In Sachen Corona stehen die USA aktuell besser da als Europa

Gastautor: Sven Weisenhaus
21.01.2021, 09:49  |  1970   |   |   

Bund und Länder haben einen verlängerten Lockdown mit moderat verschärften Maßnahmen bis zum 14. Februar beschlossen.

Bund und Länder haben einen verlängerten Lockdown mit moderat verschärften Maßnahmen bis zum 14. Februar beschlossen. Dies wird die Wirtschaft natürlich weiter belasten, vor allem im Bereich der kontaktintensiven Dienstleistungen, wie dem Einzelhandel. Der Einzelhandelsverband HDE erwartet, dass die Unternehmen alleine aus diesem Bereich an jedem geschlossenen Verkaufstag im Januar  durchschnittlich 600 Millionen Euro Umsatz verlieren.

Und das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung  (DIW) rechnet für Januar mit knapp 60 Milliarden Euro weniger Leistung für die gesamte Wirtschaft, was einem Minus beim Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 1,8 % entspricht. Commerzbank-Chefökonom Jörg Krämer schätzt derweil sogar, dass die Wirtschaftsleistung während des aktuellen Lockdowns insgesamt um 4 % niedriger ausfällt als ohne Beschränkungen. Im laufenden 1. Quartal 2021 dürfte das BIP laut Krämer daher um 2 % gegenüber Ende 2020 sinken.

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Damit könnte sich die deutsche Wirtschaft bereits in einer technischen Rezession befinden, also in einer Phase mit jeweils negativen BIP-Raten in zwei Quartalen in Folge. Denn laut Volkswirten zeichnet sich ab, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland entgegen der ersten Verlautbarung des Statistischen Bundesamts womöglich bereits im 4. Quartal 2020 mit etwa -2 % zurückgegangen ist.

Old-Economy hinkt den Technologiewerten wieder deutlich hinterher

Vor diesem Hintergrund ist es erstaunlich, wie robust sich der Aktienmarkt präsentiert. Allerdings erkennt man zumindest eine leichte relative Schwäche des DAX gegenüber den US-Indizes und insbesondere gegenüber den Technologiewerten, die inzwischen schon gewohnheitsgemäß von der Corona-Pandemie und weiteren schlechten Nachrichten in dieser Sache profitieren. Der DAX müht sich aktuell noch mit seinem kurzfristigen Abwärtstrendkanal ab, arbeitet aber immerhin an einem Ausbruch nach oben:

DAX - kurzfristige Chartanalyse

Derweil hat der Nasdaq 100 heute schon ein neues Rekordhoch erreicht (siehe grüner Kreis im folgenden Chart):

Nasdaq 100 - Chartanalyse

Aktienindizes mit einem großen Anteil an Werten der sogenannten Old-Economy hinken dem Nasdaq 100 zum Teil deutlich hinterher.

Handelsstreit mit China wird fortgesetzt

Dabei gibt es allerdings auch für die US-Aktien schlechte Nachrichten. So hat die neue US-Regierung noch einmal bekräftigt, dass sie den vom scheidenden Präsidenten Donald Trump gegenüber China eingeschlagenen Kurs im Wesentlichen fortsetzen wird. Der designierte Außenminister Antony Blinken sagte bei einer Anhörung im Kongress, er stimme zwar nicht mit allen Methoden Trumps überein, aber es sei richtig gewesen, eine härtere Gangart gegenüber China einzulegen. Und er sei  überzeugt, dass es ein parteiübergreifendes Einvernehmen im Kongress gäbe, sich der chinesischen Politik weiterhin zu widersetzen.

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