MUNICH RE IM FOKUS Corona und kein Ende

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
02.11.2020, 14:08  |  253   |   |   

(Redigier rest entfernt)

MÜNCHEN (dpa-AFX Broker) - Die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise schlagen beim Rückversicherer Munich Re weiterhin teuer zu Buche. Auch Wirbelstürme und Waldbrände nehmen auf die pandemiegeschädigte Welt und die Versicherungsbranche keine Rücksicht. Dennoch konnte der Dax-Konzern in diesem Jahr bisher einen Quartalsverlust vermeiden. Das verdankte er auch seiner Erstversicherungstochter Ergo. Was bei der Munich Re los ist, was Analysten sagen und wie sich die Aktie entwickelt:

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Die Corona-Pandemie hat die Welt im Griff. Versicherungskonzerne wie die Munich Re hatten zwar seit Jahren vor einem solchen Krisenfall gewarnt. Doch als die Pandemie im Frühjahr ein Land nach dem anderen erfasste und viele Unternehmen ihren Betrieb für mehrere Wochen einstellen mussten, stellte sich heraus: Oft war strittig, ob eine Betriebsschließungs- oder Betriebsunterbrechungsversicherung im Fall flächendeckender Schließungen oder konkret bei diesem Virus überhaupt greift. Viele Streitfälle müssen noch gerichtlich geklärt werden.

Die Munich Re sieht sich mit ihren Verträgen zwar auf der sicheren Seite. Neue Policen, die die Folgen einer Pandemie abdecken, will der Rückversicherer aber im Schaden- und Unfallgeschäft vorerst nicht mehr verkaufen, wie Vorstandsmitglied Torsten Jeworrek im September sagte. Dies betreffe etwa Versicherungsschutz gegen den Ausfall von Großveranstaltungen. In der Lebens- und Kranken-Rückversicherung will die Munich Re für die Folgen von Pandemien laut Jeworrek aber auch in neuen Verträgen geradestehen.

Im ersten Halbjahr hatte der Rückversicherer infolge der Corona-Krise Schäden von 1,5 Milliarden Euro verbucht. Im dritten Quartal kamen noch 800 Millionen Euro hinzu. Der Großteil der Schäden entfiel auf den Ausfall und die Verschiebung von Veranstaltungen wie den Olympischen Spielen in Japan, gegen die sich die Veranstalter versichert hatten. Hinzu kamen Versicherungsschäden durch Betriebsausfälle in Unternehmen, aber auch durch eine gestiegene Zahl von Todesfällen etwa in den USA.

Auch abseits der Pandemie musste die Munich Re im dritten Quartal überraschend hohe Großschäden schultern. Als Ursachen führte der Konzern vor allem heftige Wirbelstürme und Waldbrände in den USA sowie die schwere Explosion im Hafen von Beirut an.

Schon in ersten sechs Monaten war der Gewinn der Munich Re wegen der hohen Pandemieschäden um mehr als die Hälfte auf 800 Millionen Euro abgesackt. Im dritten Quartal fiel der Rückgang noch heftiger aus. So fiel der Überschuss mit voraussichtlich rund 200 Millionen Euro etwa 77 Prozent niedriger aus als im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern überraschend schon Mitte Oktober bekannt gegeben hat. Dass es nicht schlimmer kam, soll auch einem guten Abschneiden der Düsseldorfer Konzerntochter Ergo gelegen haben.

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