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Börse Trotz Warnung - der Trend zeigt weiter nach oben

Gastautor: Thomas Hellener
15.04.2019, 07:24  |  3725   |   |   

Die Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, hatte klare Worte für das weltweite Wachstum gefunden: Die Konjunktur sei „an einem heiklen Punkt angelangt“, überall sei „das konjunkturelle Wetter unbeständig“, der Welthandel und mit ihm die Exporte würden schwächeln. Die Märkte hatten danach kurz gezuckt, doch dann setzten Sie den erfreulichen Trend der letzten Wochen und Monate fort. Dow Jones und S&P 500 klettern weiter, zuletzt angetrieben von den sehr guten Quartalszahlen der US-Bankenriesen JP Morgan und Wells Fargo. Aber auch der DAX flirtet weiter mit der 12,000-Punkte-Marke. An der Börse wird halt die Zukunft gehandelt.

China als Wachstumstreiber

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Klar, das globale Wirtschaftswachstum hat sich deutlich abgeschwächt. Doch in China hat sich die konjunkturelle Lage mittlerweile wieder verbessert. Hier könnten die Daten bald wieder auf alte Höchststände zusteuern. Es sind zwar kurze Rücksetzer möglich, im Prinzip sollte es aber weiterhin besser werden. Chinas Wirtschaft hat sich – ausgelöst durch das Konjunkturprogramm des Staates – wieder gut erholt. Peking pumpt durch Steuersenkungen und Infrastrukturinvestitionen insgesamt rund 370 Milliarden US-Dollar in die Wirtschaft. Davon profitiert auch der Rest der Welt, vor allem Deutschland als Exportland. Kommt jetzt noch eine Einigung im Handelsstreit zwischen Peking und Washington hinzu, wird der Aufschwung weiter an Dynamik gewinnen.  

Für die Manager unseres global investierenden Mischfonds, Frank Fischer und Yefei Lu, zeigen sich sogar für Europa erste positive Tendenzen ab. Während des jüngsten Fondsmanagerdialogs (https://youtu.be/jZ-TB95CzYY) wiesen sie zwar darauf hin, dass sich Europas Konjunktur weiterhin im Abwärtstrend befindet. Der Dreh nach oben stehe noch aus, was vor allem auf das Sorgenkind Italien zurückzuführen sei. Aber eine Trendwende zeichne sich langsam ab.

Der Brexit hat momentan seinen Schrecken verloren

Neben Italien kommt auch Deutschland in ihrer Analyse nicht sonderlich gut weg. Berlin habe das Problem, dass immer mehr sozialpolitische Geschenke verteilt würden. Von wirklichen Reformen fehle jede Spur. Was allerdings für Hoffnung sorgt ist aber die Tatsache, dass Friedrich März immer stärker in die Politik zurückstrebt. Er hat sich mit CDU-Chefin Annegret Kramm-Karrenbauer arrangiert und könnte als künftiger Wirtschaftsminister für neuen Schwund sorgen. Das wäre eine gute Nachricht für Deutschland.

PRIMA – Globale Werte: Rund 12 Prozent Plus seit Jahresbeginn

Was die Aktienmärkte betrifft, so sehen Fischer und Lu einzelne Papiere derzeit weiterhin günstig bewertet, hinzu kommen attraktive Dividendenrenditen. So ist der PRIMA – Globale Werte derzeit auch offensiv ausgerichtet. Die Aktienquote beträgt aktuell gut 90 Prozent, wobei der Durchschnitt bei etwa 80 Prozent liegt. Seit Jahresanfang beträgt die Performance erfreuliche knapp 12 Prozent. Damit können wir als offensiver, dynamischer Mischfonds überaus zufrieden sein.

Positiv entwickelt haben sich vor allem die Portfoliowerte Diploma, Verisign, Alibaba, Alphabet, Ryman Heathcare und die größte Position im Fonds, Croda. Es sind Qualitätstitel, nach denen Fischer und Lu immer suchen. Und wie man sieht: Sie tragen allesamt sehr gut zur Performance des Fonds bei.

Qualitätsaktie Croda

Als Beispiel für diese Qualitätstitel sei exemplarisch die Aktie von Croda herausgestellt. Croda ist ein britisches Spezialchemieunternehmen mit Fokus auf Inhaltsstoffe für Schönheitsprodukte wie L‘Oreal-Gesichtscreme, den Life-Science-Bereich und Hochleistungspolymere. Die Herstellung solcher Spezialchemieprodukte erfordert ein hohes Maß an Knowhow und technischer Expertise, die in dem von Croda betriebenen Bereich oft einzigartig sind. Hinzu kommt, dass viele Produkte des Unternehmens einen Patentschutz genießen, der vor Wettbewerb schützt. Croda macht sein Geschäft vor allem im Ausland und ist daher vom Brexit kaum betroffen, auch wenn die Aktien als britisches Papier unter den Wirren der letzten Monate gelitten hat. Aber der Markt merkt langsam, dass Croda in diesem Zusammenhang zu Unrecht abgestraft wurde. Entsprechend hat die Aktie seit Jahresbeginn über 10 Prozent zugelegt. Hinzu kommt, dass Croda nur einen geringen Verschuldungsgrad ausweist. Eine Qualitätsaktie, die genau zur Anlagephilosophie des Fonds passt.

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