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Renten Linke will rentenpolitisches Sofortprogramm für Ostdeutschland

Nachrichtenagentur: Redaktion dts
13.10.2019, 13:25  |  1605   |   |   
Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Vor dem Hintergrund der Diskussion um die Grundrente hat die Linkspartei ein rentenpolitisches Sofortprogramm für Ostdeutschland gefordert. Die Renten dort müssten sofort auf das Niveau westdeutscher Renten angehoben werden, sagte Linken-Chef Bernd Riexinger den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Außerdem müssten spezielle Zusatzrenten aus dem DDR-Rentensystem anerkannt werden.

"Für die Menschen im Osten ist Altersarmut ein besonders gravierendes Problem", so Riexinger. Es sei "eine Schande", dass nach fast 30 Jahren noch keine Angleichung der Renten in Ost und West erreicht sei. Die Ostdeutschen hätten besonders unter niedrigen Löhnen zu leiden. Konkret fordert die Linke, den Rentenwert in Ost und West sofort anzugleichen - das ist die Euro-Summe, mit der sich die konkrete Rente aus den persönlichen Rentenansprüchen errechnet. Bisher ist diese Angleichung erst in fünf Jahren vorgesehen. Außerdem müssten die Rentenansprüche, die in der DDR und in Ostdeutschland erworben wurden, weiterhin höher bewertet werden als entsprechende Ansprüche im Westen. Eine weitere Forderung betrifft die "Zusatz- und Sonderversorgungssysteme", die es in der DDR in der Rente gab. Die Ansprüche daraus müssten "gerecht anerkannt" werden. Außerdem müsse der Mindestlohn auf zwölf Euro steigen. Entsprechende Anträge will die Linke in dieser Woche in den Bundestag einbringen. Es gehe nicht nur um die symbolische Anerkennung der Lebensleistung der Ostdeutschen, "sondern um die ganze materielle Auswirkung der Wende auf ihre Rente", sagte Riexinger. Nach der Wende sei besonders im Osten der Niedriglohnsektor ausgebaut worden. Die Linke verweist in diesem Zusammenhang auf aktuelle Studien, wonach im Osten doppelt so viele Menschen zu einem Niedriglohn arbeiten wie im Westen. Der Abstand der Bruttolöhne zwischen Ost und West habe sich sogar erhöht. Das werde auch durch niedrigere Lebenshaltungskosten im Osten ausgeglichen.
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Kommentare

Fakt ist und bleibt,die Wessis wurden durch Wiedervereinigung und Euro doppelt beschissen.
Auch brachten sie durch den nachfolgenden "Zonenbonzenklüngel" die größeren Opfer!
Der große Vorteil der Ossis ist nun,dass die Vorgaben des Bundesverfassungsgerichtes seit Jahren unterlaufen wurden,sämtliche Beiträge wurden in früher in DM bezahlt,harte Arbeit,für harte Währung geleistet,was die Politik den Bürgern nun allerdings schuldet,kann man großzügig in Euro ausschütten,da ist es völlig unverständlich,dass man versuchte,so zu knausern!
Merkel,muss voll hängen,wie ein Weihnachtsbaum,es kann doch nicht alles ins Ausland geschleppt worden sein!
Am besten wird es sein,wir verzichten auf Teile der fälligen Nachzahlung korrigieren zunächst die West-Renten und bereinigen den Unterschied danach unverzüglich,so kommt auch für die Ossis mehr dabei raus!
Zusatz-und Sonderversorgungssysteme können hierbei weniger berücksichtigt werden,erstens erfolgten die Einzahlungen in diesem Falle in DDR-Mark und des Weiteren muss man den desolaten Finanz-Zustand berücksichtigen,den die DDR hinterließ,welcher im Zuge der Wiedervereinigung bereinigt wurde,so war die Einheit für alle ein Gewinn!
Interessant auch die aufkommende Frage,ob es dank des langjährigen Euros dem ollen Honecker tatsächlich noch gelungen währe,den Westen zu überholen,ohne ein zu holen und ob die tatsächlich in diesem Falle auch gegen die Wessis von der Schusswaffe Gebrauch gemacht hätten,wenn die über die Mauer geklettert wären,um der Umverteilung zu entrinnen!^^
In einem solchen Falle,sollten Politiker auch persönliche Opfer bringen und die Banane zurückgeben,die ihnen der Westen einst in Freundschaft reichte,denn dies macht deren Unvermögen allzu offenbar!

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