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Forex-Report Paris im Fokus – Annäherung an Russland? 

Gastautor: Folker Hellmeyer
09.12.2019, 11:10  |  627   |   |   

Der Euro eröffnet heute gegenüber dem USD bei 1.1060 (07:16 Uhr), nachdem der Tiefstkurs der letzten 24 Handelsstunden bei 1.1040 im US-Geschäft markiert wurde. Der USD stellt sich gegenüber dem JPY auf 108.57. In der Folge notiert EUR-JPY bei 120.08. EUR-CHF oszilliert bei 1.0957.

Frankreich steht derzeit bei mehreren Themen im Mittelpunkt des weltweiten Interesses. Ist Frankreich stark genug für längst überfällige Reformen? Lässt sich Paris in der Souveränität durch Washington beschneiden?

Die Regierung in Paris hält angesichts der Streiks dennoch an der Rentenreform fest Man sei jedoch offen für Änderungen des Zeitplanes. Das ist erst einmal eine gute Nachricht. Dieses Reformprojekt aufzugeben, wäre vollständig kontraproduktiv! 

Finanzminister Le Maire sagte, dass er einen ausgeglichenen Staatshaushalt will, aber er wolle nicht dogmatisch sein. Man könne über den Kalender reden. Ministerpräsident Philippe will in Kürze Details der Reform vorstellen, die der Vielfalt der unterschiedlichen Rentensysteme im Land ein Ende setzen soll.

Diese politischen Töne sind empathisch und konstruktiv zugleich.

Das französische Rentensystem trägt den längeren Lebenszeiten nicht ansatzweise Rechnung. So können einige Arbeiter bereits mit Anfang 50, viele mit 56 Jahren in den Ruhestand gehen. 

Wenn sich wesentliche Kerndaten wie Lebenszeiten verändern, muss das auch in den Versorgungsstrukturen spiegeln. 

Diese Rentenhypothek ist weder für den Staat (alle Bürger sind der Staat!) noch die kommende Generation tragbar. Diese Regelungen sind bezüglich des gesellschaftspolitischen Generationenvertrags asozial gegenüber der zukünftigen Generation. Wir wünschen der Regierung in Paris viel Erfolg, denn dieser mögliche Erfolg würde auch die Entwicklung in Kontinentaleuropa positiv beeinflussen!

Frankreich wird im Streit mit den USA über die Digitalsteuer unter Umständen die WTO anrufen. Man ist in Paris bereit, dies vor ein internationales Gericht zu bringen. Die neue Steuer treffe zwar US-Konzerne, aber eben auch französische, sonstige EU-Firmen und chinesische Anbieter. Das sei nicht gegenüber den USA diskriminierend. Paris liegt hier zu 100% richtig. 

US-Präsident Trump, der bereits Handelskonflikte mit China und der EU angezettelte, hat sich jüngst auf Frankreich wegen der Digitalsteuer kapriziert. Trump droht mit Sonderzöllen von bis zu 100% auf Champagner und andere französische Waren wie Handtaschen und Käse im Umfang von rund 2,4 Mrd. USD, sollte Paris Digitalsteuern einführen.

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