Die 3 teuersten Aktien, die Warren Buffett besitzt

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
27.01.2020, 10:00  |  2949   |   |   

Berkshire Hathaway (WKN:A0YJQ2) (WKN:854075)-CEO Warren Buffett ist als einer der Gründerväter des Value Investing bekannt, aber das bedeutet nicht, dass das Orakel von Omaha nicht auf die Wachstumsaspekte eines Unternehmens achtet. Schließlich schrieb Buffett bereits 1989 im Brief an die Aktionäre: “Es ist viel besser, ein wunderbares Unternehmen zu einem fairen Preis zu kaufen als ein durchschnittliches Unternehmen zu einem wunderbaren Preis.

Viele Value-Investoren hatten in den letzten 10 Jahren bei der Schnäppchenjagd nicht viel Glück, da Wachstumswerte seit der Finanzkrise deutlich mehr gestiegen sind als Value-Titel. Dies könnte auf eine Reihe von Faktoren zurückzuführen sein, aber vor allem der technologische Umbruch richtet bei vielen alten Unternehmen in fast allen Branchen großen Schaden an. Aus diesem Grund erreichen Unternehmen im Tech-Sektor immer neue Höchststände, während diejenigen, die von den technologischen Störungen betroffen sind, trotz scheinbar “billiger” Bewertungen stagnieren oder vielleicht sogar fallen.

Anstatt sich also an den billigsten Aktien von Buffetts Portfolio zu orientieren, sollten sich Anleger vielleicht die teuersten Aktien aus dem Besitz von Berkshire ansehen. Wahrscheinlich sind dies die wettbewerbsfähigsten Unternehmen mit den besten Wachstumsaussichten.

Basierend auf dem Kurs-Gewinn-Verhältnis – eine der gängigsten und nützlichsten Bewertungskennzahlen – sind die drei teuersten Aktien im Berkshire Hathaway-Portfolio Charter Communications (WKN:A2AJX9), Amazon.com (WKN:906866) und StoneCo (WKN:A2N7XN). Hier erfährst du, warum jede von ihnen auch heute noch ein solider Kauf sein könnte.

Charter-Kommunikation

KGV: 93,2

erwartetes KGV: 38,8

Charter Communications ist der zweitgrößte Kabelnetzbetreiber in den USA, direkt hinter Comcast. Obwohl es auf dieser Liste steht, ist das hohe KGV ein wenig trügerisch, da die Verwendung von massiven, hochverzinsten Schulden in der Kapitalstruktur die Gewinne niedrig erscheinen lässt. Der freie Cashflow ist solide und steigt, was erklärt, warum die Aktie im letzten Jahr rund 75 % nach oben ging.

Wie konnte sich Charter trotz eines so hohen KGV und einer hohen Verschuldung so gut behaupten? Dafür gibt es einige Gründe. Das Unternehmen hat diese massive Schuldenlast im Jahr 2016 aufgenommen, um zwei große Übernahmen zu finanzieren: Time Warner Cable und Bright House Networks. Nach Abschluss dieser Übernahmen musste Charter dann viel Geld für das Insourcing seines Kundendienstes ausgeben, und Dutzende von Back-Office-Betrieben auf eine Plattform umstellen und in digitale DOCSIS 3.1-Upgrades investieren. Dabei handelt es sich um eine Technologie, die der Kabelbranche einen deutlichen Vorteil gegenüber der Satellitenkonkurrenz verschafft hat. Darüber hinaus hat sich Charter mit Comcast zusammengetan, um Mobilfunk-Tarife anzubieten. Das sieht nach einer erfolgreichen Innovation für das Unternehmen aus, aber es ist eine, die eine beträchtliche Menge an Startkapital erforderte.

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