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DAX-Wochenplan: Abprall am 11600 Widerstand: DAX sucht Orientierung

DAX-Wochenplan Abprall am 11600 Widerstand: DAX sucht Orientierung

Gastautor: Andreas Mueller
10.03.2019, 12:01  |  6735   |   |   

Folgende Chartanalyse baut auf den Trading-Ideen der Vorwoche auf und skizziert, an welchen Marken ich meine persönlichen Entscheidungen in der neuen Woche treffen werde.

Die erste volle Handelswoche im Börsenmonat März endete für den Deutschen Aktienindex mit einem Minus von 1,2 Prozent. Nach diesem Ergebnis liegt der Monat mit 0,5 Prozent im roten Bereich und kann aktuell nicht an die beiden ersten starken Monate des Jahres 2019 anschliessen. Es ist kein Trost, dass die Wall Street hier stärker abgab. Vielmehr muss man auf den möglichen Umschwung der Stimmung allgemein achten. Denn das Gesamtbild der Handelswoche sieht konträr zur Vorwoche aus. Wir verzeichneten nur einen Tag mit Gewinn und 4 Verlusttage - genau umgekehrt zur Kalenderwoche 9. Dabei waren die Verluste jedoch nicht stark, ebenso wie die Volatilität. Sie stach nur am Donnerstag mit der EZB-Sitzung hervor, wie man in der Wochenübersicht von wallstreet-online noch einmal nachverfolgen kann:

 

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Hier scheint ein kleiner Kursfehler bei den Kursen vom Montag und den Tief-Kursen zu sein. Dies als Randbemerkung - am Markt selbst wurde die starke Wocheneröffnung über 11.600 Punkten kurz vor dem XETRA-Schluss noch am Montag abverkauft. Die Anziehungskraft der Kurslücke (GAP) war deutlich zu spüren und lockte im Chart einige Trader an.

 

 

So ein Trading-Setup ist für mich immer wieder ein guter Grund, mit einer Stopp-Order in den Markt zu gehen. Dies funktionierte dann gleich zum Wochenstart gut:

 

An den folgenden Handelstagen konnte sich der Index zwar immer wieder über die Marke von 11.600 kämpfen, doch nachhaltig sah das Ganze nicht aus. Der Bereich war und ist ein deutlicher Widerstand. Hierzu ein kleines Bild aus der Vorwochenanalyse, aus der die Relevanz noch einmal hervorgeht:

 

 

Nach diesen drei "Testtagen" kam am Donnerstag die EZB-Sitzung und war Impulsgeber für die Marktentwicklung. Sie verlief abwärts gerichtet und durchbrach die bisherigen Wochentiefs. Hier sprach EZB-Chef Mario Draghi eine Fortsetzung der Niedrigzinspolitik bis mindestens Ende 2019 an. Dabei sollen die Geschäftsbanken jedoch wieder stärker unterstützt werden und damit die Kreditvergabe in der Wirtschaft ankurbeln. Ein entsprechendes Programm startet schon im September und geht bis März 2021 - die nun dritte große "Finanzspritze" der Europäischen Zentralbank. Zweifelsohne wirkt sich dies auf die Gemeinschaftswährung aus und brachte diese unter Druck. Der Euro notierte am Donnerstagabend zum Dollar auf neuem Jahrestief kurzzeitig unter 1,12:

 

 

Ein Unterschreiten in diesem Wochenchart birgt erhebliches Abwärtspotenzial. Wer sich hierzu im Bereich Forex noch weiterbilden oder erstmals annähern möchte, dem sei dieses kostenfreie eBook ans Herz gelegt.

 

Weiterer Belastungsfaktor war die schwächere Wall Street, welche zur Wochenmitte den Aufwärtstrend in der großen Zeitebene durchbrochen hatte - und dies recht nahe vor dem Allzeithoch:

 

 

Kein Wunder also, dass der DAX hier nach einer Unterstützung suchen musste und diese am Freitag dann im Zuge des US-Arbeitsmarktes mit der 11.400 auch finden konnte:

 

 

Auch hier war das GAP-Trading als Setup anwendbar, wie man im Chartbild noch einmal sieht. Können wir auf diese Unterstützung nun weiter bauen?

Dazu greife ich zuerst das große Bild der Vorwoche auf und skizziere erneut den 11.600er-Bereich als Widerstand:

 

 

Erst ein Durchbruch würde Potenzial bis zur nächsten runden 1.000er-Marke aufzeigen. Die Chance besteht weiterhin, da der Aufwärtstrend der letzten Wochen noch immer intakt scheint. Zoomt man aus diesem Chartbild von 13 Monaten den jüngsten Bereich im Tageschart heraus, dann sieht man die Bewegung seit Ende November als Aufwärtstendenz deutlicher:

 

 

Da sich der Markt um 11.400 erneut fangen konnte, ist dies noch kein Zeichen für einen drohenden Abverkauf. Im Gegenteil - es könnte auch nur eine Konsolidierung sein, die nun mit Schwung erneut über die 11.600 führen kann.

Kurzfristiger betrachtet ist die 11.400, wie im Chartbild von Freitag gezeigt, eine Unterstützung im Markt. Sie vollzieht sich nun bereits über 3 Wochen:

 

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DAX-Wochenplan: DAX nimmt Hürde Abwärtstrend


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