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Gewaltiger Gewinnanstieg in 2020? Großer Profiteur der grünen Klima-Politik?

Gastautor: Volker Glaser
22.07.2019, 00:02  |  2275   |   |   

Im Rahmen der Debatte rund um den Klimawandel und Zielsetzungen zur Verringerung der CO2-Emission wird grüner Strom in der Zukunft eine bedeutende Rolle spielen. Wir haben wenig Zweifel, dass in der kommenden Regierung in Deutschland „Die Grünen“ mit von der Partie sein werden. Bereits in 2018 lag der Anteil von Erneuerbaren Energien der Bruttostromerzeugung in Deutschland bei rund 35 %. Ein Anteil von über 17 % entfällt davon auf Windkraft und über 7 % auf Photovoltaik. Dieser Anteil könnte sich in Zukunft noch beschleunigen. Nicht nur in Deutschland. Weltweit. Energiekontor sollte von dieser Entwicklung erheblich profitieren. Natürlich operativ nicht schon morgen; dafür aber mittelfristig. Seit der Firmengründung vor fast 30 Jahren realisierte das Unternehmen 122 Windparks und 7 Solarparks mit einer Gesamtleistung von ca. 1 Gigawatt oder einen Investitionsvolumen von mehr als 1.6 Mrd. Euro.

Das Kerngeschäft erstreckt sich in erster Linie über 2 große Bereiche – von der Planung über den Bau bis hin zur Betriebsführung von Windparks im In- und Ausland und seit 2010 auch um den Bereich Solarenergie. In einem weiteren Segment betreibt die Firma Wind- und Solarparks mit einer Nennleistung von knapp 290 Megawatt. Die Einheit erzielte in 2018 einen Umsatz von mehr als 53 Mio. Euro und ein EBT von 11.7 Mio. Euro und ist klassischerweise eine Cashflow-Maschine. Zudem gilt die Stromerzeugung aus den konzerneigenen Wind- und Solarparks als relativ risikoarm. Ergänzt werden die beiden Kernsäulen durch die komplette Betriebsführung der selbst entwickelten Projekte unabhängig davon, ob diese verkauft werden oder im Eigenbestand verbleiben, was ebenfalls zu kontinuierlichen Erträgen führt. Wie uns Vorstandschef Peter Szabo im Hintergrundgespräch mitteilt, soll sich der Eigenbestand an Wind- und Solarparks perspektivisch auf mehr als 500 Megawatt erhöhen. Ziel ist, ein nachhaltiges EBT aus eigener Stromerzeugung und aus Betriebsführung einen Gewinn vor Steuern von 25 bis 30 Mio. Euro einzufahren.

Aus der Säule der Projektierung und dem Verkauf von Projekten strebt der CEO perspektivisch ein nachhaltiges EBT von ca. 30 Mio. Euro pro Jahr an. Das Segment hat im letzten Jahr auf der Ertragsseite allerdings einen Rückschlag erlitten, was auch insgesamt in 2018 zu einem schwächeren Konzernergebnis führte. Hintergrund war das in Deutschland in 2017 eingeführte Ausschreibungsverfahren für Onshore-Windanlagen, was zu einer Wettbewerbsverzerrung und Fehlsteuerung führte und die Branche insgesamt belastete. Viele Projektierer waren daher gezwungen, vorhandene Projekte umzuplanen oder teilweise umgenehmigen zu lassen, um eine wirtschaftliche Realisierung auf Grundlage der extrem gesunkenen Einspeisepreise möglich zu machen. Diese nachteiligen externen Rahmenbedingungen führten zu einer Verzögerung bei der Realisierung zahlreicher für 2018 vorgesehener Projekte. Das Segmentergebnis in 2018 war auf Basis des EBT sogar negativ. Laut dem CEO wird Energiekontor auch in 2019 noch von diesem Abschwung betroffen sein. Besserung erwartet Szabo in der 2. Jahreshälfte. Ab 2020 sollte sich das Geschäft wieder erheblich aufhellen.

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