Gold Währungsreform bis 2023? Was jetzt nach Gold ruft...

Gastautor: Goldherzreport
18.07.2019, 17:23  |  18578   |   |   

Heute morgen staunte ich nicht schlecht, als ich die Daten zu den Exporten aus Singapur sah: 

Ein Minus von 17% gegenüber dem Vorjahr, Elektronikexporte sogar -33%. 

Was ist hier los?

Hatten wir uns als Anleger nicht längst darauf verlassen, dass die Weltnotenbanken die Lage im Griff und Rezession, wie es die Ex US-Notenbankchefin Yellen ausdrückte, zu unseraller Lebzeiten ein Ding der Unmöglichkeit wäre?

Wie kann das möglich sein?

Im Ernst: Meinten Sie wirklich, dass es so ewig weitergehen würde, wie die immer mehr von der Politik beeinflussten Zentralbanken der Öffentlichkeit suggerieren wollen?

Seitdem der jetzt fast schon legendäre Chef der Europäischen Zentralbank (EZB), Mario Draghi, mitten in der Euro-Krise 2012 in seiner berühmt-berüchtigten Rede die geflügelten Worte "whatever it takes" aussprach, um die Märkte "zu beruhigen", ist so ziemlich vieles geldpolitisch aus den Fugen geraten.

Seine Rede und die EZB-Leitzinsentscheidungen der folgenden Jahre haben die Null-Zins-Phase und die der Negativzinsen bei uns eingeleitet.

Seit März 2016 ist das in Europa Alltag - und nicht nur Banken sowie Sparer leiden unter der Zinslosigkeit.

Es kommt vielfach zu Fehlanreizen. Auch in den USA ist die Zentralbank "Federal Reserve" (FED) - allerdings nicht so extrem - diesen Weg gegangen.

Ende 2008 hatte sie bis Ende 2015 den Leitzins historisch einmalig auf fast Null (0,25%) abgesenkt und dort belassen. Danach hob sie sukzessive in kleinen Schritten bis Ende letzten Jahres die Leitzinsen auf immer noch bescheidene 2,5 Prozent an.

Nun wird von dort offensichtlich wieder die Wende von der Zinswende eingeleitet: In den vergangenen Wochen zunächst verbal und jetzt wahrscheinlich zum 31. Juli faktisch, dürfte es wieder zu einer - von mehreren - Zinssenkungen und geldpolitischer Lockerung kommen!

Die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung liegt bei nahezu 100%

Das Unausweichliche Szenario

Der Hintergrund: Die FED-Lenker erkennen wohl allmählich, dass die Notenbanken weltweit von ihrer Politik der Tiefstzinsen niemals mehr wesentlich abweichen werden können. Und jeder zaghafte Versuch, die Zinsen zu erhöhen, endet, wie es die USA zuletzt zeigte, in einem unnatürlich starken US-Dollar.

Was wiederum Rekord-Handelsbilanzdefizite und Crashs in den Schwellenländern förderte.

Siehe: Türkische Lira, Argentinischer Peso usw.

Als sogar die Wallstreet im 4. Quartal 2018 die schwächste Börsenzeit seit 1929 erlebte, wuchs der Druck auf die FED, insbesondere angefeuert von ihrem "unüberhörbaren" Präsidenten Donald Trump. Dieser sieht wahltaktisch getrieben seine "Felle davon schwimmen", wenn es um die Neuwahl 2020 geht. Konnte er doch auf die bisher längste Wirtschaftserholung seit Bestehen der USA verweisen. Jetzt zeigen sich konjunkturelle Bremsspuren - auch weltweit:

I.) Industrieproduktion fällt

Die industrielle Erzeugung verlief zuletzt in den entwickelten Volkswirtschaften und in den Schwellenländern schwach;

II.) PMI kollabiert

Der Stimmungsindikator IHS Markit PMI für die globale Industrie ging im Juni erneut zurück und rutschte unter die Wachstumsschwelle;

III.) ifo geht zurück

Das ifo Weltwirtschaftsklima ist vor dem 2. Quartal 2019 viermal in Folge zurückgegangen, bleibt aber, obwohl zuletzt leicht erholt, weiterhin "schwach".

Abgesehen von globalen Krisenherden, Zoll- und Handelsstreitereien sowie den Ölpreis treibenden Konflikten im Nahost. Die FED will hier bestimmt kein Risiko eingehen und wird demnächst wohl wieder eine weitere Lockerung der bisher ohnehin lockeren Geldpolitik einleiten.

Das bedeutet: Richtig Zunder für einen "aufflammenden" Goldpreis!

Vor allem der seit kurzem sich wieder abschwächende US-Dollar, vor allem gegen "Goldwährungen" wie den australischen oder kanadischen Dollar wird Gold stark befeuern.

Quelle: Stockcharts.com

Nicht zuletzt kam auch durch den Terminmarkt frischer Sauerstoff in die Flammen:

Anfang Mai trennten sich bedeutende US-Banken von erheblichen Short-Positionen beim Gold. Diese haben inzwischen allgemein ein historisch niedriges Niveau erreicht. Ein interessantes Signal, das hier gerade von der Bankenseite kommt.

Der Anlagenotstand und die Alternativlosigkeit

Und überlegen Sie einmal: Welche Alternativen hat denn das so "zinslose" Edelmetall Gold?

Nehmen wir doch einmal die geradezu irrwitzige Situation bei den Geld- und Anleihemärkten: Die von Zentralbanken wie der EZB, der Bank of Japan, der Schweizerischen Nationalbank und vielen anderen angerichtete Perversion in Form negativer Zinsen!

Oder die noch stärkere Perversion in punkto Unternehmensanleihen mit negativer Rendite!

In einem solchen Umfeld mit negativen Renditen können doch allen Ernstes Anleger keine Anleihen mehr kaufen. Denn wenn sie diese bis zur Endfälligkeit halten, ist ihnen ein schmerzlicher Verlust garantiert! Anscheinend können aber Anleger immer noch darauf spekulieren, dass die Renditen in Zukunft - egal was passiert - noch niedriger und negativer sein werden, wie es diese Grafik zu den Euro Junk Bond-Renditen zeigt.

Quelle: Fred.Stlouisded.org

Dann finden sich in dem durch Zentralbanken über "Transfusionen" (QE-Kaufprogramme) künstlich am Leben erhaltenen Markt wiederum neue Käufer, die irrwitziger Weise bereit sind, eine noch höhere Prämie bei einer noch negativeren Rendite vor Fälligkeit zu bezahlen.

Laut Bank of America Merrill Lynch soll derlei "Anlagegut" im Wert von insgesamt fast 13 Billionen US-Dollar auf dem Markt sein.

Und selbst bei den in Euro lautenden Zinspapieren rutschen inzwischen immer mehr in negative Renditen ab.

14 solcher Anleihen, die von Hause aus eine schlechte Rückzahlungs-Bonität haben, also echte Schrottanleihen, weisen bereits negative Renditen auf. 

Oder zum Stichwort Geldanlage: Warum sollen Sie freiwillig jemanden auch noch dafür bezahlen, wenn Sie ihm Geld leihen, mit einer fast an Gewissheit grenzenden Wahrscheinlichkeit, dass der Ihnen das geborgte Geld am Ende nicht vollständig zurückzahlen kann?

Da schwindet doch jegliche Rationalität bei etwas, was per Definition sowieso irrational ist:

Negativzinsen und Negativrenditen!

Der "Schrecken ohne Ende" bedeutet ...

Zwar will ich nicht den Teufel an die Wand malen, aber ich will auch nicht der letzte sein, der Ihnen die bittere Wahrheit präsentiert. Insgeheim wissen Sie die Antwort selbst schon.

All das schreit eigentlich nach einer Währungsreform.

Eigentlich - wären da nicht politische Systeme und die Angst vor dem "großen Schrecken". Also scheuen noch viele in der Finanzelite und bei den Zentralbankspitzen vor dem "bösen Wort" zurück und lassen lieber den "Schrecken ohne Ende" laufen.

Was bedeutet: Währungen werten ab, auch der US-Dollar, geldpolitische Lockerungen, Währungsturbulenzen, globale Markt- sowie Finanzrisiken - und ganz sicher noch grell zündender Goldpreis.

Oder um es chemisch-symbolhaft zu sagen: Diese Aussichten werden mit "Au" groß geschrieben!

Ihre letzte Chance noch rechtzeitig Minenaktien zu kaufen?

Goldminenaktien stellen einen der besten Gewinnhebel dar. Seit einigen Wochen steigen die Goldminen wieder ähnlich schnell wie zuletzt im 1. Halbjahr 2016, als viele Aktien prozentual dreistellige Kursgewinne erzielten. 

Verpassen Sie den Zug nicht:

Quelle: Stockcharts.com

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Günther Goldherz

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