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Steinhoff Ist das schon Alles?

Nachrichtenquelle: Nebenwerte Magazin
29.01.2019, 14:09  |  1129   |   |   
SDAX | Steinhoff: Ist das schon Alles?

In einem generellen Anlegerupdate teiltSteinhoff International Holdings NV (ISIN: NL0011375019) vor kurzem mit, dass die Liquidität der Gruppe - insbesondere die in Frage stehende Liquidität der europäischen Aktivitäten - gesichert sei, trotz der Irritationen der fortdauernden und länger als geplant dauernden Untersuchungen von PWC.

Wie bereits im letzten Jahr erfahren, gibt es für das Amerika und Großbritannien Geschäft Entwarnung: Die Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien haben sich eigenständig Kreditlinien zur Liquiditätssicherung aufbauen können. Conforama, eine französische Tochter, versucht ebenfalls eigenständig sich Kreditlinien zu sichern für den Fall der Fälle, konnte hier aber noch keinen Abschluss vermelden. Für die anderen europäischen Beteiligungen versucht die Holding Liquiditätssicherungsmaßnahmen - also Kreditlinien - zu schaffen respektive zu erweitern. Für die Beteiligungen in Südafrika und Australien gilt, dass diese in guter finanzieller Verfassung sind und deshalb die Holding versucht deren gruppeninterne Ausleihungen zurückzuführen, um schwächere Beteiligungen zu unterstützen.{loadmodule mod_custom,Nebenwerte - Anzeige in Artikel}

Neben der Unterstützung der "alten" Darlehensgeber für die zukünftige Liquiditätssicherung der Gruppe, versuche die Holding für die Finanzierung der zentralen Holdingfunktionen insgesamt zusätzliche Mittel in Höhe von 200 Millionen Euro zu sichern, wovon südafrikanische Kreditgeber bereits in einem ersten Schritt 60 Millionen für die dritte Kalenderwoche des Jahres zugesagt haben. Steinhoff ist überzeugt auf absehbare Zeit alle Zahlungsverpflichtungen bedienen zu können.

Weiterhin sei man überzeugt alle fälligen Zinsen pünktlich zahlen zu können, auch hier mit der Einschränkung auf kurzfristige Sicht. Für alte Verpflichtungen werden Zinserleichterungen respektive Streckungen gesucht. alle Verpflichtungen, die nach dem Bekanntwerden des Bilanzskandals eingegangen wurden, werden und sollen die Bedingungen fixiert bleiben.

Zur finanziellen Stabilisierung der Gruppe wurden Beratungsgesellschaften involviert (Moelis & Company und AlixPartners) Die Berater helfen bei den Verhandlungen mit den Darlehensgebern über Umstrukturierungen und bei der Liquiditätsplanung der Gruppe.

Auch im Bereich Corporate Governance sieht sich die Steinhoff auf einem guten Weg: "Several steps had been taken to strengthen the governance of the company. On 8 December 2017, it was announced that the Supervisory Board had established a subcommittee of three independent non-executive directors (Heather Sonn, Johan van Zyl and Dr Steve Booysen) to provide a regular interface with the senior management team." Auch wurde das Management ausgetauscht und neu besetzt: "On 14 December 2017, Steinhoff announced that Heather Sonn had been appointed as the acting Chair of the Supervisory Board, which comprises non-executive directors. Following recent changes, the Management Board now comprises: Danie van der Merwe (acting Chief Executive Officer) and, pending formal appointment at the general meeting of the Company, Philip Dieperink (Group Chief Financial Officer and continuing Chief Financial Officer of the Steinhoff UK sub-group), Alexandre Nodale (deputy Chief Executive Officer and continuing Chief Executive Officer of the Conforama business) and Louis du Preez, who joined the group in June 2017 as Group Legal Counsel." Weitere Schritte im Bereich der Unternehmensüberwachung werden 2019 folgen und seien bereits in Planung.{loadmodule mod_custom,Sentifi Text Widget}

Die Untersuchungen von PWC werden vollständig durch das Management unterstützt und PWC hat die Erlaubnis alle Bereiche und Firmen der Gruppe zu durchleuchten und zu prüfen. Man hofft bald weitere Ergebnisse zu liefern. Man sollte sagen: Selbstverständlich.

Desinvestitionen werden weiterhin für Teilbereiche angestrebt. Hierzu passt die Veräußerung einer polnischen Beteiligung im Wert von knapp 30 Millionen Euro ("On 11 January, the sale of Steinpol, a non-core manufacturer of entry level to mid-price upholstery operating eight factories in Poland and one factory in Hungary, was agreed. The enterprise value for the business amounts to €26.5 million of which €9 million is deferred consideration.")

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