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Bietet 5G eine Sonderkonjunktur? ADVA & CIENA - wann greifen die Amerikaner an?

Gastautor: Volker Glaser
21.03.2019, 00:02  |  1983   |   |   

ADVA erzielte 2018 einen Umsatz von 502 Mio. Euro und eine bereinigte EBIT-Marge von 4.6 %. Berichtet wurde ein EBIT von 15 Mio. Euro, und netto wurde ein Gewinn von 9.7 Mio. Euro erzielt. Das Zahlenwerk für das Jahr 2018 lag im Wesentlichen innerhalb unserer Erwartungen. Positiv anzumerken ist, dass ADVA die Margen steigern kann. Die bereinigte EBIT-Marge lag im Q4 bei über 6 % und damit sogar eher am oberen Ende der eigenen Prognosebandbreite des Managements von 3 bis 7 %.

Hervorzuheben ist zudem, dass ADVA beim Free Cashflow wieder auf Spur ist. Dieser lag 2018 bei rund 12 Mio. Euro und damit sogar leicht besser als von uns erwartet. Die Nettoverschuldung konnte von 38.7 auf 26.8 Mio. Euro erheblich reduziert werden. Nach einem sehr enttäuschenden Jahr 2017 ist ADVA wieder voll zurück. Daran hatten wir nie gezweifelt, obwohl uns unsere Kaufempfehlungen für die Aktie vor allem nach der Gewinnwarnung im Sommer 2017 teilweise schon absurde Kritik einbrachte. Die Hunde bellen, aber die Karawane zieht wieder. Es war bei ADVA schon immer die beste Idee, das Papier zu kaufen, wenn‘s knallt, statt zu kaufen, wenn alle Investoren und Analysten jubeln. So war es auch dieses Mal.

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Für das 1. Quartal hat Firmenchef Brian Protiva einen Umsatz von 124 bis 134 Mio. Euro in Aussicht gestellt sowie eine bereinigte EBIT-Marge zwischen 0 und 4 % vom Umsatz. Traditionell startet ADVA meist verhalten in ein neues Geschäftsjahr, weshalb wir mit der Prognose für Q1 nicht einmal unzufrieden sind. Für das Gesamtjahr rechnet der CEO mit einem Wachstum im oberen, einstelligen Prozentbereich. Die bereinigte EBIT-Marge wird sich im mittleren, einstelligen Prozentbereich bewegen. Damit wird ADVA in 2019 die Gewinne zwar weiter steigern, eine nennenswerte Steigerung der Marge im Vergleich zum Vorjahr bedeutet das aber erst einmal nicht. Hier hätten wir uns schon etwas mehr erwartet. Wie uns Protiva im Hintergrundgespräch mitteilt, hängt die weitere Margensteigerung am Umsatzwachstum. Dass sich die Margen in 2019 nicht besser entwickeln liegt vor allem auch an wieder höheren Investitionen als im Vorjahr, das um auch mittelfristig wieder zweistellig wachsen zu können. Weiteres Ziel in 2019 ist zudem, die Nettoverschuldung weiter zu senken. “Spätestens 2020 wollen wir wieder über ein Nettoguthaben verfügen.”

Die weiteren Details aus unserem Gespräch mit ADVA-CEO Brian Protiva bezüglich den Auswirkungen des Brexit, der Gewinnung von Neukunden der Big Five (Apple, Microsoft, Amazon, Google und Facebook) und ob ADVA vom neuen Mobilfunk-Standard 5G profiteren, sowie die Chancen für eine Übernahme durch CIENA, lesen Sie hier: 

http://www.vorstandswoche.de/exklusivmeldungen/

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