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Börse Stuttgart-News Trend am Mittag - Seite 2

Gastautor: Börse Stuttgart
01.02.2019, 16:47  |  625   |   |   

"Mit den Januar-Daten steigt die Wahrscheinlichkeit, dass der Industriesektor in der Rezession steckt und die Konjunktur im ersten Quartal bremst", kommentierte Markit-Chefökonom Chris Williamson den Gesamtindex für die Eurozone. Nach seiner Einschätzung hat der Automobilsektor noch immer mit neuen Emissionsregeln zu kämpfen. "Allerdings liegt das Übel wohl tiefer", warnte Williamson. Er verwies auf politische Unsicherheiten und auf den Schaden, der dem internationalen Handel durch den zunehmenden Protektionismus entstehe.

Eurozone: Inflation geht weiter zurück
Die Inflation in der Eurozone ist zu Jahresbeginn weiter gefallen. Wie das Statistikamt Eurostat am Freitag mitteilte, lagen die Verbraucherpreise im gesamten Währungsraum im Januar 1,4 Prozent höher als ein Jahr zuvor. Im Vormonat hatte die Inflationsrate noch 1,6 Prozent betragen. Die aktuelle Rate ist die niedrigste seit dem vergangenen April. Analysten hatten allerdings mit dieser Entwicklung gerechnet.

Nach wie vor steigen die Energiepreise immer noch am deutlichsten, allerdings hat sich deren Anstieg in den vergangenen Monaten spürbar abgeschwächt. Im Januar lagen sie 2,6 Prozent über dem Stand des Vorjahresmonats. Lebens- und Genussmittel verteuerten sich um 1,8 Prozent, während Dienstleistungen 1,6 Prozent teurer waren als vor einem Jahr. Nur geringfügig steigen dagegen weiterhin die Preise von industriell gefertigten Gütern.

Ohne Energie und Lebensmittel betrug die Inflation im Januar 1,1 Prozent. Diese Kernrate wird von der Europäischen Zentralbank (EZB) seit längerem besonders aufmerksam beobachtet, weil sie ihrer Einschätzung nach den grundlegenden Preistrend besser beschreibt als die Gesamtinflation.

Die EZB strebt mittelfristig eine Inflationsrate von knapp zwei Prozent an. Die schwache Teuerung ist ein Hauptgrund für die seit Jahren extrem lockere Geldpolitik im Währungsraum.

Deutsche Bank erzielt ersten Jahresgewinn seit 2014
Die Deutsche Bank schreibt nach drei Verlustjahren in Folge wieder schwarzen Zahlen.

Mit 341 Millionen Euro fiel der Überschuss 2018 allerdings relativ mager aus, vor allem wenn man ihn mit den Rekordzahlen der US-Konkurrenz oder der eigenen Historie des größten deutschen Geldhauses vergleicht. Der auf die Anteilseigner des Instituts entfallende Gewinn betrug 267 Millionen Euro. Die Erträge gingen um vier Prozent auf 25,3 Milliarden Euro zurück.

Der Aktienkurs rutsche bisher um 3,6 Prozent auf 7,47 Euro ab.

"Die Rückkehr in die Gewinnzone zeigt, dass die Deutsche Bank auf dem richtigen Weg ist", bilanzierte Deutsche-Bank-Chef Christian Sewing heute in Frankfurt, auch wenn die Bank "noch lange nicht" dort sei, wo sie hinwolle. "Nun geht es darum, den nächsten Schritt zu tun: Wir werden 2019 die Kosten weiter senken und gleichzeitig gezielt in Wachstum investieren. So werden wir unsere Profitabilität auch über das laufende Jahr hinaus substanziell steigern."

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