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Wirecard-Aktie vor Zahlen: Das sollten Investoren erwarten!

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
02.11.2019, 08:00  |  9869   |   |   

Es gibt derzeit so einige Themen, die die Investoren von Wirecard (WKN: 747206) bewegen. Die meisten dürften sich um die Themenfelder „Financial Times“ und Sonderprüfung drehen, die scheinbar die Geschicke dieser bisherigen Wachstumsgeschichte nachhaltig prägen werden.

Auch wenn an einer solchen Sichtweise durchaus etwas Wahres dran sein kann, sollten Investoren den operativen Alltag nicht vergessen. Auch hier existieren schließlich noch immer spannende Partnerschaften, Zahlen und Prognosen, die Investoren entzücken können. Und die wieder entscheidender werden, sobald dieses aktuelle Themenfeld ad acta gelegt werden kann.

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Am 6. November und somit am Mittwoch der kommenden Woche stehen beispielsweise erneut die Zahlen für das dritte Quartal an. Schauen wir im Folgenden daher einmal, was Investoren hier erwarten können.

Die bisherigen Zahlen im Überblick

Um ein Gespür für die aktuellen Möglichkeiten zu bekommen, macht es natürlich Sinn, sich die alten Zahlen des aktuellen Börsenjahres noch einmal etwas näher anzusehen. Diese können wichtige Richtwerte auch für dieses Zahlenwerk sein, auch wenn diese natürlich wieder einmal ein Quäntchen darüber liegen dürften.

Bis zum ersten Halbjahr des aktuellen Geschäftsjahres kam der innovative Zahlungsdienstleister jedenfalls auf Umsätze in einer Größenordnung von über 1,2 Mrd. Euro, was einem Wachstum von 36,6 % im Jahresvergleich entsprochen hat. Auch die Ergebnisse legten in einer ähnlichen Spannbreite zu.

Das EBITA stieg um 35,7 % innerhalb dieses Zeitraums auf 342,1 Mio. Euro, das EBIT hingegen um 38,4 % auf 277,1 Mio. Euro. Spannende Meilensteine, die Investoren des Zahlungsdienstleisters relativ gesehen wohl erneut erwarten können. Sprich, Wachstumsraten von mindestens 30 bis 40 % bei Umsätzen und Ergebnissen sollte der DAX-Konzern liefern, das scheint gegenwärtig die Erwartungshaltung zu sein.

In den vergangenen Quartalen schien es zudem, als würde der DAX-Konzern aus Sicht der Ergebnisse nun stärker wachsen und deutlich profitabler werden. Möglicherweise eine Ausgangslage, die man als Investor weiterhin beobachten sollte.

Was es sonst noch zu beobachten gilt

Spannend dürfte für viele natürlich auch werden, wie sich die aktuelle Causa Wirecard nun auf das Zahlenwerk auswirken wird. Beziehungsweise, ob es hierdurch gravierende Veränderungen oder Einschnitte in der bisherigen Prognose für das laufende Geschäftsjahr gibt.

Speziell die Sonderprüfung durch die KPMG könnte kostentechnisch im vierten Quartal zu Rückstellungen führen, die möglicherweise die Ergebnisse belasten. Allerdings scheint fraglich, ob das Ausmaß dieser Sonderprüfung effektiv spürbar wird oder ob das Management hierüber hinweggeht.

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