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Aktien Frankfurt DAX bleibt angeschlagen – Handelsstreit nimmt schizophrene Züge an

Gastautor: Jochen Stanzl
03.12.2019, 17:08  |  987   |   |   

Heute haben die Börsen wieder eine volle Ladung an Handelspolitik-Schizophrenie abbekommen. US-Präsident Trump teilte erstens mit, die Gespräche mit China würden sich sehr gut entwickeln. Aber zweitens sei es vielleicht besser, jegliche Unterzeichnung von Abkommen auf die Zeit nach den US-Wahlen zu verschieben. Und drittens strebt man wohl ganz nebenbei ein Verbot von Bankkonten für den chinesischen Technologiekonzern Huawei in den USA an.

In Peking wiederum will man erfahren haben, dass die amerikanische Seite bei den Gesprächen zurückgerudert ist. Egal wie, in jedem Fall schieben die Verhandlungspartner ihre Deadlines nun noch weiter in die Zukunft. Zusätzlich wendet sich der US-Präsident zur Abwechslung mal wieder Europa zu, was mögliche Strafzölle angeht.
 
Nach der schon fast trügerischen Ruhe der vergangenen Wochen im Twitter-Kanal des US-Präsidenten müssen sich die Investoren damit wieder an eine ihnen sehr gut bekannte Situation gewöhnen. Zwar war es nie wirklich anders, aber das hatte man an der Börse irgendwie verdrängt. Es bleibt dabei, weiterhin ist nicht absehbar, dass die wirtschaftlichen Belastungen aus dem Handelskonflikt in naher Zukunft wegfallen. Sie werden vielleicht einen neuen Namen bekommen, aber sie werden Bestand haben. Dabei lag die Hoffnung der Anleger darin, dass die Ruhe in der Handelspolitik am Ende dazu führen wird, dass sich die Weltwirtschaft wieder erholt. Wenn es jetzt allerdings zu einem neuen Aufflackern neuer handelspolitischer Konfliktherde kommt, könnte dieser Prozess gestört oder sogar unterbrochen werden. 
 
Der Deutsche Aktienindex ist heute in einer ersten Phase der Stabilisierung nach dem gestrigen Kursrutsch erst ein wenig nach oben gelaufen und nach den neuen Meldungen dann wieder ein wenig nach unten. Unter dem Strich steht eine Seitwärtsbewegung. Solange sich der DAX aber unter 13.041 Punkten aufhält, muss man aus technischer Sicht davon ausgehen, dass weitere Kursverluste nur eine Frage der Zeit sind. Nach unten wäre in diesem Fall zunächst bis in die Region um 12.835 Zähler Platz.

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