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MTU: Der Gewinner der Boeing-Krise

Gastautor: Holger Steffen
16.01.2020, 07:35  |  569   |   |   

Für die Aktie des Triebwerkherstellers MTU Aero Engines könnte es derzeit nicht besser laufen. Gestern schloss die Aktie auf einen neuen Allzeithoch bei 277,20 Euro. Intraday wurden noch 0,30 Euro mehr draufgesattelt. Damit konnte das Unternehmen seit seiner neuen DAX-Mitgliedschaft rund 16 % zulegen. Die Gründe für diese Rallye liegen dabei besonders in Amerika.

Denn MTU profitiert direkt von den Problemen, die der amerikanische Flugzeugbauer Boeing weiterhin mit seinem Modell 737 Max hat. Dadurch lassen viele Airlines ihre Boeing-Maschinen sicherheitshalber zusätzlich warten, was für volle Auftragsbücher bei MTU sorgt. So dürften im vergangenen Jahr von dem auf 4,7 Milliarden Euro geschätzten Gesamtumsatz rund 90 % auf Wartungsdienstleistungen entfallen. Und diese hohe Gewichtung dürfte auch weiterhin Bestand haben.

Denn auch zukünftige Projekte versprechen hier stetige Umsätze. So arbeitet MTU beim neuen deutsch-französischen Rüstungsprojekt „Eurofighter“ im Triebwerksbereich mit Safran zusammen. Die Franzosen sind für die Entwicklung des Triebwerkes verantwortlich, während MTU später das Service- und Wartungsgeschäft übernehmen soll. Das alles schafft ein Umfeld, das ein weiteres operatives Wachstum verspricht und entsprechend den Kurs antreibt.

Mit einem geschätzten KGV von rund 25 für dieses Jahr ist MTU sicherlich nicht mehr billig. Aber die Aktie ist derzeit ein klares Trendinvestment. So könnten Anleger hier Konsolidierungsphasen zum Aufbau weiterer Positionen nutzen.

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