4 Gründe, warum die Börse sehr bald abstürzen könnte

Nachrichtenquelle: The Motley Fool
23.02.2021, 07:07  |  1667   |   |   

Es wird dir wahrscheinlich nicht gefallen, was ich jetzt sagen werde, aber es ist eine unbestrittene Wahrheit, die durch Daten untermauert wird: Börsencrashs und Korrekturen kommen immer wieder vor.

Seit Anfang 1950 hat der Richtwert S&P 500 (WKN: A0AET0) 38 separate Crashs oder Korrekturen erlebt, die zu einem Rückgang von mindestens 10 % geführt haben. Das bedeutet, dass der S&P 500 im Durchschnitt alle 1,87 Jahre von einer Korrektur betroffen ist.

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Allerdings hält sich die Börse nicht an Durchschnittswerte und verhält sich oft unvorhersehbar, zumindest kurzfristig. Wir werden nie im Voraus genau wissen, wann ein Crash oder eine Korrektur an der Börse stattfinden wird, wie lange sie andauern wird oder wie stark der Rückgang sein wird.

Aber sei einen Moment lang nachsichtig mit mir, denn es kommen vier kurzfristige Faktoren zusammen, die schon sehr bald einen Crash an der Börse auslösen könnten.

1. Die Bewertungen sind auf 20jährige Höchststände angestiegen

Die vielleicht größte Sorge für den Markt ist die Bewertung der Aktien.

Das Shiller S&P 500 Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) – ein KGV basierend auf den durchschnittlichen inflationsbereinigten Gewinnen der letzten 10 Jahre – schloss am 11. Februar bei 35,66. Das ist der höchste Stand seit der Dot-Com-Blase vor fast zwei Jahrzehnten. Es ist auch mehr als doppelt so hoch wie das durchschnittliche Shiller KGV (16,78) über die letzten 150 Jahre.

Einerseits gibt es gute Gründe dafür, dass Aktien teurer sind, als sie es in der Vergangenheit waren. Zum Beispiel sind die Kreditzinsen auf oder in der Nähe von Rekordtiefs, was die Kreditvergabe für Marken- und wachstumsstarke Unternehmen sehr vorteilhaft gemacht hat. Zusätzlich hat der Zugang zum Internet seit Mitte der 1990er Jahre dazu beigetragen, zwischen Kleinanlegern und der Wall Street für gleiche Verhältnisse zu sorgen. Der freie Informationsfluss hat dazu beigetragen, Gerüchte zu unterdrücken und ermöglichte es Investoren, Aktien mit einem historischen Aufschlag zu bewerten.

Auf der anderen Seite hat sich die Geschichte nicht als freundlich für ein Shiller KGV von über 30 erwiesen. In den letzten vier Fällen, in denen eine Bullenmarktrallye das Shiller KGV nachhaltig über 30 drückte, verlor der S&P 500 zwischen 20 % und 89 % seines Wertes. Auch wenn die Geschichte keine Garantie dafür ist, dass dies wieder passieren wird, so ist es doch ziemlich entscheidend, dass so hohe Bewertungen nicht über längere Zeiträume hinweg gut vertragen werden.

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