Ölpreise unter Druck +++ Werden Schulden jetzt zu einem Problem? - Seite 2

Gastautor: Sven Weisenhaus
12.03.2020, 10:03  |  27357   |   |   

Britische Notenbank schaltet auch wieder in den Krisenmodus

Nach der US-Notenbank hat gestern jedenfalls auch die britische Notenbank außerplanmäßig, also außerhalb einer turnusmäßigen Sitzung, ihren Leitzins um 0,5 Prozentpunkte gesenkt. Damit befindet man sich dort nun ebenfalls im Krisenmodus. Zumal sich der Leitzins mit nun nur noch 0,25 % wieder auf dem Rekordtief befindet, welches nach dem Brexit-Referendum erreicht wurde. Die Coronavirus-Krise wird also aktuell als genauso schlimm für die britische Wirtschaft eingestuft wie der Brexit bzw. der eingeleitete Brexit-Prozess.

Das britische Pfund geriet in der Folge zumindest zeitweise deutlich unter Druck. Warum ich Ihnen dies erzähle, verrate ich Ihnen gleich.

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Chinas Außenhandel eingebrochen

Aus China kam derweil bereits am vergangenen Samstag die Meldung, dass sich die Coronavirus-Epidemie stärker auf den Außenhandel ausgewirkt hat, als von Experten erwartet bzw. befürchtet. Die Exporte sanken im Januar und Februar zusammen um 17,2 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Analysten hatten bereits ein deftiges Minus von 14 % vorhergesagt, nach einem Anstieg von 7,9 % im Dezember. Die Einfuhren sanken dagegen „nur“ um 4 %, während hier 15 % erwartet worden waren.

Für uns ist diese Entwicklung aus mehreren Gesichtspunkten bedeutend:

Deutscher Export nach China deutlich rückläufig

Denn einerseits wirkt sich der schwache Außenhandel Chinas natürlich auf andere Länder aus. So sind die deutschen Exporte in Richtung der Volksrepublik im Januar um 6,5 % im Vergleich zum Vorjahresmonat auf 7,3 Milliarden Euro gesunken, wie das Statistikamt am Montag mitteilte. Und das drückt natürlich auf die Umsätze, die Gewinne und am Ende die Aktienkurse unserer heimischen Unternehmen.

Können nun auch Chinas Schulden zu einem Problem werden?

Zudem ist China deutlich höher verschuldet als das bereits extrem hoch verschuldete Italien. In der Börse-Intern vom 18.07.2019 war dazu Folgendes zu lesen: „Der gesamte Schuldenberg Chinas (staatlich und privat) ist inzwischen auf über 303 % der Wirtschaftsleistung angestiegen. Das entspricht mehr als 40 Billionen Dollar. 15 % der weltweiten Verbindlichkeiten gehen allein auf das Konto Chinas.

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