. Anders kann man es in diesen Tagen wohl kaum bezeichnen. Nach dem Ausverkauf zu Beginn der Woche, verzeichnen Dow und Co. an nur einem Handelstag Gewinne von mehr als fünf Prozent. Was ist da los? Angesichts der jüngsten Ausschläge an den US-Börsen von steigender Volatilität zu sprechen, ist wahrscheinlich ein wenig untertrieben. Es ist eine wilde Achterbahnfahrt die Anleger an den US- Börsen in diesen Tagen beobachten dürfen - mit völlig ungewissem Ausgang. Noch an Heiligabend wurden die großen Abgesänge auf den US-Aktienmarkt angestimmt. Angesichts der teilweise drastischen Rücksetzer wenig verwunderlich. Doch was nun passierte, damit hat eigentlich kaum jemand gerechnet: Allein der Dow Jones feierte den zweithöchsten Tagesgewinn seiner Geschichte und ging mit einem Plus von rund fünf Prozent aus dem Handel. Ganz ähnlich, und teilweise sogar noch etwas besser (z.B. NASDAQ), lief es an den übrigen US-Aktienindizes. Auslöser für die gestrige Rally waren offenbar überraschend gute Nachrichten aus dem Einzelhandel. So zeigt sich dieser sehr zufrieden mit dem jüngsten Weihnachtsgeschäft. Bei Mastercard beispielsweise freut man sich über erneut gestiegene Umsätze. Amazon spricht von einem „Rekordniveau“, was der Aktie zuletzt ein Plus von fast zehn Prozent bescherte. Selbst Aktien von „traditionellen“ Einzelhändlern wie Walmart konnten gestern ebenfalls um mehr als fünf Prozent zulegen. Also alles wieder gut? Nicht unbedingt. Vor allem institutionelle Anleger trauen dem gestrigen Frieden nur bedingt. Am deutschen Leitindex gingen die Turbulenzen der vergangenen Tage fast schon ein wenig spurlos vorüber - so sah es zumindest heute Morgen noch aus. Da die Börsen bis heute geschlossen blieben, zeigt sich der DAX nur bedingt beeindruckt von den Geschehnissen in Übersee. Das sieht auch Fondsmanager Thomas Metzger so: „Der DAX dürfte zunächst ohne größere Kurssprünge starten. Zwar bietet die extreme Rallye, die wir gestern an der Wall Street gesehen haben, grundsätzlich eine gute Vorlage für den heutigen Handelstag. Allerdings waren dem Kaufrausch zunächst deutliche Verluste vorausgegangen. Die hohe Volatilität der amerikanischen Börsen dürfte daher für eine gewisse Verunsicherung der Anleger in einem ohnehin sehr nervösen Marktumfeld sorgen.” Der DAX eröffnete zwar leicht schwächer, das Minus hielt sich jedoch lange Zeit in überschaubaren Grenzen. Doch am späten Vormittag überkam auch die Anleger hierzulande die von Thomas Metzger befürchtete Nervosität und der DAX brach dann doch noch empfindlich ein und markierte sogar ein neues Zwei-Jahres-Tief. Viel zu retten ist beim DAX ohnehin nicht mehr. Der erste Verlust seit 2011 ist wohl nicht mehr abwendbar. Schlimmer noch: Der DAX könnte in diesem Jahr vielleicht sogar die schwächste Performance seit 2008 auf das Parkett legen. Für zusätzlich Verunsicherung sorgt heute zudem eine kleine Hiobsbotschaft aus China. Offenbar hinterlässt der anhaltende Handelskonflikt mit den USA nun doch seine Spuren. Wie das nationale Statistikamt heute mitteilte sind die Gewinne der chinesischen Industrie erstmals seit rund drei Jahren wieder rückläufig. So gaben die Erträge zuletzt offenbar um 1,8 Prozent nach. Ökonomen und Analysten begründeten die Entwicklung mit einem schwächeren Wachstum bei den Verkaufs- und Erzeugerpreisen sowie andererseits steigenden (Import-) Kosten. Etwas Bewegung gibt es jedoch heute noch einmal in der zweiten und dritten Börsenreihe. Heute werden die Indexveränderungen in MDAX und SDAX wirksam. Der Medizintechnik-Hersteller Carl Zeiss Meditec steigt in den Index der mittelgroßen Werte MDax auf und der Börsenneuling Knorr- Bremse in den SDax . Aus dem MDax steigt der Ticketvermarkter CTS Eventim ab und wechselt in den SDax. Dort müssen die Aktien von Baywa weichen. Börse Stuttgart TV Das war nichts für schwache Nerven. Das Börsenjahr 2018 ist bald schon wieder Geschichte und der DAX wird sich wohl mit einem dicken Minus aus dem Jahr verabschieden. Es könnte vielleicht sogar die schwächste Jahresperformance seit gut 10 Jahren werden. Abgesehen von den Jahren 2000 und 2001 ging es im folgenden Börsenjahr für den DAX immer wieder nach oben. Wird 2019 also wieder ein gutes Börsenjahr? Eine Einschätzung von Andreas Lipkow, Comdirect, bei Börse Stuttgart TV. Video unter folgendem Link anschauen: https://www.boerse- stuttgart.de/de/boersenportal/nachrichten-und-videos/boerse-stuttgart-tv/?video=15830 Euwax Sentiment Index Das war bislang kein besonders erfreulicher Tag für Derivate-Anleger in Stuttgart. Im frühen Handel setzen einige Anleger noch darauf, dass der DAX von den guten Vorgaben aus Übersee profitieren könnte. Nachdem sich jedoch schnell herausstellte, dass dies nicht der Fall ist, trennten sich viele Investoren (teilweise gezwungenermaßen) von ihren Call-Positionen. Mittlerweile hat sich die Situation wieder beruhigt und einige Anleger bauen bereits wieder erste Call-Positionen auf. Trends im Handel Wenn die Unsicherheit am Aktienmarkt steigt, dann ist oftmals Gold gesucht - allerdings nicht unbedingt bei den Derivateanlegern in Stuttgart. Diese setzen mit Knock-Out-Puts auf kurzfristig sinkende Notierungen beim Edelmetall. Nach dem gestrigen Kursfeuerwerk, setzen heute einige Derivateanleger auf kurzfristig weiter steigende Notierungen bei Amazon. Entsprechend gesucht sind heute Call-Optionsscheine auf den US-Giganten. Disclaimer: Der vorliegende Marktbericht dient lediglich der Information. Für die Vollständigkeit und Richtigkeit übernimmt die Boerse Stuttgart GmbH keine Gewähr. Insbesondere wird keine Haftung für die in diesem Marktbericht enthaltenen Informationen im Zusammenhang mit einem Wertpapierinvestment übernommen. Hiervon ausgenommen ist die Haftung für Vorsatz und grobe Fahrlässigkeit. Quelle: Boerse Stuttgart GmbH (Für den Inhalt der Kolumne ist allein Boerse Stuttgart GmbH verantwortlich. Die Beiträge sind keine Aufforderung zum Kauf und Verkauf von Wertpapieren oder anderen Vermögenswerten.)
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