NIKOLA IM FOKUS Hype und Attacke schütteln US-Elektro-Truckhersteller durch

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
04.12.2020, 15:16  |  396   |   |   

PHOENIX (dpa-AFX) - Wie gewonnen, so zerronnen: So turbulent wie zuletzt beim US-Elektro-Truckkonzern Nikola geht es wohl bei den wenigsten Unternehmen zu. Auf einen Kurshype folgte schnell der Absturz nach einer Attacke von Leerverkäufern. Darüber hinaus sieht sich Nikola-Ex-Chef Trevor Milton Anschuldigungen ausgesetzt. Was bei Nikola los ist, wie Analysten die Lage einschätzen und was die Aktie macht.

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Es sah doch alles so toll aus: Das auf Batterie-Lastwagen spezialisierte Unternehmen Nikola konnte immer wieder Erfolge vermelden und wollte dem E-Auto-Konkurrenten Tesla Druck machen. Regelmäßig berichtete der Konzern über Fortschritte und neue Kooperationen. Besonderen Schub brachte Nikola dann die Ankündigung, mit VectoIQ zu einem neuen Unternehmen zu verschmelzen und zum Juni dieses Jahres unter dem neuen Kürzel NKLA an der Nasdaq aufzutreten. Und selbst eine Partnerschaft mit dem größten US-Autohersteller General Motors schien in greifbarer Nähe.

So geschmeidig, wie es sich Nikola gewünscht hatte, verlief es dann aber doch nicht. Nur zwei Tage nach der Ankündigung der Partnerschaft mit General Motors überraschte ein lancierter Bericht des Leerverkäufers Hindenburg Research und führte zu heftigen Turbulenzen.

Hindenburg beschuldigte Nikola-Gründer Milton etlicher Hochstapeleien und kam zu dem Schluss, dass es sich bei dessen Unternehmen letztlich um einen "komplexen Betrug" handele. Hindenburg wettet zwar als Finanzspekulant gegen Nikola und profitiert davon, wenn die Aktien der Firma fallen. Doch Milton konnte einige Vorwürfe nicht entkräften und musste zugeben, bei einer Produktpräsentation geblufft zu haben.

Der Konzern schaltete die US-Börsenaufsicht SEC ein, um den Bericht zu prüfen. Aber Nikola geriet auch selbst in das Visier der Behörde, sie will mögliche Verstöße gegen Wertpapiergesetze prüfen, wie die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf nicht namentlich genannte Personen berichtete. Die "Financial Times" berichtete derweil von Ermittlungen des US-Finanzministeriums.

Unterdessen trat Milton als Chef zurück. Er habe seinen Posten freiwillig geräumt, um die negative Aufmerksamkeit, die seine Person betreffe, nicht weiter auf Nikola zu lenken.

General Motors dreht sein geplantes Engagement bei dem Unternehmen nun ein ganzes Stück weit zurück: Anfang dieser Woche teilte Nikola mit, zwar eine Liefervereinbarung mit dem Autokonzern getroffen zu haben. Die Hoffnung auf einen milliardenschweren Einstieg von GM ist damit aber vom Tisch. Auch Pläne für einen gemeinsamen Elektro-Pick-up wurden demnach verworfen. Der weltgrößte deutsche Autozulieferer Bosch reduzierte zuletzt seinen Anteil an Nikola leicht auf unter 5 Prozent.

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