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Altria hat weiter Ärger mit E-Zigaretten und muss 4,5 Mrd. US-Dollar abschreiben - Seite 2

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
12.11.2019, 08:01  |  750   |   |   

Ganz davon abgesehen, dass Juul die Erwartungen vonseiten Altrias in Bezug auf seinen Wert nicht erfüllt, sieht es auch so aus, als ob noch weitere Schwierigkeiten mit der FDA bevorstehen. Die Einschätzung des ehemaligen Kommissars Scott Gottlieb, dass er keinen Weg nach vorne für Juul sieht, spricht hier Bände.

Juul hat versucht, die Richtung zu ändern, indem der CEO verdrängt und eine ehemalige Altria-Führungskraft in diese Position gerückt wurde. Darüber hinaus wurden Arbeitsplätze abgebaut, die Werbung in den USA ausgesetzt und mehrere weitere Managementwechsel vorgenommen, darunter die Berufung des ehemaligen Leiters der Regulierungsabteilung von Altria.

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Zu viel Kontrolle

Obwohl die FDA schon zuvor ihr Unbehagen angesichts von Altrias finanzieller Investition in Juul geäußert hatte, betrachtet die FTC all diese Altria-Führungskräfte, die jetzt die Kontrolle über das E-Zigaretten-Unternehmen übernehmen, misstrauisch und möchte wissen, welchen Einfluss der Tabakriese ausübt. Die Regulierungsbehörde gab so etwas wie eine Vorladung an Altria heraus, die als zivilrechtliche Ermittlungsaufforderung bezeichnet wird, um herauszufinden, ob das Unternehmen dazu beigetragen hat, diese Änderungen durchzusetzen. Das Problem ist, dass die Regulierungsbehörden die Investition von Altria in Juul noch nicht genehmigt haben und es dem Unternehmen daher nicht erlaubt ist, bereits jetzt eine Rolle in den Entscheidungsprozessen des E-Zigarettenherstellers zu spielen.

Zumindest konnte Altria berichten, dass die Markteinführung des IQOS-Tabakgerätes von Philip Morris International (WKN:A0NDBJ) einen starken Start auf dem Markt in Atlanta hatte und dass das Produkt im nächsten Monat auch auf den Markt in Richmond, Virginia, kommen soll. Altria verfolgt einen Test- und Lernansatz für das Gerät, während es sich auf dem Weg zu einer nationalen Markteinführung befindet.

Trotzdem sind Zigaretten immer noch sehr profitabel

Trotz aller Kontroversen konnte Altria immer noch einen Gewinn von 1,19 US-Dollar pro Aktie melden, was über dem des Vorjahres von 1,08 US-Dollar und den Prognosen der Analysten von 1,15 US-Dollar liegt. Auch der Ausblick von Altria für das Gesamtjahr liegt mit einem Gewinn zwischen 4,19 und 4,27 US-Dollar pro Aktie über den Erwartungen.

Da sich der Rückgang des Zigarettengeschäfts beschleunigt und die Beteiligung an Juul mit Problemen belastet ist, braucht der Tabakriese IQOS mehr denn je, um erfolgreich zu sein – und wir werden wahrscheinlich sehr bald erleben, wie Altria diese Markteinführung beschleunigt.

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