GESAMT-ROUNDUP 2: Vergeltungsschlag kommt mit Vorwarnung - Schock über Absturz
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GESAMT-ROUNDUP 2 Vergeltungsschlag kommt mit Vorwarnung - Schock über Absturz

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
08.01.2020, 12:44  |  2608   |   |   

(neu: mehr Details und Hintergrund)

TEHERAN/WASHINGTON (dpa-AFX) - Nach einem iranischen Vergeltungsangriff auf die US-Truppen im Irak wächst die Angst vor einem neuen Krieg im Nahen Osten. Der Iran schoss in der Nacht zum Mittwoch Raketen auf die vom US-Militär genutzten Stützpunkte Ain al-Assad westlich von Bagdad und im nördlich gelegenen Erbil ab. Über Todesopfer war zunächst nichts bekannt. Teheran nannte die Angriffe einen "Akt der Selbstverteidigung" nach der Tötung des iranischen Top-Generals Ghassem Soleimani durch einen US-Luftschlag in der vergangenen Woche. Wie die USA reagieren werden, war zunächst unklar. US-Präsident Donald Trump kündigte eine Stellungnahme für diesen Mittwoch an.

Verstärkt wurde die Unsicherheit, als wenige Stunden nach den Raketenangriffen auf die Militärbasen aus bislang ungeklärter Ursache ein ukrainisches Passagierflugzeug in der Nähe von Teheran abstürzte. Alle 176 Menschen an Bord starben. Mehrere Fluggesellschaften setzten eine Nutzung des iranischen und irakischen Luftraums aus - darunter Lufthansa , KLM und Air France.

Dass der Iran und die USA bewusst auf einen Krieg zusteuern, gilt unter Experten als eher unwahrscheinlich. Denn die iranische Rache kam mit Vorwarnung. Iraks Regierung wurde nach eigenen Angaben kurz vor dem Angriff aus Teheran über den Militärschlag informiert. Iraks Regierungschef Adel Abdel Mahdi sagte, zur selben Zeiten hätten sich auch die Amerikaner gemeldet.

Neue Attacken kündigte der Iran nicht an. Der iranische Präsident Hassan Ruhani sagte: "Falls die Amerikaner weitere Angriffe und Verbrechen gegen den Iran planen sollten, werden wir eine Antwort geben, die noch härter ist als der heutige Angriff."

Trump schrieb nach den Raketenangriffen auf Twitter: "Alles ist gut!" Derzeit würden mögliche Opfer und Schäden bewertet, fügte er hinzu. Und: "Wir haben das stärkste und am besten ausgestattete Militär überall auf der Welt, bei weitem!". Zuvor hatte er seine wichtigsten Minister zu einer Krisensitzung im Weißen Haus empfangen.

Luxemburgs Außenminister Jean Asselborn sah in dem iranischen Angriff eher eine deeskalierende Maßnahme. "Es scheint ja, wie wenn es eine dosierte Antwort des Irans gewesen wäre. Die Amerikaner haben auch nicht direkt zurückgeschlagen", sagte er im Deutschlandfunk. Vielleicht habe der Iran tatsächlich nicht Soldaten treffen, sondern zeigen wollen, "dass sie natürlich imstande sind, amerikanische Basen anzugreifen".

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Den Mullahs geht der Arsch auf Grundeis. Der Anschlag auf das Passagierflugzeig wird ihnen die Weltgemeinschft de "Ungläubigen" nicht durchgehen lassen.

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