ROUNDUP 2 Forderungen nach Lockdown-Ende Mitte Februar werden lauter

Nachrichtenagentur: dpa-AFX
23.01.2021, 16:50  |  184   |   |   

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BERLIN (dpa-AFX) - Kaum sind die Einschränkungen im Kampf gegen die Corona-Pandemie verlängert und verschärft worden, beginnt die Diskussion über ein Ende des Lockdowns. Der Vizevorsitzende der Unionsbundestagsfraktion, Georg Nüßlein, fordert, die bestehenden Maßnahmen nach Ende der Befristung bis zum 14. Februar definitiv zu beenden. "Es ist wegen der massiven Auswirkungen nicht verantwortbar, solange einen flächendeckenden Lockdown zu verordnen, bis die Inzidenz-Zahl unter 50 oder unter 35 sinkt", sagte der CSU-Politiker der "Augsburger Allgemeinen" (Samstag). "Wenn nicht in den nächsten Wochen noch etwas passiert, was wir jetzt nicht vorhersehen können, also beispielsweise eine massive Ausbreitung von mutierten Viren, dann müssen wir spätestens ab Mitte Februar einen anderen Weg gehen als den bisherigen."

Auch Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) will nach dem 14. Februar Lockerungen durchsetzen, wenn es verantwortbar ist, wie er der Zeitung "Welt" sagte - zunächst in Schulen und Friseurläden. "Im März können wir dann über den Einzelhandel sprechen. Und nach Ostern auch über die Gastronomie."

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Die Öffnung der Schulen ist ein seit der ersten Welle heiß umstrittenes Thema. Unionsfraktionschef Ralph Brinkhaus warnte vor ihrer zu schnellen Öffnung. "Wir tun uns alle keinen Gefallen damit, den Präsenzunterricht wieder zu früh zuzulassen. Gesundheit geht vor", sagte er der "Passauer Neuen Presse" (Samstag). Die neuen Virus-Mutationen machten ihm "große Sorgen".

Der neue CDU-Chef Armin Laschet dämpfte Hoffnungen auf ein langfristiges Corona-Konzept. "Ein langfristiges Konzept ist schwierig, da sich die konkrete Entwicklung der Pandemie gerade mit der hochansteckenden neuen Mutation nur schwer vorhersagen lässt", sagte der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung" (Samstag). "Aktuell sinkt die Inzidenz zwar. Aber das neue mutierte Virus ist unberechenbar."

Ärztepräsident Klaus Reinhardt - eigentlich ein Unterstützer des Lockdowns - verlangte von der Politik gleichwohl Perspektiven für die Bevölkerung. "Es ist nachvollziehbar, dass die Menschen nach zehn Monaten Pandemie ermüdet sind und die Corona-Schutzmaßnahmen als belastend empfinden", sagte der Präsident der Bundesärztekammer der "Rheinischen Post" (Samstag). Zu den Perspektiven gehöre auch eine klare Kommunikation zu den Impfkapazitäten.


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