DGAP-News Germany Africa Business Forum: AFRIKAS ENERGIEARMUT IST DEUTSCHLANDS STUNDE DER WAHRHEIT

Nachrichtenquelle: EQS Group AG
23.06.2020, 19:10  |  188   |   |   






DGAP-News: Germany Africa Business Forum


/ Schlagwort(e): Sonstiges






Germany Africa Business Forum: AFRIKAS ENERGIEARMUT IST DEUTSCHLANDS STUNDE DER WAHRHEIT








23.06.2020 / 19:10




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AFRIKAS ENERGIEARMUT IST DEUTSCHLANDS STUNDE DER WAHRHEIT



Eine aktuelle Überschrift der Nachrichtenagentur Reuters erinnert uns Deutsche daran, wie gut wir es doch haben: "Deutsche Energiewirtschaft trotzt Corona - Milliardeninvestitionen geplant." Die Bundesregierung verabreicht Deutschland in Sachen Klimaschutz und nachhaltiger Erholung der deutschen Energiewirtschaft post-COVID eine kräftige Finanzspritze. Zweifelsohne werden viele dieser Investitionen dazu beitragen, Energieversorgung und Dekarbonisierung im Deutschland des 21. Jahrhunderts weiter voranzutreiben. Derzeit in meiner Wahlheimat Südafrika (fest)sitzend, dachte ich darüber nach, was für den afrikanischen Kontinent in einer post-COVID Welt die mit Abstand größte Herausforderung der verbleibenden 80 Jahre des 21. Jahrhunderts sein wird. Und hier ist das Bild leider weniger rosig: Der afrikanische Kontinent versinkt in Energiearmut, einer humanitär unzureichenden, gar beschämenden Energieversorgung pro Kopf. Die Heinrich-Böll-Stiftung formulierte es bereits vor vielen Jahren so passend: "Wenig Strom, wenig Chancen".



Vielen Afrikanern wird der Zugang zu Elektrizität entsagt, und dort, wo der Bedarf am größten ist (wie beispielsweise im Ballungszentrum Johannesburg), setzen die Regierenden oft auf Klimateufel wie Steinkohle, der mit Abstand schlechteste Energieträger in der Klimabilanz. Wer bereits Orte wie Witbank, Südafrikas "Stadt der Kohle" besucht hat, sieht, dass die Thematik hier nicht bloß eine statistische Größe ist: Im südafrikanischen Kohlegürtel sind Grundwasser- und Luftverschmutzungen und damit einhergehende gesundheitliche Schäden der Bevölkerung keine sozio-ökologische Utopie einer post-apokalyptischen Welt, sondern eher die Norm. Südafrika erstickt an Kohle, doch selbst die Industrienation am Kap der guten Hoffnung ist von regelmäßigen Stromausfällen geplagt. So sehr, dass der angesehene südafrikanische Volkswirt Colin Coleman Südafrikas regelmäßige Stromausfälle als das größte systemische Risiko der heimischen Volkswirtschaft bezeichnete. Im Vergleich zu Südafrika erwischt es die meisten Afrikaner noch viel schlimmer: In Nigeria, dem Chancenland der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft zugleich, leben über 80 Millionen ohne Elektrizität. Über 80 Millionen! Vergleichbar mit der Gesamtbevölkerung Deutschlands. Die gesamte Bundesrepublik ohne Elektrizität, völlig unvorstellbar, und trotzdem nur die Spitze des Eisbergs.

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