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Geopolitik Das sind die zehn größten Risiken in 2019

09.01.2019, 16:03  |  12988   |   |   

Die internationale Beratungsfirma Eurasia Group stellt alljährlich die Horrorszenarien zusammen, die die Märke aus den Angeln heben könnten. Der Gefahren-Level sei so hoch wie seit Jahrzehnten nicht mehr.

Die Liste des Thinktanks Eurasia Group von den zurzeit größten geopolitischen Gefahren erscheint auf den ersten Blick als hysterisches Pamphlet. Denn zurzeit erscheint die Weltwirtschaft größtenteils als intaktes System. Die Märke stecken regelmäßig Rückschläge ein und erholen sich davon wieder - Gefahren, die die Weltwirtschaft massiv beeinträchtigen könnten?

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Ian Bremmer, Gründer der Eurasia Group, argumentiert in einem Gastbeitrag für Time.com: „Die schwerwiegende geopolitische Risiken wie zum Beispiel eine Cyberkonfrontation mit Russland, ein Krieg im Nahen Osten zwischen Saudi-Arabien und Iran, eine Implosion in Europa und ein echter Handelskrieg zwischen den USA und China seien wahrscheinlicher geworden, aber das heißt nicht zwingend, dass eines der Szenarien in diesem Jahr stattfinden muss. Wir sehen in den Top-Risiken Gefahren, die auch über das Jahr 2019 hinaus eine große Rolle spielen werden", so Bremmer.

Die Top 10-Risiken laut Eurasia Group-Analysen:

1. Schlechtes Saatgut

Politiker mit weltpolitischem Verantwortungsbereich verstricken sich zu oft im Kleinklein des Managements von täglich anfallenden Problemen. Größere, weltpolitisch entscheidende Probleme lassen sie zunehmend außer Acht. Hier wird eine Saat gelegt, die auf längere Sicht schlechte Früchte hervorbringt. Zeichen dafür sind, dass sich Institutionen wie die Europäische Union mit ihrem Problemfall Brexit, die Welthandelsorganisation, die Beziehungen zwischen den USA und China sowie die von Russland zu seinen Nachbarn in die falsche, negative Richtung bewegen.

2. U.S. - China

Lange galt in Washington die Sichtweise, dass freundschaftliche Beziehungen zu China der beste Weg seien, um die Rivalität der beiden Großmächte in Schach zu halten. Das hat sich seit dem schwelenden Handelskrieg zwischen den USA und China geändert.

3. Cyber-Hacks

Die Abhängigkeit von der digitalen Welt wächst und damit ihre Risiken. Es wird immer schwieriger, Hacker-Angriffe abzuwehren. Die US-Regierung unternimmt in diesem Jahr verstärkt ernsthafte Anstrengungen, um im Cyberkrieg zu bestehen. Es ist fraglich, ob das zur entscheidenden Wende im Kampf gegen Cyber-Verbrechen führen könnte.

4. Europäischer Populismus

Knackpunkt werden im Mai die Wahlen zum EU-Parlament sein. Linke und rechte Euroskeptiker werden wahrscheinlich mehr Sitze gewinnen als je zuvor. Der wachsende Einfluss der europakritischen Randparteien könnte die Funktionsfähigkeit Europas untergraben.

5. U.S.-Innenpolitik

Die Chancen, dass Trump per Impeachment aus dem Amt gejagt wird, sind eher gering. US-Präsident Donald Trump wird sich mit den Demokraten im Parlament einen erbitterten Infight liefern. Dadurch steigt das Risiko einer konstitutionellen Krise. Die US-Börsen könnten infolgedessen ein hohes Maß an Volatilität aufweisen.

6. Innovationswinter

Der technologische Fortschritt wird durch einen Rückgang des Finanz- und Humankapitals, das die Basis der technologischen Entwicklung ist, gehemmt. Für eine Ausbremsung der weltweiten Innovationsmotoren sprechen drei Gründe: Sicherheitsbedenken, die die Staaten veranlassen, ihr Engagement gegenüber ausländischen Anbietern zu verringern; Datenschutzbedenken, die die Regierungen veranlassen, die Verwendung der Daten ihrer Bürger strenger zu regeln sowie wirtschaftliche Bedenken, die die Länder veranlassen, Barrieren zum Schutz ihrer führenden Technologieunternehmen zu errichten.

7. Koalition der Unwilligen

Trumps Wahl war ein Schlag gegen die jahrzehntelange Verpflichtung Washingtons, eine von den USA geführte Weltordnung zu schützen. Zudem wächst die Zahl der politischen Führer, die nicht bereit sind, die alte Weltordnung aufrechtzuerhalten. Im Gegenteil: Einige setzen sich zum Ziel, das System zu Fall zu bringen. Das stört die internationale Ordnung.

8. Mexiko

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1 Kommentare

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Kommentare

Punkt 4: "Der wachsende Einfluss der europakritischen Randparteien könnte die Funktionsfähigkeit Europas untergraben." Das klingt gerade so, als hätte dieses Europa mitsamt seiner geschichtlich übelsten aller monetären Missgeburten EURO bisher einwandfrei funktioniert, obwohl mit immer dreisteren Lügen und Vertragsbrüchen der EU-Wahngeschädigten bzw. ihrer Polit-Ganoven genau das Gegenteil der Fall ist.

Shithole-Staaten wie Nigeria, eine von hochgradig Rechtsextremen vereinnahmte Ukraine oder Mexiko, das neben Südafrika schon seit Jahren die höchste Kriminalitätsstufe aufweist, sollen also zu den größten Risiken des Jahres 2019 hochstilisiert werden, obwohl sie weltwirtschaftlich und weltpolitisch kaum eine Rolle spielen? Welchen Quark wollen uns diese Glaskugelgucker eigentlich auftischen?

Dient das alles wieder einmal nur zur Verkleisterung der wahren Gefahren, nämlich dem weltweiten und nicht mehr zu verhindernden Zusammenbruch des Fiat-Schuld-Geldsystems, das nur noch mit Beschönigungen und glatten Lügen aufrecht erhalten werden kann?

Allein eine mögliche Pleite der Deutschen Bank und dem daraus resultierenden Domino-Effekt birgt mehr Sprengstoff als alle hier genannten 10 Risikofaktoren, die diese Schreiberlinge herbeiphantasieren.

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